Skrjabins Etüden sind Klavierwerke von Alexander Nikolajewitsch Skrjabin. Bis auf das frühe cis-Moll-Stück entstanden die 24 Etüden zwischen 1894 und 1912.
Opus 2, Nr. 1 Mit 15 Jahren schrieb Skrjabin das vollklingende und vorausweisende Stück in cis-Moll.
Etüde Op. 2 Nr. 1 cis-Moll
Opus 8 Skrjabin komponierte die zwölf Stücke 1894 im Alter von 23 Jahren. Sie sind eine Ehrerbietung an Frédéric Chopin. Als die gehaltvollsten russischen Etüden sind sie Chopins Etüden ebenbürtig. Mehr als bei Chopin werden die spieltechnischen Probleme den künstlerischen und musikalischen Absichten untergeordnet.Günter Philipp (1965) Sinnlichkeit, Farbe und Wärme der Etüden sind leicht zu „zerdonnern“. Nr. 1, Cis-Dur, 4/4 – Allegro Nr. 2, fis-Moll, 4/4 – A capriccio, con forza: Mehrstimmige Quintolen und Triolen mit weiten BässenIvo Pogorelich Nr. 3, h-Moll, 6/8 – Tempestoso Nr. 4, H-Dur, 4/4 – Piacevole: wechselnde Quintolen und Triolen, bezauberndVladimir Sofronitsky Nr. 5, E-Dur, 4/4 – Brioso Nr. 6, A-Dur, 3/4 – Con grazia: Sexten Nr. 7, b-Moll, 4/4 – Presto tenebroso, agitato: düstere Synkopen Nr. 8, As-Dur, 3/4 – Lento (Tempo rubato) Nr. 9, gis-Moll, 4/4 – Alla ballata: Oktaven, erinnert an Chopins g-Moll-Prélude Nr. 10, Des-Dur, 3/8 – Allegro: launige Terzen mit weiten Bässen Nr. 11, b-Moll, 3/4 – Andante cantabile: reiche MittelstimmenSviatoslav Richter Nr. 12, dis-Moll, 4/4 – Patetico: populärer „Reißer“, weite Triolen mit Oktavsprüngen im Bass
Opus 42 Die acht Etüden entstanden 1903. An Chopin oder Liszt erinnert nichts mehr. Charakteristisch ist das Spiel mit Sekunde und Septime, das die Tonart bis zum harmonischen Schluss in der Schwebe hält. Die komplizierte Polyrhythmik, Agogik und Pedalisierung sind künstlerische Herausforderungen erster Ordnung. Die sinnlichen Reize verführen Dilettanten, die technischen Virtuosen (Nr. 5). Nr. 1, Des-Dur, 3/4 – Presto: Septimentriolen gegen weitläufige Quintolen, Mittelteil in H-Dur, B-Dur und A-Dur, „vielleicht die schönste Skrjabin-Etüde“Konstantin Semilakovs Nr. 2, fis-Moll, 2/4 – Viertel = 112 / Presto Nr. 3, Fis-Dur, 6/8 – Prestissimo: Sechzehnteltriolen auf jedem Achtel, ppp! Nr. 4, Fis-Dur, 2/4 – Andante, cantabile Nr. 5, cis-Moll, 12/8 – Affanato: opernhaftes DramaVladimir Sofronitsky Nr. 6, Des-Dur, 3/4 – Esaltato: erregendes Gegenstück zu Chopins op. 25.1 Nr. 7, f-Moll, 2/4 – Agitato Nr. 8, Es-Dur, 4/4 – Allegro
Opus 65 Skrjabin schrieb die drei unvergleichlichen Etüden 1911/12, wenige Jahre vor seinem Tod. Voller Dissonanzen und an der Grenze zur Atonalität, sind sie von reinster Schönheit. Ebenso unvergleichlich sind die Einspielungen von Igor Michailowitsch Schukow.
Nr. 1, 12/16 / 6/16 / 6/8 – Allegro fantastico: große NonenIgor Zhukov Nr. 2, 4/4 – Allegretto: große Septimen Nr. 3, 2/4– Molto vivace / Impérieux: reine Quinten
Weblinks Op. 2 Nr. 1 in der englischsprachigen Wikipedia Skrjabin spielt op. 8, Nr. 12
Einzelnachweise
Kategorie:Klaviermusik Kategorie:Werk von Alexander Nikolajewitsch Skrjabin