Die Saison 2012/13 der Österreichischen Eishockeyliga begann am 6. September 2012 und endete am 5. April 2013. Titelverteidiger war der EHC Linz, der jedoch bereits im Halbfinale ausschied. Neuer Meister wurde zum dreißigsten Mal in der Vereinsgeschichte der EC KAC, der im Finale in einem Sweep die Vienna Capitals besiegte.

Teilnehmende Mannschaften

Bereits kurz nach Ende der vorangegangenen Meisterschaft erwog der HC Innsbruck, der bereits bis zur Saison 2008/09 in der höchsten Spielklasse aktiv war, sich nach dem Sieg in der Nationalliga um den Wiederaufstieg zu bewerben. Der ÖEHV hatte zuvor den Antrag der Innsbrucker, in die italienische Serie A1 zu wechseln, abgelehnt, die dank niedrigerer Budgets leichter zu finanzieren gewesen wäre.Innsbruck darf nicht nach Italien wechseln, Bericht auf www.hockeyfans.at vom 6. März 2012 Der HCI veröffentlichte hierzu einen offenen BriefOffener Brief des HC Innsbruck auf www.hockeyfans.at vom 1. Februar 2012, der ÖEHV argumentierte jedoch mit der Tatsache, dass es in Österreich ohnehin zu wenige Eishockeyclubs gäbe, die den Sport auf professioneller Ebene finanzieren konnten. Infolgedessen entschied sich der Vorstand des HC Innsbruck im Mai, den Antrag für den Wiederaufstieg in die EBEL zu stellen. Diesem wurde bei der Ligasitzung in Klagenfurt entsprochen.Innsbruck plant mit 15 Österreichern und 2 Millionen Budget, Bericht auf www.hockeyfans.at vom 23. Mai 2012

Neben den Tirolern entschloss sich auch der Vorarlberger Club Dornbirner EC, den Aufstieg in die höchste Spielklasse zu wagen. Damit nahmen erstmals seit über zehn Jahren wieder acht österreichische Clubs an der höchsten Spielklasse des Landes teil.Dornbirn und Innsbruck machen 12er-Liga komplett, Bericht auf www.hockeyfans.at vom 23. Mai 2012

Anfang April wurde außerdem bekannt, dass der Deutsche Zweitligist Landshut Cannibals einen Einstieg in Erwägung zog. Die Deutschen hatten ebenso die Option, um zwei Millionen Euro die DEL-Lizenz der Hannover Scorpions zu erwerben, was dem Club jedoch Berichten zufolge zu teuer war.Wollen die Landshut Cannibals in die EBEL?, Bericht auf www.hockeyfans.at vom 5. April 2012 Das Vorhaben der Cannibals rief Erinnerungen an das Vorgehen des EHC München hervor, der zwei Jahre zuvor den möglichen EBEL-Einstieg als Druckmittel gegen die DEL anwandte, und das Vorhaben verlief letzten Endes im Sande.

Auch der slowakische Club ŠHK 37 Piešťany hatte mit einer Teilnahme an der EBEL spekuliert und bereits einen Antrag auf Aufnahme gestellt, der slowakische Verband verweigerte dem Vorhaben jedoch die Zustimmung.

HK Jesenice Die Situation beim HK Jesenice war bereits in der Vorsaison kritisch geworden. Mehrmals verließen Spieler den verschuldeten Club, der die Spielzeit mit einem Rumpfkader beenden musste und dabei den letzten Platz belegte. Zwischenzeitlich war eine Spendenaktion der Fans ins Leben gerufen worden, die jedoch kaum half. Daher sah bereits zum Ende des Grunddurchgangs der Saison 2011/12 alles nach einem Ausstieg der Slowenen aus. Dies bewahrheitete sich im Mai; bei der Ligasitzung zum Ablauf der neuen Saison einigte man sich darauf, dass die Slowenen eine mehrjährige Pause einlegen sollten, um sich finanziell zu konsolidieren.Es ist fix - Dornbirn steigt in die EBEL auf, Jesenice ist raus, Bericht auf www.hockeyfans.at vom 23. Mai 2012

Das konnte der Verein jedoch auch finanziell nicht stemmen und gab am 31. August 2012 seine Auflösung bekannt.HK Jesenice löst sich auf

Teams der Saison 2012/13 (gereiht nach Vorjahrsplatzierung)

Mannschaft Vorjahresplatzierung Trainer EHC Liwest Linz Meister Rob Daum EC KAC Vizemeister Christian Weber (bis Dezember 2012) Christer Olsson KHL Medveščak Zagreb Halbfinal-Out Marty Raymond HDD Olimpija Ljubljana Halbfinal-Out Heikki Mälkiä (bis November 2012) Bojan Zajc EC Red Bull Salzburg Viertelfinal-Out Pierre Pagé Alba Volán Székesfehérvár Viertelfinal-Out Kevin Primeau (bis November 2012) Jan Neliba Vienna Capitals Viertelfinal-Out Tommy Samuelsson Orli Znojmo Viertelfinal-Out Martin Stloukal EC VSV 9. Hannu Järvenpää, Bericht auf www.eishockey.at vom 5. April 2012 EC Graz 99ers 10. Mario Richer Dornbirner EC neu in der Liga Dave MacQueen, Bericht auf www.eishockey.at vom 18. Juni 2012 HC Innsbruck neu in der Liga Danny Naud

Farmteams Nachdem die österreichischen EBEL-Clubs in den letzten beiden Jahren Farmteams in der Oberliga bzw. Nationalliga betrieben hatten und die Ergebnisse eher durchwachsen ausgefallen waren, gab es bereits zum Jahreswechsel 2012 Planungen, eine EBEL-interne Nachwuchsliga ins Leben zu rufen, wobei für alle EBEL-Clubs, ungeachtet ihrer Nationalität, die Teilnahme verpflichtend sein sollte.Das Tauziehen um die Junior-EBEL, Bericht auf www.hockeyfans.at vom 6. April 2012 Aus diesem Vorhaben wurde die Erste Bank Young Stars League, die schließlich parallel zur EBEL-Saison 2012/13 mit vierzehn Teams ihren Spielbetrieb aufnahm.

Nachwuchsliga

Die folgende supranationalen Nachwuchsliga wird seit dieser Saison von der Erste Bank Eishockey Liga organisiert: Liga Meister Teilnehmer U20 Erste Bank Young Stars League SAPA Fehérvár AV19 14

Modus und Reglement Der Modus blieb im Vergleich zum Vorjahr praktisch unverändert. Im Grunddurchgang wird eine doppelte Hin- und Rückrunde gespielt, was 44 Spiele je Mannschaft ergibt. Es folgen eine Platzierungsrunde für die Teams auf den Plätzen eins bis sechs und eine Qualifikationsrunde für die restlichen sechs Teams um die beiden letzten Playoff-Plätze.

Die Post-Season wird anschließend mit Viertelfinale, Halbfinale und Finale ausgetragen, wobei in der ersten Runde die drei bestplatzierten Teams ihre Gegner aus dem unteren Tableau wählen können.

Transfers EC Red Bull Salzburg Die Mannschaft der Salzburger wurde in der Off-Season einer Runderneuerung unterzogen, der zahlreiche ehemalige Leistungsträger weichen mussten. Mit Ryan Glenn wurde ein neuer Verteidiger verpflichtet. Ebenso kehrte Ryan Duncan nach einem Jahr bei den Portland Pirates an die Salzach zurück. Von den Ligakonkurrenten Zagreb (Ryan Kinasewich) und Linz (Justin Keller) wurden zwei Top-Stürmer der Liga verpflichtet. Darüber hinaus wurden mehrere Spieler im Zuge des Lockouts verpflichtet (s. unten). Vienna Capitals Mit Fabian Weinhandl wurde der ehemalige Torhüter der Graz 99ers verpflichtet. Zudem konnte man Verteidiger Adrian Veideman für sich gewinnen, der im Vorjahr mit dem EHC Linz Meister geworden war. Jamie Fraser kam aus Ljubljana, Zdenek Blatny wurde ebenfalls von den 99ers übernommen. Als Ergänzung zu Weinhandl wurde Matthew Zaba vom italienischen Erstligisten HC Bozen nach Wien geholt. EC VSV Der wichtigste Wechsel beim VSV erfolgte auf der Trainerposition, wo der Finne Hannu Järvenpää vom Ligakonkurrenten Olimpija Ljubljana geholt wurde. Auf der Torhüterposition konnte Bernhard Starkbaum zunächst mit einer Ausstiegsklausel für das Ausland gehalten werden, kurze Zeit später jedoch machte er von dieser Gebrauch und verließ den Club für ein Engagement bei MODO Hockey in Schweden. Sein Backup Marco Wieser kehrte nach Übersee zurück und wurde durch Thomas Höneckl aus Salzburg ersetzt. Auch ein Großteil der Transferkartenspieler wurde ersetzt, wobei Coach Järvenpää hier im Wesentlichen auf Spieler aus Ljubljana zurückgriff. Antti Pusa kam vom HK Jesenice an die Drau. 30px|Logo des EC KAC EC KAC Beim EC KAC beendete Urgestein Christoph Brandner seine Karriere. Stürmer Dieter Kalt verließ den Club drei Jahre nach seiner Heimkehr ebenso wieder. Die letztjährigen Neuzugänge Joey Tenute und Andrei Sjusin beendeten ihr Gastspiel, stattdessen wurden mit Jamie Lundmark und Patrick Harand zwei neue Stürmer verpflichtet. Der Vertrag mit Trainer Christian Weber, der das Amt im Lauf der Vorsaison von Manny Viveiros übernommen hatte, wurde um drei Jahre verlängert. Im Saisonverlauf wurde neben einigen Lockout-Spielern (s. unten) auch Verteidiger Florian Iberer und Tomislav Zanoški, letzterer vom Ligakonkurrenten Zagreb, verpflichtet. 30px|Logo des EHC Linz EHC Linz Der Meisterkader der Linzer blieb im Wesentlichen unverändert. Die Verteidiger Adrian Veideman (zu den Vienna Capitals) und Jan-Axel Alavaara (Karriereende) wurden durch Marc-André Dorion und Andrew Hedlund ersetzt, Stürmer Justin Keller (zu den Red Bulls Salzburg) durch Brett Engelhardt. Zusätzlich konnten die jungen Spieler Bernhard Fechtig (von EC Dornbirn) und Kevin Macierzynski (von VEU Feldkirch) verpflichtet werden. 30px|Logo des HDD Olimpija Ljubljana HDD Olimpija Ljubljana Bei den Laibachern folgte nach der Vorsaison ein Aderlass. Liga-Topscorer John Hughes verließ den Club ebenso wie Torhüter Jean-Philippe Lamoureux. Scott Hotham, Brad Cole und Justin Taylor folgten Coach Hannu Järvenpää zum EC VSV. Als Ersatz wurden vom neuen Coach Heikki Mälkiä, der vom Lokalrivalen HK Jesenice gekommen war, mit Chris D’Alvise, Simon Ferguson, Scott Freeman, Alexandre Imbeault, Michael Ratchuk und Andrew Thomas mehrere junge Spieler aus Übersee unter Vertrag genommen. KHL Medveščak Zagreb Die Kroaten ließen mit Greg Day einen ihrer besten Stürmer ziehen und ersetzten diesen durch Alex Leavitt, der im Jahr zuvor für den finnischen Club Hämeenlinnan Pallokerho aufgelaufen war. Dazu wurde Nathan Perkovich von den Albany Devils nach Kroatien geholt. Damit sollte auch der Abgang von Ryan Kinasewich kompensiert werden, der nach Salzburg wechselte. Das erfolgreiche Torhüterduo aus Robert Kristan und Michael Ouzas konnte gehalten werden. 40px|Logo der Graz 99ers EC Graz 99ers Die Graz 99ers verlängerten den Vertrag von Torhüter Frédéric Cloutier und ließen Fabian Weinhandl ziehen, der zu den Capitals wechselte, von denen wiederum Sebastian Stefaniszin als Backup und Verteidiger Martin Oraže verpflichtet wurden. Mit Greg Day wurde ein Stürmer zurückgeholt, der nach mehreren Jahren in Graz zwischenzeitlich zwei Jahre lang für Zagreb aufgelaufen war. Dazu kam mit Andy Delmore ein weiterer ehemaliger Zagreber. Nach mehreren Jahren in Deutschland kehrte auch Bob Wren nach Österreich zurück, der einst mit Mike Craig bei den Wienern ein erfolgreiches Stürmerduo gebildet hatte. Mit Olivier Labelle vom ECHL-Club Reading Royals wurden die Sturmreihen zusätzlich verstärkt. 30px|Logo von Alba Volán Székesfehérvár Alba Volán Székesfehérvár Nur wenige Veränderungen gab es im Kader des einzigen ungarischen EBEL-Clubs, wo Stürmer István Sofron von vielen ausländischen Clubs umworben wurde, letztlich jedoch seinen Vertrag erfüllte. Derek Ryan wechselte nach der erfolgreichen Vorsaison zum VSV. Als Ausgleich wurde Frank Banham aus Ljubljana geholt. Ebenfalls neu hinzu kamen mit Kyle Bailey und Tyler Metcalfe zwei weitere Stürmer. Dornbirner EC Die Vorarlberger bauten ihren Kader aufgrund des Aufstiegs von Grund auf neu auf. Zu einem Stamm junger Spieler gesellte sich Patrick DesRochers als Torhüter neben Hannes Enzenhofer, der damit in die erste Liga zurückkehrte. Dazu kamen mit Scott Aarsen, Jonathan D’Aversa, Olivier Magnan, Luciano Aquino, Michael Henrich, Andrew Kozek, Clark MacLean, Logan MacMillan und Dale Mitchell eine Anzahl größtenteils junger Legionäre. Danny Bois (vormals Salzburg) und John Hecimovic (Zagreb) brachten bereits EBEL-Erfahrung mit. Orli Znojmo Die Znaimer ließen den im Verlauf der Vorsaison verpflichteten Stürmer Mike Danton ziehen. Neu hinzu kam mit Burke Henry ein EBEL-erfahrener Verteidiger. Dazu stießen mit Kyle Wharton, Kim Strömberg und Ondřej Fiala weitere neue Spieler. HC Innsbruck Beim HC Innsbruck wurden die Verträge einiger junger Spieler aus dem Nationalliga-Team verlängert. Auf der Torhüter-Position konnte man mit Patrick Machreich und dem italienischen Nationaltorwart Thomas Tragust ein ausgeglichenes Gespann verpflichten. Mit Craig Switzer, Francis Lemieux, Bryan McGregor, Mike Bartlett, Antonin Manavian und dem Liga-Veteranen Aaron Fox kamen neue Legionäre ins Team. Außerdem konnte Jon Insana von den Capitals verpflichtet werden.

Transfers im Zuge des NHL-Lockouts