Citybasket Recklinghausen ist ein Basketballverein aus Recklinghausen. Spielorte sind die Vestische Arena Alfons Schütt, die über rund 800 Zuschauerplätze verfügt (ohne zeitweilige, behelfsmäßige Sitzplätze auf der Sportfläche),Vestische Arena Alfons Schütt, abgerufen am 5. September 2018. sowie die Sporthalle des Kuniberg Kollegs in Recklinghausen, die rund 600 Plätze aufweist.
Geschichte Im Herbst 1976 trat eine private Basketballgruppe als Abteilung dem TV 1863 Recklinghausen bei. Damit wurde erstmals organisiert Basketball in Recklinghausen betrieben.
An der Spitze der Basketballer stand Werner Geske, ein ehemaliger Basketballnationalspieler. Der Beginn des Trainingsbetriebes erfolgte in Recklinghausen-Süd, im Theodor-Heuss-Gymnasium. Im September 1982, mit der Eröffnung der neuen Sporthalle am Gymnasium Petrinum, verfügte die Basketballabteilung über eine eigene Sporthalle. Der Start als Basketballabteilung im TV 1863 erfolgte mit vier Gruppen, davon eine Damengruppe.
In der Saison 1977/78 begann der Meisterschaftsbetrieb mit einer Damen- und einer Herrenmannschaft. Im Dezember 1977 hatte die Abteilung bereits 85 Mitglieder.
Unter Werner Geskes Regie wuchs die Abteilung und es wurden neue Mannschaften gebildet. In der Saison 1978/79 nahmen bereits fünf Mannschaft, davon zwei im Jugendbereich, am Spielbetrieb teil. Im Jahr 1979 waren es acht Mannschaften, die Herren steigen in die 1. Kreisliga auf. 1980 verzeichnete die Basketballabteilung bereits 110 Mitglieder. Als Dietmar Tottmann die Abteilungsleitung übernahm, hatte diese eine Größenordnung erreicht, die eine Verselbständigung erforderte. 1994 trennte sich die Basketballabteilung vom TSV 1863 Recklinghausen und gründete mit Citybasket Recklinghausen einen eigenen Verein.
In seiner ersten Spielzeit in der 2. Bundesliga Pro B (2013) wurde Citybasket Recklinghausen für seine Nachwuchsförderung als Gesamtverein ausgezeichnet. Die Auszeichnung, die auf einer Bewertung durch ein Gremium aller Herren‑Bundesligen (Bundesliga, Pro A und Pro B) beruht, honoriert unter anderem die Einsatzzeiten von Nachwuchsspielern in der Pro B, die qualifizierte Lizenzierung der Vereinstrainer, die Zahl der Schul‑AGs sowie die Breite der Jugendmannschaften und Kaderspieler. Damit fand Citybasket nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga Pro B erstmals Eingang in die bundesweite Rangliste der Nachwuchsförderung und setzte sich in einem Vergleich mit 24 Zweitliga‑Vereinen durch, darunter frühere Erstligisten wie Leverkusen, Nördlingen oder Rhöndorf.
Citybasket fungiert als Landesleistungsstützpunkt des WBV, ist Mitinitiator des Förderprojekts Metropol Baskets Ruhr und stellt regelmäßig Mannschaften in den Jugend‑Bundesligen NBBL und JBBL. Auch im Damen- und Erwachsenenbereich erreichte der Verein überregionale Aufmerksamkeit: Die erste Damenmannschaft stieg 1999 in die Basketball-Bundesliga auf und spielte später wieder in der 2. Bundesliga, während die Ü35-Herren 2024 den Titel des Westdeutschen Meisters holten und bei der Deutschen Meisterschaft den dritten Platz belegten. Zudem war Citybasket in den vergangenen Jahren durch Kooperationen, Turniere und Erfolge im Nachwuchsbereich – darunter deutsche Meistertitel im weiblichen U16-Bereich sowie nationale Medaillen im 3x3-Basketball – regelmäßig Gegenstand regionaler und überregionaler Berichterstattung.
Die Mitgliederentwicklung des Vereins stellt sich wie folgt dar: Zum Stichtag 31. Dezember 2022 zählte Citybasket Recklinghausen 442 Mitglieder und belegte den 32. Platz in der Liste der 100 Vereine des Deutschen Basketball Bundes mit den meisten Teilnehmerausweisen. Zum 31. Dezember 2023 stieg die Zahl auf 472 Mitglieder (309 männlich, 163 weiblich), womit der Verein 35. Rang einnahm. Am 31. Dezember 2024 wurden 457 Mitglieder verzeichnet, was den 51. Platz bedeutete. Zum Stichtag 31. Dezember 2025 verfügte der Verein über 433 Mitglieder (266 männlich, 167 weiblich) und lag damit in der Liste der DBB-Mitgliedsvereine mit den meisten Teilnehmerausweisen auf dem 66. Rang.
Herren 2010 stieg die erste Herrenmannschaft von der 2. in die 1. Regionalliga West aufhttp://www.lokalkompass.de/recklinghausen/sport/abenteuer-regionalliga-d7772.html und wurde 2011/2012 Meister der 1. Regionalliga West sowie darüber hinaus Pokalsieger im WBV, sodass die Mannschaft ab der Saison 2012/13 in der ProB antrat. Die Mannschaft erreichte 2013, 2014 und 2016 die ProB-Playoffs, kam aber jeweils nicht über die erste Runde hinaus. 2017 stieg Recklinghausen als Tabellenletzter in die 1. Regionalliga ab. Zur Saison 2017/18 übernahm Johannes Hülsmann das Traineramt, das zuvor Maik Berger bekleidet hatte. Hülsmann ging 2021 als Assistenztrainer zum Zweitligisten Phoenix Hagen, neuer Recklinghäuser Trainer wurde der langjährige Profispieler Konrad Tota. Die Zusammenarbeit dauerte es bis zum Jahresende 2021, dann kam Robin Singh als neuer Trainer. Zur Saison 2022/23 wurde Dhnesch Kubendrarajah das Traineramt übertragen.
Nachdem in der Saison 2023/24 der Klassenverbleib in der 1. Regionalliga zeitweise in Gefahr gewesen war, nahm der Verein im Sommer einen Trainerwechsel vor: Majdi Shaladi wurde eingestellt. Der Vereinsvorstand gab das Ziel aus, mit der Mannschaft bis 2030 in die 2. Bundesliga ProB zurückzukehren. Anfang Dezember 2024 musste Shaladi gehen, da man unter seiner Leitung zwölf der 13 vorangegangenen Saisonspiele in der 1. Regionalliga verloren hatte. Bill Paterno sprang übergangsweise als Trainer ein, zu Jahresbeginn 2025 übernahm Robin Pflüger (zuvor Trainer der zweiten Herrenmannschaft) das Amt. Noch während der Saison 2024/25 wurde Cedric Hüsken als Recklinghäuser Trainer ab der nachfolgenden Spielzeit verkündet, um den Neuaufbau in der 2. Regionalliga zu leiten.
2025 wurde im Aufgebot ein großer personeller Umbruch vollzogen. Die erfahrenen Christoph Bruns, Stefan Fürst und Phillipp Spettmann kehrten zurück, auch der US-Amerikaner Lavon Hightower wurde verpflichtet. Während der Saison 2025/26 wurde der Kader im Januar 2026 mit einem zweiten US-Amerikaner (Francis Sio) sowie dem erfahrenen Innenspieler Kai Hänig verstärkt. Der Saisonverlauf gestaltete sich erfolgreich: Die Mannschaft schloss die Spielzeit in der 2. Regionalliga mit einer Bilanz von 21 Siegen bei nur einer Niederlage ab. Im WBV-Pokal erreichte die Mannschaft das Achtelfinale, in dem es mit 76:77 gegen die BG TVO / TV Jahn ausschied. Am Ende der Saison gewann die Mannschaft die Meisterschaft in der 2. Regionalliga West und sicherte sich damit den Wiederaufstieg in die 1. Regionalliga. Im Durchschnitt erzielten die Recklinghäuser während der Saison 2025/26 92,7 Punkte pro Spiel und ließen 66,4 Punkte je Begegnung zu, stellten damit sowohl den besten Angriff als auch die beste Abwehr der Liga. Zum wertvollsten Spieler der Saison wurde Recklinghausens US-Amerikaner Lavon Hightower gewählt. Nach dem Saisonende wurden die 2025 reaktivierten Christoph Bruns, Stefan Fürst und Philipp Spettmann sowie das Eigengewächs Felix Gröne aus der ersten Mannschaft verabschiedet.
Trainer der Herrenmannschaft Amtszeit Trainer 2004–11/2008 Martin Karbe 11/2008–2012 Georg Kleine 2012–01/2013 Bill Paterno 01/2013–04/2013 Georg Kleine 2013–03/2015 Thomas Roijakkers 03/2015–04/2015 Georg Kleine 2015–2016 Florian Gut 2016–2017 Maik Berger 2017–2021 Johannes Hülsmann 2021–12/2021 Konrad Tota 01/2022–06/2022 Robin Singh 07/2022–06/2024 Dhnesch Kubendrarajah 06/2024–12/2024 Majdi Shaladi 12/2024 Bill Paterno 01/2025 – 02/2025 Robin Pflügerseit 03/2025 Cedric Hüsken
Damen Die erste Damenmannschaft spielte in der Saison 2016/17 in der Regionalliga. Sie erreichte den zweiten Tabellenplatz und stieg in die 2. Bundesliga der Damen auf. Diese Saison beendete Citybasket sportlich auf dem letzten Platz. Wegen einiger Verschiebungen wäre ein Verbleib in der 2. Bundesliga möglich gewesen. Man entschied sich aufgrund der Kosten jedoch dagegen.
Die Saison 2025/26 wurde in der 1. Regionalliga auf dem achten Platz beendet. Die Mannschaft hatte unter Trainer Dhnesch Kubendrarajah 18 Punkte mit neun Siegen und 13 Niederlagen erreicht.
Jugend In allen Jugendbundesligen treten die Recklinghäuser alleine oder in Startgemeinschaften als Metropol Baskets an.
Erfolge Der Verein spielte bereits unter anderen in folgenden Ligen: 1. Herren 2. Bundesliga ProB Nord 2. Herren 2. Regionalliga 1. Damen 1. Bundesliga U19 männlich NBBL (Bundesliga) U16 männlich JBBL (Bundesliga) U17 weiblich WNBL (Bundesliga) weitere Nachwuchsmannschaft u. a. in der NRW-Liga und Regionalliga
Titelgewinne Sieger im WBV Pokal der Herren 2011/12 Aufstieg in die Bundesliga der Damen 1999 Qualifikation der 1. Herren für die Bundesliga ProB Meisterschaft der 1. Regionalliga West 2011/12 Deutscher Meister weibliche U20 2000/01 Regionalliga-Meister U20 2007/08 Meisterschaft der Oberliga-Herren 2018 Meisterschaft der Oberliga-Damen 2018 Westdeutscher Meister in der Altersklasse Ü35 2024, damit verbunden die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft – 3. Platz bei der Deutschen Meisterschaft 2024 Westdeutscher Meister in der Altersklasse Ü35 2026, damit verbunden die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft Deutscher Meister weibliche U16 2021/22, 2023/23 Meisterschaft der 2. Regionalliga West (Herren) 2025/26
Bedeutende Spieler Nationalspieler des Citybasket Recklinghausen Natalie Gohrke (letzter Verein Marburg) Dorothea Richter (letzter Verein Wasserburg) Clara Bielefeld (jetziger Verein Texas Christian University/USA) Wichtige Spieler der Herrenmannschaft Robert Franklin: Der US-Amerikaner spielte von 2008 bis 2014 sowie in der zweiten Hälfte der Saison 2015/16 für Citybasket und war auf dem Spielfeld einer der Hauptverantwortlichen, dass dem Verein Aufstiege in die 1. Regionalliga und in die 2. Bundesliga ProB gelangen. Franklin wurde von eurobasket.com zweimal (2011, 2012) zum Spieler des Jahres der 1. Regionalliga West gekürt. Mirko Bregulla: Er spielte zwischen 2009 und 2017 für Recklinghausen und machte den Weg von der 2. Regionalliga in die ProB mit. Langjähriger Leistungsträger und Kapitän der 1. Herren. Christoph Bruns: Ab 2010 Leistungsträger der Mannschaft; stieg 2012 mit Recklinghausen in die ProB auf. In der Saison 2025/26 wieder fester Bestandteil der Mannschaft. Sicherte als Kapitän der Mannschaft in der Saison 2025/26 die Meisterschaft in der 2. Regionalliga und somit den Wiederaufstieg. Zog sich am Ende der Saison 2025/26 aus der Mannschaft zurück. Stefan Fürst: Ab 2011 im Verein sowie Leistungsträger beim Titelgewinn in der 1. Regionalliga West und WBV-Pokalsieger in der Saison 2011/12. Rückkehr in die Mannschaft zur Saison 2025/26. Nach dem letzten Saisonspiel 2025/26, in dem er 19 Punkte sowie fünf Dreipunktwürfe erzielte, verließ er die Mannschaft im Alter von 44 Jahren. Auswahlspieler Annika Küper (Jahrgang 1997) Leonie Schiermeyer (Jahrgang 1997) Oliver Pahnke (Jahrgang 1998) Seraphina Asuamah-Kofoh (Jahrgang 1999) Valentin Bredeck (Jahrgang 2001) Sophia Müller (Jahrgang 2006) Clara Bielefeld (Jahrgang 2007) Lucie Keune (Jahrgang 2007) Stella Reinike (Jahrgang 2009) Sophia Covelli (Jahrgang 2011)
Kader der 1. Herren Citybasket Recklinghausen in der Saison 2025/26: