Buckmühle ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Dittenheim im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen (Mittelfranken, Bayern). Buckmühle liegt in der Gemarkung Sammenheim.

Lage Die Einöde liegt südwestlich von Sammenheim am ansteigenden Gelben Berg des Hahnenkamms auf einer Höhe von . Von Sammenheim aus führt ein Anliegerweg zu ihr.

Ortsnamendeutung „Buckmühle“ bedeutet „Mühle am Buck (=Anhöhe, Berg)“.Schuh, S. 47

Geschichte Oberhalb der Buckmühle liegt im Wald ein Burgstall als Rest einer hochmittelalterlichen Ritterburg aus der Salier- oder Stauferzeit; ob zu ihrer Versorgung eine Vorgängermühle der heutigen Buckmühle existierte, ist bislang nicht nachzuweisen.Winter, S. 32

Die Buckmühle wurde gemäß einem Beschluss vom 12. Dezember 1798 auf einem Platz errichtet, den die damalige Gemeinde Sammenheim zur Verfügung stellte; sie gehörte damit zur Gemeinde Sammenheim. In einem Verzeichnis von 1818 wird sie als „Bergmühl od(er) Neubuckmühle“, 1820 als „Berg- od(er) Neumühle“ bezeichnet, „neu“ deshalb, um sie von den beiden älteren Mühlen Sammenheims, der Oberen und der Unteren Mühle, zu unterscheiden. 1833 wird die Mühle unter der Hausnummer 75 von Sammenheim folgendermaßen geschildert: „Walk- und Oelmühle, Buckmühle, mit realer Walk- und Oelmühl-Gerechtigkeit.“ 1837 ist von ihr als „Buckmühle auch Walkmühle“ die Rede.Dieser Abschnitt nach Schuh, S. 47

Die Mühle zinste im Heiligen Römischen Reich an das seit 1796 an Preußen gekommene oettingsche Amt Sammenheim.Historischer Atlas, S. 157 Sie kam 1806 mit Sammenheim an das Königreich Bayern. Bei der Bildung der Steuerdistrikte 1808 wurde die Buckmühle Teil des Steuerdistrikts Sammenheim im Landgericht Heidenheim. Die Gemeindeedikte von 1810 und 1818 machten aus dem Steuerdistrikt unter Einschluss der Buckmühle eine Ruralgemeinde.Historischer Atlas, S. 239 Erst die Gebietsreform in Bayern brachte das Ende der Selbständigkeit der Gemeinde Sammenheim. Sie gliederte sich am 1. Mai 1978 in die Gemeinde Dittenheim ein.

Einwohnerzahlen 1818: 1 Familie, 3 EinwohnerSchuh, S. 47; Historischer Atlas, S. 239 1824: 4 Einwohner, 1 Anwesen 1864: 2 Familien, 7 Einwohner, 1 HausEduard Vetter: Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. 3. Aufl., Ansbach 1864, S. 133 1950: 7 Einwohner, 1 Anwesen 1961: 6 Einwohner, 1 Wohngebäude 1987: 6 Einwohner

Steinerne Rinne bei Buckmühle Südwestlich der Buckmühle befindet sich eine im Entwicklungsstadium begriffene und nahezu naturbelassene 20 Meter lange und bis zu 15 Zentimeter hohe Steinerne Rinne. Sie ist im Großteil eingetieft und verläuft sich im unteren Teil breitläufig im Gelände. Die Rinne ist als Geotop und Naturdenkmal ausgewiesen. Geotop: Steinerne Rinne bei Buckmühle (abgerufen am 1. Mai 2015)Kraftvolle Ort, mit Abbildungen

Literatur

Martin Winter: Die Sammenheimer und Gunzenhausen. In: Alt-Gunzenhausen 36 (1976), S. 31–37, insbes. S. 32.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (Dittenheim) Kategorie:Wassermühle im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Kategorie:Mühle in Europa Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen