mini|Schloss Herbersdorf, Portal mini|hochkant|Pfarrkirche Allerheiligen mini|hochkant|Pfarrkirche Allerheiligen, Innenansicht mini|hochkant|Kapelle in Großfeiting Allerheiligen bei Wildon ist eine österreichische Gemeinde im Norden des Gerichtsbezirks bzw. des politischen Bezirkes Leibnitz in der Steiermark. Seinen Namen erhielt der in der Region Stiefingtal gelegene Ort von der dortigen Kirche. Allerheiligen hat Einwohner (Stand ) und eine Fläche von km².
Geografie Das größte Gewässer der Gemeinde ist die Stiefing, die bei Leibnitz in die Mur mündet. Der Hauptort Allerheiligen liegt im teilweise bewaldeten Hüfelland zwischen Stiefing und Mur.
Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst sieben Ortschaften (Einwohner Stand ): Allerheiligen bei Wildon ( Ew.) mit Mittergrub Großfeiting () Kleinfeiting () Pesendorf () Pichla () Schwasdorf () Siebing ()
Die Gemeinde besteht aus zwei Katastralgemeinden (Fläche Stand ): Allerheiligen () Feiting ()
Eingemeindungen 1968 wurden die damaligen Gemeinden Feiting und Allerheiligen zur heutigen Gemeinde Allerheiligen zusammengelegt.
Nachbargemeinden
Klima Allerheiligen bei Wildon liegt in der Klimaregion Südoststeirisches Riedelland.
Geschichte Funde auf dem in der Nähe des Ortes befindlichen Buchkogel und dem Kögelberg lassen darauf schließen, dass die Gegend bereits in der Steinzeit besiedelt war. Auf dem Ortsgebiet selbst finden sich archäologische Funde, die eine Besiedlung zur Zeitenwende nachweisen, unter anderem eine villa rustica und unweit davon ein stattliches römisch-norisches Gräberfeld. Nach dem Untergang des Römischen Reiches ließen sich slawische Bauern hier nieder.
Mit der Besitznahme durch die Bajuwaren und dem Beginn der systematischen Rodungs- und Siedlungspolitik der großen bayrischen Klöster wird die Geschichte durch schriftliche Quellen nachweisbar. Aus dieser Zeit stammen auch die ältesten Nennungen mancher Ortsteile.
Der Ort Allerheiligen entstand um das Schloss Herbersdorf, in dessen Nähe Markwart von Herbersdorf 1218 eine Kirche für sich und seine Untertanen errichten ließ. Die Herbersdorfer hatten die Herrschaft bis 1609 inne, als diese mit dem Tod des letzten Herbersdorfers an die Glojacher überging. Die Glojacher mussten aufgrund hoher Steuerschulden Herbersdorf an die Jesuiten verkaufen.
Wegen der in Graz wütenden Pest wurde 1680 der Unterricht der Scholastiker der Grazer Universität, die damals von Jesuiten geführt wurde, in den Ort verlegt. Mit jesuitischer Unterstützung wurde auch die Kirche des kleinen Ortes ungewöhnlich prächtig ausgebaut. Als der Orden 1773 aufgelöst wurde, ging die Herrschaft an den staatlichen Religionsfonds über. Durch die daraus folgende staatliche Aufhebung der Lehnsherrschaft Mitte des 19. Jahrhunderts gingen wichtige Aufgaben an die neu geschaffenen Gemeinden über, und die Geschichte des Ortes trennte sich von der des Schlosses, dessen Besitzer jahrhundertelang den Ort beherrscht hatten.
Der erste verbriefte Bürgermeister von Allerheiligen war Franz Harkamp. 1925 fiel der anfangs noch zu Allerheiligen gehörige Ortsteil Afram der damaligen Gemeinde Stocking zu.
Bevölkerungsentwicklung 2026 lebten sogar 1629 Menschen in Allerheiligen bei Wildon.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Sehenswürdigkeiten sind Pfarrkirche mit Josef-Krainer-Orgel Schloss Herbersdorf Josef-Krainer-Gedenkstätte
Wirtschaft und Infrastruktur Durch Allerheiligen führen mit dem Grazer Umland-Weg sowie dem Grabenlandtrail zwei regionale Weitwanderwege.
Feuerwehren Freiwillige Feuerwehr Allerheiligen bei Wildon und Freiwillige Feuerwehr Feiting.
Tourismusverband Die Gemeinde bildet gemeinsam mit Heiligenkreuz am Waasen den Tourismusverband „Stiefingtal“. Dessen Sitz ist in Heiligenkreuz am Waasen.Grazer Zeitung, Amtsblatt für die Steiermark. 30. Dezember 2014, 210. Jahrgang, 52. Stück. Nr. 321. S. 630.
Politik mini|Gemeindeamt Gemeinderat Der Gemeinderat hat 15 Mitglieder.
Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2000: ÖVP 13, SPÖ 2. Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2005: ÖVP 11, SPÖ 3, Attraktive Liste für Allerheiligen 1. Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2010: ÖVP 11, SPÖ 2, GRÜNE 1, FPÖ 1. Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2015: ÖVP 11, SPÖ 2, FPÖ 1, GRÜNE 1. Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2020: ÖVP 12, SPÖ 1, GRÜNE 1, FPÖ 1. Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2025: ÖVP 12, FPÖ 2, SPÖ 1.
Bürgermeister
bis 2014 Josef Felgitscher (ÖVP) 2014–2019 Michael Fuchs-Wurzinger (ÖVP) seit 2019 Christian Sekli (ÖVP)Gemeinderat, abgerufen am 16. Juli 2019.
Persönlichkeiten Ehrenbürger der Gemeinde
1924: August Sabin, ArztNeues Grazer Tagblatt (8. Mai 1924), S. 6. Vgl. 1997: Kurt Lampl, Pfarrer 2012: Konrad Monsberger, Kapellmeister 2014: Josef Felgitscher, Alt-Bürgermeister von Allerheiligen 2018: Hermann Schützenhöfer (* 1952), Landeshauptmann der Steiermark seit 2015800-Jahr-Feier, www.allerheiligen-wildon.at am 23. September 2018; abgerufen am 13. Februar 2019. Johann Oster († 2020), Gemeindekassier von Allerheiligen bei Wildon 1974–2000Kleine Zeitung (29. Juli 2020), S. 47.
Mit Allerheiligen verbundene Persönlichkeiten Martin Teimer von Wildau (1778–1838), Tiroler Freiheitskämpfer und Militär-Maria-Theresien-Ordensritter, Herr auf Schloss Herbersdorf und der dazugehörigen Herrschaft, ist hier gestorben und in der Pfarrkirche Allerheiligen begraben.
Weblinks
www.allerheiligen-wildon.at Internetseite der Gemeinde Pfarrkirche Allerheiligen
Einzelnachweise