Józef Fontana (italienischer Name: Giacomo Giuseppe Fontana, auch als Józef II. Fontana bezeichnetEin namensgleicher Architekt Józef Fontana, in Abgrenzung häufig als Józef I. Fontana bezeichnet, wanderte etwas früher – aus Italien stammend – etwa 1661 nach Polen ein. Er blieb hier vermutlich 24 Jahre, kehrte dann nach Italien zurück, wo er um 1699 verstarb, gem. Józef (I) Fontana im Personenverzeichnis bei Warszawa1939.pl (in Polnisch); gem. Władysław Konopczyński, Polski Słownik Biograficzny, Band 7, Polska Akademia Umiejętności und Polska Akademia Nauk (Hrsg.), Gebethnera i Wolffa, 1958, S. 56, . Denkbar ist auch, dass es sich um Vater und Sohn handelte., * 21. Juni 1676 in MendrisioMendrisio. Pfarreiarchiv, Liber Baptizatorum 2, Ab Anno 1635 usque ad Annum 1686, Paten der Taufe: Reverendus Joseph Rubeis, Julia uxor Francisci Turriani, Schweiz; † 1739 in Warschau) war ein polnischer Architekt, der als ein Vertreter des klassizisierenden BarocksNach . gilt. Er war der Vater der Architekten Giacomo Fontana und Jan Kanty Fontana.Jan Kanty Fontana (1731–1800) war ein polnischer Architekt und königlicher Beamter, der 1769 von König Stanisław August Poniatowski geadelt wurdeMariusz Karpowicz: Artisti ticinesi in Polonia nella prima metà del ’700. Edito dallo Stato del Canton Ticino, Arti Grafiche Bernasconi S.A., Agno 1999, S. 42. Sein Schwiegersohn war Johann Georg Plersch.

Leben Die Lebensumstände Fontanas sind umstritten, so soll er gemäss dem Allgemeinen Künstlerlexikon 1743 Wilno verlassen haben, nachdem er sich dort bei dem Entwurf für einen Kirchenbau nicht gegen Johann Christoph Glaubitz durchsetzen konnte. Giuseppe Fontana wurde am 21. Juni 1676 in Mendrisio geboren. Sein Vater Giacomo stammte aus Novazzano, im heutigen Kanton Tessin, seine Mutter Orsola Ceroni aus dem italienischen Valsolda. Wahrscheinlich kam er am Ende der Regierungszeit von Johann III. Sobieskis nach PolenFür das Jahr 1715 ist bekannt, dass er in Warschau mit festem Wohnsitz angemeldet war, gem. Aldona Bartczakowa, Jakub Fontana. Architekt warszawski XVIII wieku, Państwowe Wydawn. Naukowe, Warschau 1970, S. 14, .. Sein Name wird 1707 im Zusammenhang mit dem Bau des Klosters und der Kirche der Piaristen in Szczuczyn erwähntgem. Museum von Białystok, Rocznik Białostocki, Band 10, Państwowe Wydawn. Naukowe., 1971, S. 168, .. Vermutlich hatten ihn seine beiden Onkel CeroniJan Chrzciciel Ceroni (eigentlich Giovanni Battista Ceroni; † 1708) war ein italienischer Baumeister, der im 17. Jahrhundert in Warschau wirkte; Karol Ceroni (eigentlich: Carlo Ceroni; 1647–1721), war seit 1714 ein königlicher Architekt in Warschau und Bauunternehmer – italienische Architekten, die in Polen lebten und arbeiteten – zu dem Ortswechsel ermuntert. Sein Gönner in Polen war unter anderem der Vizekanzler Stanisław Antoni SzczukaStanisław Antoni Szczuka (1654–1710) war ein polnischer Adliger, Politiker und Autor. Fontana bildete seine Söhne aus. Gemeinsam mit Jakub entwarf er die Türme der Piaristenkirche in Łowicz. Auch an der Warschauer Heiligkreuzkirche wurde von Vater und Sohn gemeinsam gewirktgem. Wojciech Fijałkowski, Kunst des Barock in Polen. Aus dem Nationalmuseum in Warschau, Nationalmuseum Warschau und Herzog Anton Ulrich-Museum Braunschweig (Hrsg.), Limnach, 1974, S. 13, .. Nach seinem Tode ging sein Geschäft an Jakub über.

Erhalten geblieben ist die Korrespondenz Fontanas mit der Ehefrau Elżbieta Helena des Hetmans der Krone Adam Mikołaj Sieniawski aus den Jahren 1717 bis 1726.

Werke (Auswahl) St.-Johannes-Kirche und Kloster der Barmherzigen Brüder vom hl. Johannes von Gott in Warschau – gemeinsam mit Antonio SolariAntonio Solari (1700–1763) aus Campione d’Italia war ein polnischer (königlicher) Architekt italienischer Abstammung, ein Vertreter des Spätbarock (1728 eingesegnet) Bieliński-Palast an der Ulica Królewska, Warschau; existiert nicht mehr (vor 1730) Planung zum Umbau des Kazimierz-Palastes zu Kasernen (1732) Umbau des Bieliński-Palastes in Otwock Wielki Palast in Kozłówka Fassade der Feldkathedrale der polnischen Armee (ehemalige Piaristenkirche) in Warschau Umbau des Potocki-Palastes in der Krakowskie Przedmieście in Warschau Arbeiten am Wilanów-Palast Salesianerinnen-Kirche in Warschau Umbau des Primas-Palastes

Literatur Mariusz Karpowicz: Artisti ticinesi in Polonia nella prima metà del ’700. Edito dallo Stato del Canton Ticino, Arti Grafiche Bernasconi S.A., Agno 1999, S. 8, 37–42, 43, 56, 68, 72, 85, 106, 113–115, 117, 140, 200.

Weblinks Lebenslauf und Bauten bei Warszawa1939.pl (in Polnisch) Kurzbeschreibung zu Józef Fontana auf der Webseite des Palastmuseums Wilanów (abgerufen am 20. Mai 2012; in Polnisch)

Einzelnachweise und Anmerkungen

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