Eintracht Frankfurt ist ein am 8. März 1899 gegründeter Sportverein aus Frankfurt am Main. Seit dem Jahr 2004 wird in der Fußballabteilung auch Frauenfußball angeboten. Die Mannschaft spielte bis 2020 regionalen Fußball bis zur Regionalliga. Nach der Fusion mit dem 1. FFC Frankfurt und der damit verbundenen Spielrechtsübernahme spielt die Eintracht seit 2020 in der Bundesliga sowie der 2. Bundesliga, während die „alte“ Erste Mannschaft als Eintracht III in der Regionalliga Süd verblieb.
Geschichte Gründung 2004 bis 2020 Die Frauenmannschaft der Eintracht nahm in der sechstklassigen Bezirksliga Frankfurt (Gruppe 2) den Spielbetrieb auf. Gegründet wurde die Mannschaft vom damaligen Abteilungsleiter Stefan Winterling und der Trainerin Tamara Varga. Das erste Frauenfußball-Pflichtspiel in der Geschichte der Eintracht fand am 11. September 2004 statt. Die Eintracht-Frauen spielten 1:1 bei der SG Mönstadt. Eine Woche später folgte im 1. Heimspiel am Riederwald ein klares 11:0 gegen die TGM/SV Jügesheim II. Am Saisonende belegten die Eintracht-Frauen hinter den Jügesheimerinnen Platz 2 und stiegen damit wie diese in die Bezirksoberliga Frankfurt auf.
In der Bezirksoberliga erreichten die Adlerträgerinnen auf Anhieb den dritten Platz. Auch in der folgenden Saison belegte die Mannschaft Platz 3, sodass der erhoffte Aufstieg in die Verbandsliga nicht gelang. 2007/08 reichte es dann für Platz 2 hinter dem punktgleichen FC Rommelhausen, der das bessere Torverhältnis hatte, und die Teilnahme an der Relegationsrunde. Mit sechs Punkten aus drei Spielen (8:3 Tore) sicherte sich die Mannschaft den Aufstieg.
Nachdem für den Aufstieg in die Verbandsliga gleich drei Anläufe notwendig gewesen waren, gelang der Sprung in die Hessenliga auf Anhieb. Mit über 100 Toren gelang der SGE der direkte Durchmarsch. Zudem nahm die Mannschaft nach dem Gewinn des Regionalpokals (6:0 im Finale gegen den FC Rommelhausen) erstmals am Hessenpokal teil. Dort gab es allerdings in der 1. Runde eine 4:6-Niederlage im Elfmeterschießen gegen den Regionalligisten und ehemaligen Zweitligisten TSV Jahn Calden, der den Pokalwettbewerb schließlich auch gewann. In der ersten Hessenliga-Saison hielt die Mannschaft problemlos die Klasse und belegte am Ende einen guten fünften Platz. Erneut gelang mit dem Gewinn des Regionalpokals die Qualifikation für den Hessenpokal. Dort erreichte man das Halbfinale, wo erneut gegen den späteren Sieger Calden Endstation war (3:5).
In der folgenden Spielzeit etablierten sich die Eintrachtlerinnen mit Platz 6. Auf Pokalebene lief es wie in der vorherigen Saison: Sieg im Regionalpokal, Erreichen des Halbfinals im Hessenpokal, Niederlage gegen Calden (0:1), das erneut den Hessenpokal gewann. Für die Saison 2011/12 war der Aufstieg in die Regionalliga das erklärte Ziel. Am letzten Spieltag sicherten sich die Riederwälderinnen dank des besseren Torverhältnisses den Aufstieg vor der punktgleichen Mannschaft von Opel Rüsselsheim. Zudem wurde erstmals das Finale des Hessenpokals erreicht, in dem die Adlerträgerinnen allerdings dem RSV Roßdorf mit 0:1 unterlagen.
Die erste Regionalliga-Saison beendete die Mannschaft auf dem 10. Platz, der regulär der erste Abstiegsplatz ist. Da es jedoch keinen Absteiger aus der 2. Bundesliga Süd in die Regionalliga Süd gab, reichte diese Platzierung zum Klassenerhalt. Mit einem 2:1-Sieg gegen Eintracht Wetzlar konnten die Adlerträgerinnen erstmals den Hessenpokal gewinnen und sich damit für den DFB-Pokal qualifizieren.
Zur Saison 2013/14 konnten mit der ehemaligen Nationalspielerin Tina Wunderlich und Patrizia Barucha zwei langjährige Bundesligaspielerinnen verpflichtet werden, die zuletzt allerdings nur noch in der 2. Bundesliga aktiv gewesen waren. Auch Kristina Brenner und Melanie Kantor waren zuvor bereits in der Bundesliga zum Einsatz gekommen. Die Mannschaft belegte nach der Hinrunde den 3. Tabellenplatz, fiel aber in der Rückrunde noch zurück, sodass die Saison auf dem 7. Tabellenplatz beendet wurde. Im Finale des Hessenpokals unterlagen die Adlerträgerinnen der Mannschaft aus Calden mit 1:3.
Am Ende der Saison 2014/15 belegte die Mannschaft den 10. Tabellenplatz. Da es erneut keinen Absteiger aus der 2. Bundesliga Süd gab, sicherten sich die Riederwalderinnen mit dieser Platzierung den Verbleib in der Regionalliga.
Die Saison 2015/16 beendeten die Adlerträgerinnen auf dem 12. und letzten Tabellenplatz und mussten damit in die Hessenliga absteigen. Am drittletzten Spieltag der Saison 2016/17 machte die Mannschaft den direkten Wiederaufstieg perfekt.Frauenfußball „Wir wollen noch weiter nach oben“ In der Saison 2017/18 gelang den SGE-Spielerinnen vorzeitig die Qualifikation zur Aufstiegsrunde für die neue eingleisige 2. Bundesliga, die als großes Ziel anvisiert worden war.Artikel über die Perspektiven des Frauenfußballs bei Eintracht Frankfurt (PDF; 293 kB) Die Aufstiegsrunde beendete die Mannschaft auf dem dritten und damit vorletzten Platz der Gruppe 1 und verpasste somit den Aufstieg. 2019 wurde der Hessenpokal zum zweiten Mal nach einem 3:2 im Finale gegen Jahn Calden gewonnen. In der wegen Corona verkürzten Saison 2019/20 wurde Platz 2 erreicht, der zum Aufstieg berechtigt hätte. Aufgrund der Fusion mit dem 1. FFC Frankfurt verblieb die Mannschaft aber in der Regionalliga und trat in der Folgesaison als Eintracht Frankfurt III wiederum in der Regionalliga Süd an. Zum dritten Mal gewannen die Eintracht-Damen 2020 den Hessenpokal.
Fusion mit dem 1. FFC Frankfurt Zur Saison 2020/21 fusionierte der Verein zum 1. Juli 2020 mit dem 1. FFC Frankfurt, dabei wurden die erste und die zweite Mannschaft des 1. FFC in die Fußball AG der Eintracht integriert und treten seitdem unter dem Namen Eintracht Frankfurt an. Beide Teams bestreiten ihre Heimspiele, wie bisher, im Stadion am Brentanobad. Am 16. Juni des Jahres unterzeichneten Vertreter beider Vereine den Fusionsvertrag. Man plant weiterhin die Spielberechtigungen der drei weiteren Mannschaften des FFC und der Eintracht zu übernehmen und somit bis zu fünf Frauenteams in den fünf höchsten Ligen für die Saison 2020/21 zu melden. Am 28. Juni 2020 bestritt der 1. FFC sein letztes Spiel unter dem alten Namen und verlor mit 0:2 gegen den SC Freiburg. Am 6. September 2020 absolvierte die Frauenmannschaft von Eintracht Frankfurt ihr erstes Bundesliga-Spiel und besiegte den Aufsteiger Werder Bremen im Deutsche Bank Park mit 5:1.Auftakt nach Maß, frauen.eintracht.de, abgerufen am 8. September 2020. Die Saison endete mit dem sechsten Tabellenplatz, wodurch man sich nicht für den europäischen Wettbewerb qualifizieren konnte.
In der Saison 2021/22, der zweiten des ehemaligen FFC-Kaders unter dem neuen Dach der Eintracht, gelang den Frankfurterinnen mit dem Sprung auf den dritten Platz am letzten Spieltag die Qualifikation für die Champions League der folgenden Saison. Im DFB-Pokal scheiterte man auswärts am FC Bayern im Achtelfinale.
Für die Saison 22/23 qualifizierte sich die Eintracht durch den dritten Platz in der Vorsaison für die Qualifikation des Vorrundenturniers der UEFA Women’s Champions League, in welcher sie gegen Fortuna Hjørring und Ajax Amsterdam antraten. Das Spiel gegen die dänischen Gastgeberinnen konnte mit 2:0 gewonnen werden, allerdings scheiterte die Eintracht im zweiten Spiel in der Nachspielzeit an den Ajax-Frauen mit 2:1, wodurch sie sich nicht für die Gruppenphase qualifizieren konnten. Das Auftaktspiel der Bundesliga-Saison 2022/23, das etwas über einen Monat nach dem Auftakt der Männer-Bundesliga ebenfalls gegen den FC Bayern München angesetzt war, endete mit einem 0:0. Dabei wurde ein neuer Zuschauerrekord für die Frauen-Bundesliga aufgestellt. Mit 23.200 Zuschauern waren knapp 10.000 Menschen mehr im Stadion als beim vorherigen Rekordspiel aus dem Jahr 2014. Am Ende der Saison schaffte man über den dritten Platz sich wieder für das europäische Geschäft in der folgenden Saison zu qualifizieren. Im DFB-Pokal scheiterte man überraschend im Achtelfinale am damaligen Zweitliga-Spitzenreiter RB Leipzig.
Auch in der Saison 23/24 musste die Eintracht wieder durch die Qualifikation in der UEFA Women’s Champions League, um sich für die Gruppenphase zu qualifizieren. Mit Siegen gegen Juventus Turin und nach Hin-/ Rückspiel gegen Sparta Prag qualifizierte man sich für die Champions League Gruppenphase der Saison 23/24. In die Gruppe A wurde man mit dem FC Barcelona, Benfica Lissabon und der schwedischen Mannschaft FC Rosengård zusammen gelost. Nach zwei Siegen gegen Rosengård, einem Remis und einer Niederlage gegen Benfica, und zwei Niederlagen gegen den FC Barcelona scheiterte man schon in der Gruppenphase und qualifizierte sich somit nicht für das Viertelfinale. In der Frauen-Bundesliga musste man nach einer Niederlage gegen Bayer Leverkusen am 18. Spieltag um den dritten Platz, und die europäische Qualifikation, bangen, schaffte diesen am Ende noch mit neun Punkten Vorsprung auf Platz vier souverän. Im DFB-Pokal scheiterte man durch eine Niederlage im Halbfinale gegen den FC Bayern München.
Zur Saison 24/25 musste die Eintracht wieder durch die Qualifikation in der Women's Champions League, scheiterte diesmal jedoch in der ersten Runde an Sporting Lissabon. In der Bundesliga erreichte man in der Hinrunde mit Tabellenplatz eins noch die Herbstmeisterschaft. Durch Niederlagen gegen den VfL Wolfsburg mit 1:6, den SC Freiburg 2:3, nach 2:1-Führung, und im Highlight Spiel im Deutsche Bank Park gegen den FC Bayern, 0:3, jedoch am Ende der Saison nur wieder den dritten Platz. Nicole Anyomi konnte als Topscorerin mit 14 Toren und neun Vorlagen aber noch einen individuellen Erfolg feiern. Im Viertelfinale des DFB-Pokals scheiterte man mit 1:4, wie im Vorjahr, wieder am FC Bayern München, wobei der Ausgleich der Bayern zum zwischenzeitlichen 1:1 erst in der 90. Minute gefallen ist.
Vor der Saison 25/26 verließen mit Sara Doorsoun, Stina Johannes, Sophia Kleinherne, und Tanja Pawollek wichtige Spielerinnen den Verein. In der Qualifikation in der Women's Champions League scheiterte man im Gesamtergebnis mit 1:5 an Real Madrid, durch den neuen UEFA Women’s Europa Cup konnte man jedoch weiterhin im europäischen Geschäft vertreten bleiben. Nach einem Sieg gegen die tschechische Mannschaft 1. FC Slovacko qualifizierten sich die Frankfurterinnen für diesen Wettbewerb. Nach Siegen gegen die PSV Eindhoven und den FC Nordsjælland erreichte man das Halbfinale des Europa Cup, wo man gegen BK Häcken ausschied. In der Frauen-Bundesliga erreichte man nach einer schwächeren Hinrunde erneut den dritten Tabellenplatz. Im DFB-Pokal war wie im Vorjahr wieder im Viertelfinale Schluss, diesmal gegen den VfL Wolfsburg.
Erste Mannschaft Kader der Saison 2026/27
Stand: 21. August 2026(Sortierung nach Alphabet)Kader 1. Mannschaft Tor Abwehr Mittelfeld Angriff 12 Lina Altenburg 21 Janne Krumme 1 Sophia Winkler 29 Dilara Açıkgöz 23 Sara Doorsoun 13 Amanda Ilestedt 27 Paulina Krumbiegel 11 Nina Lührßen 14 Marthine Østenstad 15 Jamilla Rankin 17 Pia-Sophie Wolter 26 Ainhoa Alguacil 8 Hanna Bennison 4 Noemi Ivelj 24 Vivienne Lia 6 Sofie Lundgaard 7 Erëleta Memeti 9 Jarne Teulings 28 Rebecka Blomqvist 10 Laura Freigang 47 Larissa Mühlhaus 16 Hayley Raso 22 Danique Tolhoek
Wechsel zur Saison 2026/27 Alphabetische Sortierung Zugänge Hanna Bennison (Real Madrid) Paulina Krumbiegel (Juventus Turin) Vivienne Lia (FC Arsenal) Sofie Lundgaard (FC Liverpool) Larissa Mühlhaus (Werder Bremen) Jamilla Rankin (TSG 1899 Hoffenheim) Danique Tolhoek (Ajax Amsterdam) Abgänge İlayda Açıkgöz (SC Freiburg) Nicole Anyomi (London City Lionesses) Remina Chiba (Juventus Turin) Lisanne Gräwe (1. FC Union Berlin) Eleni Markou (Galatasaray Istanbul) Géraldine Reuteler (FC Arsenal) Nadine Riesen (West Ham United) Pernille Sanvig (BK Häcken) Elisa Senß (Real Madrid) Jella Veit (1. FC Union Berlin)
Trainerhistorie Tamara Varga: 2004–2006 Klaus Krost: 2006–2010 Christof Reimann: 2010–2011 Michael Mahla: 2011–2012