Babensham ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Rosenheim.
Geografie Lage Die Gemeinde liegt fünf Kilometer nordöstlich von Wasserburg am Inn, 20 km südlich von Kraiburg am Inn, 26 km westlich von Trostberg, 43 km nordwestlich von Traunstein, 22 km nördlich von Bad Endorf, 32 km nordöstlich von Rosenheim, 25 km östlich von Ebersberg sowie 56 km von der Landeshauptstadt München entfernt.
Gemeindegliederung
Es gibt 78 Gemeindeteile:
Natur Folgende Schutzgebiete berühren das Gemeindegebiet: Naturschutzgebiet Irlhamer Moos (NSG-00059.01) Landschaftsschutzgebiet Schutz der „Äußeren Lohe“ westlich des Penzinger Sees (zwischen den Ortschaften Neudeck und Penzing, Landkreis Wasserburg) (LSG-00025.01) Landschaftsschutzgebiet Schutz von Landschaftsteilen um den Penzinger See (LSG-00101.01) Fauna-Flora-Habitat-Gebiet Moore um Wasserburg (7939-371) Fauna-Flora-Habitat-Gebiet Innauen und Leitenwälder (7939-301) Geotop Erratischer Block Bräundlstein (187R006)
Geschichte Bis zur Gemeindegründung Nahe Reichertsham gibt es eine Ansammlung von drei Grabhügeln. Ihr genaues Alter ist nicht bekannt, wahrscheinlich stammen sie aber aus der Hallstattzeit.
Der Ort Babensham wurde als Papinesheimon erstmals um 924 als Besitz des Erzstifts Salzburg urkundlich erwähnt. Der Ort gehörte lange Zeit zum Landgerichtsbezirk Kling.
Im Jahre 1255 wurde Penzing das erste Mal urkundlich erwähnt. Das heute zu Babensham zählende Penzing war Sitz einer geschlossenen Hofmark der Grafen von Arco. Graf Philipp von Arco besaß die Hofmark Penzing bis 1781. Dann kaufte der Bürgermeister Franz Xaver Mooshammer von Burghausen den Sitz Penzing.
Das Land- und Pfleggericht Kling wurde 1803/1808 aufgelöst und größtenteils dem Landgericht Trostberg zugeschlagen. Babensham und auch Kling, Loibersdorf, Penzing, Titlmoos und Schambach wurden im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern 1818 selbstständige politische Gemeinden.
Eingemeindungen Anlässlich der Gebietsreform wurde am 1. Juli 1970 die Gemeinde Penzing nach Babensham eingegliedert. Am 1. Januar 1971 kam Schambach hinzu. Kling (mit dem 1857 eingemeindeten Loibersdorf und dem am 1. April 1971 eingegliederten Titlmoos) folgte am 1. Januar 1980. Vom Mai 1978 bis Dezember 1979 hatte die Verwaltungsgemeinschaft Eiselfing mit den Mitgliedsgemeinden Babensham, Kling und Eiselfing bestanden.Auflösung der VGem und Eingemeindung Kling durch Gesetz vom 10. August 1979, GVBl S. 223
Einwohnerentwicklung Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 2392 auf 3136 um 744 Einwohner bzw. um 31,1 %.
Politik Gemeinderat Der Gemeinderat besteht aus dem Ersten Bürgermeister Josef Huber und 16 Gemeinderatsmitgliedern. 20202014Kommunalwahlen in Bayern 2008 2002 Sitze insgesamt 16 14 14 14WG Babensham981010 WG Kling 4 4 4 4 Bürger für Babensham 3 2 - -
Bürgermeister Amtszeit Erster Bürgermeister Zweiter Bürgermeister Dritter Bürgermeister –2020 Josef Huber (WG Babensham) Martin Manhart (WG Babensham) – 2020– Josef Huber (WG Babensham) Paul Wimmer (WG Kling) Josef Hintermayr (WG Babensham)
Wappen
Baudenkmäler
Schloss Kling Schloss Penzing Katholische Pfarrkirche St. Martin in Babensham Filialkirche St. Peter in Kirchloibersdorf Filialkirche St. Pauli Bekehrung in Titlmoos Filialkirche St. Ulrich in Sandern Filial- und Wallfahrtskirche in St. Leonhard
Verkehr Babensham ist über die Staatsstraße 2092 an das regionale Verkehrsnetz angebunden und wurde im Jahr 2011 durch den Bau einer Ortsumfahrung entlastet. Durch die Buslinien 7521 und 7702 bestehen Verbindungen nach Wasserburg am Inn, Gars am Inn, Waldkraiburg und Soyen.
Söhne und Töchter der Gemeinde
Martin Näbauer (1879–1950), Geodät und Hochschullehrer an der TH München Jakob Fischbacher (1886–1972), Politiker (Bayernpartei), MdL, Partei- (1952/53) und Fraktionsvorsitzender (1952–1960). Lorenz Oberlinner (* 1942), römisch-katholischer Theologe
Weblinks
Gemeinde Babensham
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Rosenheim Kategorie:Ort am Inn Kategorie:Ersterwähnung 924 Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)