Julia Galemire (* 1. Januar 1923 im Barrio Sur, Montevideo, Uruguay) ist eine uruguayische Schriftstellerin.

Galemire studierte an der geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universidad de la República bei Roberto Ibáñez und Eugenio Petit Muñoz.

Galemire veröffentlichte mehrere eigene Poesiewerke. Sie war zudem mit ihren Texten auch Gegenstand diverser Anthologien und gehörte 1999 zu den ausgewählten Schriftstellern, die im von der Unión de Escritores de América (UNEDA) mit Unterstützung der UNESCO veröffentlichten Buch Letras de Paz vertreten waren. Auch wurden einige ihrer Gedichte vertont, darunter Fue la niña und La luna de los magos, die Antonio Cerviño bzw. Ethel Afamado musikalisch umsetzten. Carla Fullana nahm sich der Werke Galemires in diesem Zusammenhang ebenfalls an und gab dem Triptychon Obsesiones und dem Gedicht Sabiduría einen musikalischen Rahmen.

1994 gründete Galemire die kulturelle Gruppe La Tertulia. Die gleichnamige Radiosendung leitete und koordinierte sie seit 1996 sechs Jahre lang auf CX 38 SODRE. Beim ebenfalls La Tertulia genannten geisteswissenschaftlichen Magazin ist sie seit 2004 für die Jahresausgabe in leitender Funktion zuständig. Für die Zeitschrift La Onda war sie überdies in deren Internetausgabe La Onda Digital als Kulturkolumnistin tätig und in diesem Zusammenhang mit Buchrezensionen befasst. Seit 2008 hat die Schriftstellerin zudem die Aufgabe der literarischen Koordinatorin des Kulturprojekts Sur Montevideo inne. Seit 2011 trägt sie zudem die Bezeichnung als Präsidentin des Kulturprojekts Sur Uruguay.

In den Jahren 1997 und 2002 wurde Galemire mit einer Erwähnung des Uruguayischen Bildungs- und Kulturministeriums (MEC) in der Sparte „veröffentlichte Poesie“ bedacht. Dasselbe Ministerium ehrte sie zudem ebenso wie auch die Intendencia Municipal von Montevideo anlässlich des 15-jährigen Bestehens der Gruppe La Tertulia. auf portaluruguaycultural.gub.uy (spanisch), abgerufen am 24. Mai 2012CV (spanisch), abgerufen am 24. Mai 2012 (PDF; 199 kB)

Veröffentlichungen Eigene Poesiewerke 1989: Fabular de la piedra, Editorial Proyección 1991: La escritura o el sueño, Editorial Signos 1994: Al sur del aire, Editorial Graffiti 1996: 17 poetas uruguayos de hoy, Sammeledition, Editorial Proyección 1997: Fabular de la niebla, Biachi Editores 1999: Diez años, Editorial Proyección 2001: La mujer y el ángel, Ediciones La Gotera 2005: Diario Poético 2009: Fabulares, Ático Ediciones

Galemires Werke in Anthologien 1990: Desde el Taller 1997: Polifonía 1997: Letras uruguayas 1998: Ave Eva 2002: Ecos literarios

Auszeichnungen 1997: Erwähnung seitens des Uruguayischen Bildungs- und Kulturministeriums in der Sparte "veröffentlichte Poesie" für Fabular de la niebla 2002: Erwähnung seitens des Uruguayischen Bildungs- und Kulturministeriums in der Sparte "veröffentlichte Poesie" für La mujer y el ángel

Literatur Nuevo Diccionario de la Cultura Uruguaya von Miguel Ángel Campodónico, Librería Linardi y Risso, 2003, S. 137

Einzelnachweise

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