mini|Ann Peebles beim Beale Street Music Festival, 2007 Ann Peebles (* 27. April 1947 in St. Louis, Missouri) ist eine US-amerikanische Soulsängerin und Songschreiberin. Sie war in den 1970er Jahren der erfolgreichste weibliche Star des Plattenlabels Hi Records. Zu ihren bekanntesten und erfolgreichsten Liedern zählt der Klassiker I Can’t Stand the Rain von 1973.
Biografie Die Tochter eines Pfarrers und einer Sängerin sang bereits in jungen Jahren im Kirchenchor und im Familien-Gospelchor, dem „Peebles Choir“, den ihr Großvater gegründet hatte. Als Teenager sang Ann Peebles auch in Clubs ihrer Heimatstadt, wo sie schließlich von Oliver Sain entdeckt und für seine R&B-Revue engagiert wurde. Bei einem Auftritt in Memphis wurde ihr 1968 ein Vertrag beim Label Hi Records angeboten.
Neben ihrer Tätigkeit als Sängerin begann Peebles, mit dem Hi-Records-Sänger und Komponisten Don Bryant Lieder zu schreiben. Die beiden heirateten 1974. Anfang der 1970er hatte Peebles einige erfolgreiche Singles und Alben, angeführt von I Can’t Stand the Rain, das 1978 in der Disco-Version der Band Eruption und 1985 von Tina Turner jeweils zu einem Pop-Hit wurde. Zahllose Coverversionen schlossen sich an. Peebles erhielt hierfür eine von zwei Grammy-Nominierungen.
Bei Hi galt sie fortan als weibliches Pendant zu Al Green, dem erfolgreichsten Künstlers des Labels. Green und Peebles wurden von Willie Mitchell produziert. Part Time Love (1970), I Pity the Fool (1971), Breaking up Somebody's Home (1972), I’m Gonna Tear Your Playhouse Down (1973) und (You Keep Me) Hangin’ on (1974), für das sie ihre zweite Grammy-Nominierung erhielt, waren ihre weiteren Erfolge.
Mit dem Aufkommen der Disco-Welle und dem Verkauf von Hi 1977 ließ der kommerzielle Erfolg nach. Ihr letztes Album für das Label erschien 1978, ihre letzte Single 1981. Nach einer musikalischen Pause veröffentlichte Peebles 1989 ein neues Album, Call Me, dem weitere folgten. Daneben war sie auf verschiedenen Alben von Maria Muldaur zu hören. Zuletzt erschien 2006 das Live-Album Brand News Classics. 2010 wirkte Peebles am Album Memphis Blues von Cyndi Lauper mit. Darüber hinaus wurde ihr Hi-Repertoire zahllose Male wiederveröffentlicht.
Nach einem Schlaganfall im Jahr 2012 zog sich Peebles von der Bühne zurück. 2014 wurde sie in die Memphis Music Hall of Fame aufgenommen.
Diskografie
Alben
Weitere Alben 1969: This Is Ann Peebles 1977: If This Is Heaven 1978: The Handwriting Is on the Wall 1989: Call Me 1992: Full Time Love 1996: Fill This World with Love 2006: Brand New Classics
Kompilationen 1985: I’m Gonna Tear Your Playhouse Down 1987: 99 Lbs 1988: Ann Peebles’ Greatest Hits 1990: Lookin’ for a Lovin’ 1992: Sings Soul Classics 1995: U. S. R&B Hits ’69–’79 1995: Just You and Me 1996: The Best of Ann Peebles: The Hi Records Years 2002: The Hi Singles A’s & B’s 2003: The Complete Ann Peebles on Hi Records Volume 1: 1969–1973 2003: The Complete Ann Peebles on Hi Records Volume 2: 1974–1981 2006: Original Funk Soul Sister: The Best of Ann Peebles 2012: The Original Soul Sister 2015: The Essential Ann Peebles 2015: Greatest Hits
Singles
Weitere Singles 1970: I’ll Get Along 1970: Generation Gap Between Us 1974: Put Yourself in My Place 1976: I Don’t Lend My Man 1980: Heartaches 1981: Mon belle Amour 1990: Peace(mit Otis Clay, Lynn White und David Hudson) 2001: 18 Carat Garbage (Billie Ray Martin feat. Ann Peebles) 2005: Chase These Blues Away
Einzelnachweise
Weblinks
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