Der Film- und Videoeditor ist in Deutschland seit 1996 ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf nach Berufsbildungsgesetz. (außer Kraft), seit 1. August 2020 gilt die vom 28. Februar 2020

Ausbildungsdauer und Struktur Die Ausbildungsdauer zum Film- und Videoeditor beträgt in der Regel drei Jahre. Die Ausbildung erfolgt an den Lernorten Betrieb und BerufsschuleSchulischer Rahmenlehrplan zum Film- und Videoeditor auf kmk.org, (PDF, 668 kB), abgerufen am 23. Mai 2012. Es handelt sich um einen Monoberuf ohne Binnendifferenzierungen.

Arbeitsgebiete Film- und Videoeditoren finden ihren Arbeitsplatz in öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, Privatsendern oder Unternehmen, die Produktions- und Nachbearbeitung von Filmmaterial anbieten. Dort bereiten sie Bild- und Tonmontagen vor, führen sie nach gestalterischen und dramaturgischen Gesichtspunkten aus und fertigen Bildeffekte an. Grundlage der Arbeit sind Drehbücher, Exposés, Storyboards und Treatments. Sie bedienen Mischpulte zum Bildschnitt, synchronisieren Sprache, Geräusche und Musik in Film- und Tondokumenten und bearbeiten Tonmischungen. Weiterhin prüfen und archivieren sie Bild- und Tonmaterial. Ihre Arbeit führen sie dabei in enger Abstimmung mit Regie und Produktion aus. Die Tätigkeit ist von hoher Termintreue geprägt.

Entwicklung Die Vertragszahlen in diesem Ausbildungsberuf sind rückläufig. Wurden 2008 noch 48 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen, so waren es 2009 nur noch 36 Verträge und 2010 lediglich 33 Ausbildungsverträge. Seit August 2020 wurde der Ausbildungsberuf mit dem Mediengestalter Bild und Ton zusammengeführt.

Berufsschule Zurzeit existieren in Deutschland drei länderübergreifende Berufsschulen: Staatliche Berufsschule III in Fürth für Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz, Oberstufenzentrum Kommunikations-, Informations- und Medientechnik (KIM) in Berlin für Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie die Berufliche Schule Farmsen in Hamburg.kmk.org:

Einzelnachweise

Literatur SRT (Hrsg.): Ausbildungshandbuch audiovisuelle Medienberufe 4. Auflage 2002. Hüthig, ISBN 978-3-7785-2853-2. BiBB (Hrsg.): Ausbildungsberufe für audiovisuelle (AV) Medien: Film- und Videoeditor/-in, Mediengestalter/-in Bild und Ton September 1998, Berlin

Weblinks

Ausbildungsprofil des Film- und Videoeditors auf bibb.de, abgerufen am 23. Mai 2012.

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