HD Graphics wird von Intel als Überbegriff für eine Reihe der in die CPU integrierten Grafikprozessoren verwendet. Damit ist HD Graphics der Nachfolger der Intel GMA, die in Chipsätze integriert wurde. Während die Grafikeinheiten der Core-i-Serie durch verschiedene Modellnummern unterschieden wird, werden bei Pentium- und Celeron-Modellen nur „HD Graphics“ als Namen verwendet.
Modelle mini|CPU Core-i5-2500 mit eingebauter GPU HD 2000 Mit jeder Prozessorgeneration wird eine neue Grafikgeneration in den Prozessor integriert.
Westmere 1. Core-Generation mit 5. Grafikgeneration: Im Januar 2010, Clarkdale und Arrandale-Prozessoren mit Ironlake-Grafik wurden vorgestellt, und vermarktet als Celeron, Pentium, oder Core mit HD-Grafik: Name Shader-Einheiten GFLOPS@Taktfrequenz Bemerkungen HD Graphics 12 Shader-Einheiten 43,2 GFLOPS@900 MHz
Sandy Bridge 2. Core-Generation mit 6. Grafikgeneration: Im Januar 2011 wurden die Sandy-Bridge-Prozessoren vorgestellt mit der „2. Generation“ HD Graphics: Name Shader-Einheiten GFLOPS@Taktfrequenz Bemerkungen HD Graphics 6 Shader-Einheiten 96,0 GFLOPS@1000 MHz für Celeron- und Pentium HD Graphics 2000 6 Shader-Einheiten und zusätzlichen Funktionen 129,6 GFLOPS@1350 MHz ab Core i3 HD Graphics 3000 12 Shader-Einheiten und zusätzlichen Funktionen 259,2 GFLOPS@1350 MHz Mit Sandy Bridge integrierte Intel erstmals die GPU mit der CPU auf dem gleichen Halbleiter-Chip. Die GPU unterstützt DirectX 10.1 und kann ihre Taktrate je nach Auslastung dynamisch anpassen („Turbotakt“). Im Vollausbau wurde die integrierte GPU unter der Bezeichnung HD3000 verkauft und hatte dabei 12 Shader-Einheiten. Mit nur 6 aktiven Shader-Einheiten wurde die integrierte GPU als HD2000 bezeichnet. Zusätzlich variiert die Taktrate der integrierten GPU je nach Prozessormodell, womit sich die Leistung der GPU verändert, dies ändert jedoch die Bezeichnung der integrierten GPU nicht.
Wurden weitere Funktionen der integrierten GPU deaktiviert, so wurde die integrierte GPU nur noch als HD Graphics ohne jegliche Modellnummer deklariert, auf diese Weise abgespeckte GPU befindet sich in Pentium- und Celeron-Modellen. Zu den deaktivierten Funktionen zählen Intels Quick Sync, das für schnelles Encodieren von Videos mit bestimmten Codecs eingesetzt werden kann. Auch die Decodierfunktionen wurden eingeschränkt, so dass die Clear Video HD- und InTru-3D-Technologie nicht zur Verfügung stehen.
Ivy Bridge 3. Core-Generation mit 7. Grafikgeneration: Am 24. April 2012 wurde die Serie Ivy Bridge vorgestellt mit der „3. Generation“ von Intel HD Graphics: Name Shader-Einheiten GFLOPS@Taktfrequenz Bemerkungen HD Graphics 6 Shader-Einheiten für Celeron- und Pentium HD Graphics 2500 6 Shader-Einheiten und zusätzlichen Funktionen 110,4 GFLOPS@1150 MHz ab Core i3 HD Graphics 4000 16 Shader-Einheiten und zusätzlichen Funktionen 332,8 GFLOPS@1300 MHz
Mit Ivy-Bridge führte Intel erstmals eine integrierte GPU ein, die neben DirectX 11 auch OpenCL und mit den neusten Treibern auch OpenGL 4.0 intel.com; 10. Juli 2012, abgerufen am 14. Juli 2012. unterstützt. Im Vollausbau wird die integrierte GPU unter der Bezeichnung „HD4000“ verkauft und hat 16 Shader-Einheiten, die mit nur 6 aktiven Shader-Einheiten ausgestatteten Varianten tragen die Bezeichnung HD2500. In den leistungsstärksten Ivy-Bridge-CPUs, in denen die Taktrate der HD4000-GPU am höchsten ist, kann sie teilweise schneller sein als einige dedizierte mobile Grafikkarten, was aktuelle Benchmarks zeigen.Notebookcheck.com: Intel HD Graphics 4000; s. Nvidia GeForce GT 330M. Wie alle Intel (System on a Chip)-Varianten kann auch die Intel HD 4000 direkt mit dem Cache des Hauptprozessors kommunizieren.
Für einige Low-Power-Mobile-CPUs ist das Video-Dekodieren limitiert, während keine Desktop-CPU diese Limitierung hat.
Haswell mini|Intel Haswell i7-4771 CPU, mit integrierter HD Graphics 4600 (GT2) 4. Core-Generation mit 7½. Grafikgeneration: Am 12. September 2012 wurde die Haswell-Architektur mit 4 unterschiedlichen integrierten GPU-Modellen vorgestellt: Name Shader-Einheiten GFLOPS@Taktfrequenz Bemerkungen HD Graphics GT1, 10 Shader-Einheiten 184 GFLOPS@1150 MHz HD Graphics 4200, 4400, 4600, P4600, P4700 GT2, 20 Shader-Einheiten 432 GFLOPS@1350 MHz HD Graphics 5000 GT3, 40 Shader-Einheiten 704 GFLOPS@1100 MHz doppelte Performance der HD4xxx-GPUs, in CPUs mit einer TDP von 15 W Iris Graphics 5100 832 GFLOPS@1300 MHz entspricht der HD Graphics 5000 mit einem höheren Takt von 1300 statt 1100 MHz in CPUs mit einer TDP von 28 W Iris Pro Graphics 5200 GT3e, 40 Shader-Einheiten entspricht der HD Graphics 5000 mit zusätzlich 128 MB embedded DRAM (eDRAM) Cache Mit Einführung der Intel-Haswell-Mikroarchitektur wurde die Intel HD Graphics weiter überarbeitet. Sie unterstützt nun DirectX 11.1 und verfügt in der maximalen Ausbaustufe (Modelle „HD5000“ bis „Iris 6100“) über 40 Shader-Einheiten. Die mit dem Zusatz „Iris Pro“ bezeichneten GPUs verfügen zudem über einen eigenen Cache mit einer Größe von 128 MB, durch den sich die Performance nochmals deutlich erhöht und bei dem Modell Iris Pro 5200 nur noch rund 15 % hinter der Leistung mobiler Mittelklassegrafikchips wie der Geforce GT650M (in der Version mit DDR3-RAM) liegt.Notebookcheck.com: Intel Iris Pro Graphics 5200. Die kleineren Ausbaustufen mit 20 Shader-Einheiten tragen die Bezeichnungen „HD4200“, „HD4400“ sowie „HD4600“. Auch der interne Videodecoder (genannt Multi Format Codec Engine (MFX)) wurde kräftig überarbeitet, so dass er nun sogar drei parallele 4K-Videos dekodieren kann.
Broadwell 5. Core-Generation mit 8. Grafikgeneration: Im November 2013 wurden Broadwell-K-Desktop-Prozessoren vorgestellt mit Iris Pro Grafik. Weitere Einzelheiten siehe.
Die folgenden integrierten GPU-Modelle wurden vorgestellt für Broadwell Prozessoren: Name Shader-Einheiten GFLOPS@Taktfrequenz Bemerkungen HD Graphics GT1, 12 Shader-Einheiten 163,2 GFLOPS@850 MHz HD Graphics 5300 GT2, 24 Shader-Einheiten 345,6 GFLOPS@900 MHz HD Graphics 5500 364,8 GFLOPS@950 MHz HD Graphics 5600 403,2 GFLOPS@1050 MHz HD Graphics 6000 GT3, 48 Shader-Einheiten 768,0 GFLOPS@1000 MHz Iris Graphics 6100 844,8 GFLOPS@1100 MHz Iris Pro Graphics 6200 GT3e, 48 Shader-Einheiten 883,2 GFLOPS@1150 MHz bis zu 128 MB eDRAM
Die folgenden integrierten GPUs sind in Intel Xeon E3 v4 Prozessoren: Name Shader-Einheiten GFLOPS@Taktfrequenz Bemerkungen HD Graphics P5700 GT2, 24 Shader-Einheiten 384,0 GFLOPS@1000 MHz Iris Pro Graphics P6300 GT3e, 48 Shader-Einheiten 883,2 GFLOPS@1150 MHz 128 MB eDRAM
Airmont Airmont kombiniert Atom-Kerne mit einer Broadwell-Grafik (8. Generation). Die Bezeichnungen lauten HD Graphics, HD Graphics 400, und HD Graphics 405. Diese sind je CPU-Modell unterschiedlich getaktet.
Skylake 6. Core-Generation mit 9. Grafikgeneration: Die Skylake-Prozessor-Linie verabschiedet den VGA-Support, um Multimonitor-Setups mit bis zu 3 Monitoren via HDMI 1.4, DisplayPort 1.2 oder Embedded DisplayPort (eDP) 1.3 zu ermöglichen. Der Support für Windows 7 wurde von Microsoft bis auf das Jahr 2020 erweitert. Die folgenden integrierten GPUs sind für die Skylake-Prozessoren verfügbar:
Name Shader-Einheiten GFLOPS@Taktfrequenz Bemerkungen HD Graphics 510 GT1 mit 12 Shader-Einheiten bis zu 192 GFLOPS bei 1000 MHz HD Graphics 515 GT2 mit 24 Shader-Einheiten bis zu 384 GFLOPS bei 1000 MHz HD Graphics 520 bis zu 403,2 GFLOPS bei 1050 MHz HD Graphics 530 bis zu 441,6 GFLOPS bei 1150 MHz Iris Graphics 540 GT3e mit 48 Shader-Einheiten bis zu 806,4 GFLOPS bei 1050 MHz 64 MB eDRAM Iris Graphics 550 bis zu 844,8 GFLOPS bei 1100 MHz 64 MB eDRAM (entspricht der Iris Graphics 540 mit höherem Takt und TDP) Iris Pro Graphics 580 GT4e mit 72 Shader-Einheiten bis zu 1152 GFLOPS bei 1000 MHz 64 oder 128 MB eDRAM
Die folgenden integrierten GPUs sind in Intel Xeon E3 v5 Prozessoren:
Name Shader-Einheiten GFLOPS@Taktfrequenz Bemerkungen HD Graphics P530 GT2 mit 24 Shader-Einheiten bis zu 441,6 GFLOPS bei 1150 MHz Iris Pro Graphics P580 GT4e mit 72 Shader-Einheiten bis zu 1152 GFLOPS bei 1000 MHz 64 oder 128 MB eDRAM
Kaby-Lake 7. Core-Generation mit 9½. Grafikgeneration: Mit Kaby-Lake-CPUs lassen sich 4K-Videos in HEVC oder VP9 ohne nennenswerte CPU-Belastung abspielen. Das sorgt für leisere Lüfter und längere Laufzeiten beim Abspielen von Videos. Kaby-Lake-GPUs beherrschen zudem das Hardware-DRM PlayReady 3.0 SL3000, welches manche Anbieter wie Netflix für 4K-Streaming voraussetzen. Dazu kommt die Unterstützung von Thunderbolt 3.
Name Shader-Einheiten GFLOPS@Taktfrequenz Bemerkungen HD Graphics 610 GT1 mit 12 Shader-Einheiten bis zu 211,2 GFLOPS bei 1,10 GHz HD Graphics 615 GT2 mit 24 Shader-Einheiten bis zu 403,2 GFLOPS bei 1,05 GHz HD Graphics 620 bis zu 441,6 GFLOPS bei 1,15 GHz HD Graphics 630 bis zu 441,6 GFLOPS bei 1,15 GHz Iris Plus Graphics 640 GT3e mit 48 Shader-Einheiten bis zu 844, GFLOPS bei 1,10 GHz 64 MB eDRAM Iris Plus Graphics 650 bis zu 883,2 GFLOPS bei 1,15 GHz 64 MB eDRAM (entspricht der 640 mit erhöhtem Takt und höherer TDP)
Die folgenden integrierten GPUs sind in Intel Xeon E3 v6 Prozessoren: Name s Shader-Einheiten GFLOPS@Taktfrequenz Bemerkungen HD Graphics P630 GT2 mit 24 Shader-Einheiten
In Kaby Lake Refresh wurden im Vorgriff auf die nächste Generation für UHD-Geräte neue Fähigkeiten realisiert: HDMI 2.0/HDCP 2.2 support.
Markt Modell Klasse Execution units eDRAM (MB) Base clock (MHz) Boost clock (MHz) GFLOPS Verwendet in Consumer UHD Graphics 620 GT2 24 – 300 1100-1150 422,4-441,6 i5-8250U, i5-8350U, i7-8550U, i7-8650U
Coffee Lake Nach Kaby Lake kommen nach dem jetzigen Intel-Plan Coffee Lake in 14nm++. Die 8. Core Generation und 10. Grafikgeneration startet Herbst 2017 in den weiteren Chips für stärkere Notebooks und Desktops nach dem Kaby Lake Refresh in UHD-Notebooks.heise.de
Whiskey Lake / Amber Lake Wegen Problemen in den neuen Techniken zu 10 nm (2019 nun Zieldatum) wird nun eine weitere optimierte Generation mit 14 nm+++ eingeschoben. GT1, GT2 und GT3 sind dabei weiterhin im Programm.cgit.freedesktop.orgcgit.freedesktop.org
Comet Lake Eine weitere 14-nm-Generation.notebookcheck.com
Cannon Lake Nach Kaby Lake kamen Coffee Lake bereits Mitte 2017 in 14 nm++ und Cannon Lake als 10-nm-Shrink. Eine neue Architektur stand erst danach wieder auf Intels Roadmap: Ice Lake (10 nm). Cannon Lake wurde auf 2019 in der Massenproduktion verschoben. Es werden nur einige wenige Prozessoren mit ausreichender Ausbeute vermutlich im Herbst 2018 erscheinen.
Ice Lake Ende 2019 ist Icelake erschienen. Die Treiberentwicklung wird weiterhin aktiv fortgeführt.cgit.freedesktop.org
Tabelle Vulkan 1.0 wird ab Skylake unterstützt. Vulkan 1.1 wird ab Kaby Lake unterstützt. Seit Mitte 2017 steht auch OpenGL 4.5 mit Version 4729 oder höher zur Verfügung für HD500 und HD600. Der aktuelle Stand für Windows kann bei Intel nachgeschaut werden.intel.de OpenGL 4.6 wurde mit Mesa 19.3 komplettiert. Es fehlte vorher noch SPIR-V. Vulkan 1.1 steht ab Mesa 18.1 schon zur Verfügung. Mit Mesa 20.0 wird durch einen neuen Gallium3D-basierten Treiber für Intel-Grafik ab Generation 8 (Broadwell und neuer) OpenGL beschleunigt und Vulkan 1.2 ermöglicht, für die Generationen bis Haswell bleibt der bisherige Treiber i965. Intel Architektur Pentium Modell Celeron Modell Grafik Gene-