__NOTOC__ hochkant=0.3|rahmenlos|rechts Ensembles: Am Unteren Wall/Burggasse • Am Zeughaus/Bauerngasse/Kornmarkt/Neue Gasse • Ehemalige Fischersiedlung • Ehemaliges Gewerbeviertel • Krumme Gasse • Sachskolonie • Gartenstadt
Stadtbefestigung
Kernstadt nach Straßennamen: A • B • C • D • E • F • G • H • J • K • L • M • N • O • P • R • S • U • W • Z • Stadtteil Oberndorf
Diese Liste gibt den Fortschreibungsstand vom 26. Juni 2024 wieder und enthält 170 Baudenkmäler.
In dieser Kartenansicht sind Baudenkmäler ohne Koordinaten mit einem roten bzw. orangen Marker dargestellt und können in der Karte gesetzt werden. Baudenkmäler ohne Bild sind mit einem blauen bzw. roten Marker gekennzeichnet, Baudenkmäler mit Bild mit einem grünen bzw. orangen Marker. Ensembles Ensemble Krumme Gasse Das Ensemble umfasst das Kernstück des zum mittelalterlichen Stadtbereich gehörigen Gassensystems Krumme Gasse. Die zwei- bis dreigeschossigen, traufseitigen Wohngebäude, großenteils in verputztem Fachwerk, besitzen Fassaden vorwiegend des 18. und frühen 19. Jahrhunderts. Umfassung: Krumme Gasse 3, 5, 7, 14, 16, 18, 20, 21, 22, 23, 25 und 27. Aktennummer: E-6-62-000-5. Bilder.
Ensemble Ehemaliges Gewerbeviertel Das Ensemble umfasst einen Teil des ehemaligen Gewerbeviertels, das sich an die (nicht erhaltene) verschiedenen Industriezweigen dienende große Mainmühle und den ehemaligen Mainhafen anschloss. Es handelt sich um einen städtebaulich geschlossenen Bereich mit mittelalterlichem Gassengrundriss und zweigeschossigen, meist traufseitigen Gebäuden mit Fassaden des 18. und 19. Jahrhunderts sowie umfangreichen, gewerblich genutzten Rückgebäuden. Petersgasse 3 enthält den 1611 erbauten Schrotturm, der zur Herstellung von Schrotkugeln im 19. Jahrhundert aufgestockt wurde. Petersgasse 6 und 8 waren Stammgebäude der Firma Kugelfischer. Das Ensemble ist gestört durch den Neubau des die Petersgasse zerschneidenden Komplexes der Hospital-Stiftung Schweinfurt (Judengasse 25). Umfassung: Judengasse 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 21, 23, 25, Metzgergasse 12, 14, 16, 17, 19, 21, Petersgasse 1, 3, 5, 6, 8, 10, Rosengasse 8 und 10. Aktennummer: E-6-62-000-4. Bilder.
Ensemble Am Unteren Wall/Burggasse Das Ensemble umfasst den wohl im 14. Jahrhundert angelegten Stadtteil um die in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts errichtete, in der zweiten Hälfte niedergelegte Reichsburg der Henneberger. Es wird beherrscht von der Salvatorkirche, die aus der ehemaligen Burgkapelle hervorging sowie von der Baugruppe des in seiner jetzigen Erscheinung dem 16. und 17. Jahrhundert angehörenden ehemaligen Ebracher Hofes. An seiner Südostseite verläuft der teilweise wohlerhaltene Untere Wall aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Die kleinteilige, geschlossene Wohnbebauung, zweigeschossig und meist traufseitig in einem System schmaler und verwinkelter Gassen, geht meist auf die zweite Hälfte des 16. Jahrhunderts und das spätere 18. und beginnende 19. Jahrhundert zurück. Im Bereich Rückertstraße, Linsengasse, Burggasse bestimmen Handwerkerhäuser das Bild, im Bereich des Zürch finden sich vor allem kleinbürgerliche Wohnhäuser von nahezu einheitlichem klassizistischem Charakter. Am Zwinger ist das Ensemble im späteren 19. Jahrhundert zur damals neugebauten Eisenbahntrasse hin durch stattliche Wohnbauten abgeschlossen, auf dem Wall errichtete man um die Mitte des 19. Jahrhunderts zartgegliederte spätklassizistische bürgerliche Wohnhäuser mit Gärten. Umfassung: Am Unteren Wall 4, 6, 8, 10, Burggasse 2, 2 a, 3, 4, 5, 6, 7, 8/10, 9, 11, 12, 13, 15, 17, Frauengasse 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20, Linsengasse 7, 9, 11, 13, 15, Rittergasse 2, 4, 6, 8, 9, 10, 11, 12, 14, 16, 18, Rückertstraße 12, 14, 16, 18, 20, 22, 24, 26, Zürch 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 10 1/2, 11, 12, 14, 15, 17, 20, Zwinger 1, sowie der Bereich des Unteren Walls mit zugehörigem Graben. Aktennummer: E-6-62-000-1. Bilder.
Ensemble Am Zeughaus/Bauerngasse/Kornmarkt/Neue Gasse Das Ensemble umfasst ein anlässlich der Stadterweiterung im späten 15. Jahrhundert neu angelegtes Quartier, das an den nordwestlichen Zug der älteren mittelalterlichen Stadtmauer anschließt. Den Mittelpunkt bildet ein dreieckiger Platz mit dem freistehenden Zeughaus. Die dort noch im 17. Jahrhundert ebenfalls freistehende Kilianskirche ist nicht erhalten. Die geschlossene Bebauung an den drei breiten, in den Platz einmündenden Straßenzügen – meist zweigeschossige, giebel- und traufseitige Wohnhäuser – gehört im Kern dem 15./16. Jahrhundert an, wurde jedoch im späteren 18. und vor allem im früheren 19. Jahrhundert, der Zeit der aufblühenden Industrie in Schweinfurt, stark überformt. Zum Ensemble gehört die östliche Platzwand des Kornmarktes als optischer Abschluss des geschlossen erhaltenen Straßenraums der Bauerngasse, im Gegensatz zu den übrigen Platzwänden des Kornmarktes weist diese noch Bebauung des 15./16. mit Veränderungen der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf. Teil des Ensembles ist auch die innerhalb des spätgotischen Mauerzuges verlaufende Neue Gasse mit schlichten, meist zweigeschossigen traufseitigen Handwerker- und Arbeiterhäusern im Erscheinungsbild der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, die zum Teil rückseitig auf der Stadtmauer aufsitzen. Umfassung: Am Zeughaus 1, 2, 3, 5, 7, 8, 9/11/13, 10, 12/14/16/18, 15, 17, 19, 20, 22, 24, 26, 28, 30, 32, 34, 36, 38, 40, Bauerngasse 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20, 22, 24, 26, 28, 30, 32, 34, 36, 38, 40, 42, 44, 46, 65, 67, 69, 71, 73, 75, 77, 79, 81, 83, 85, 87, 89, 91, 95, 97/99, 101, 103, 105, 107, 109, 111, 113, 115, 117/119, 121, Graben 23/25, Kornmarkt 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 20, 22, Manggasse 15, 17, 19, 20, 21, 22, 24, Neue Gasse 1, 3, 5, 7, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25/27, 26, 28, 29, 30, 31, 32, 33, 34, 35, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59, 59 1/2, 60, 61, 62–80 (gerade Hausnummern), Neutorstraße 2, Obere Straße 21, 26, 28, 30, 32, 34, 36, Wolfsgasse 30, 32, Zehntstraße 19 und 28. Aktennummer: E-6-62-000-2. Bilder.
Ensemble Ehemalige Fischersiedlung Das Ensemble umfasst den in der Ausformung des späteren 18. Jahrhunderts mit meist zweigeschossigen traufseitigen schmalen Wohnhäusern wohlerhaltenen Teil einer mainfränkischen Fischersiedlung des Mittelalters, die ursprünglich außerhalb der mittelalterlichen Stadtbefestigung lag. Innerhalb des Ensembles befindet sich das Meisterhaus der Fischerzunft (Nr. 54). Die Rückfronten der Häuser mit ungeraden Hausnummern zeigen zur Mainaussicht hin Fassaden. Beim Haus Nummer 63 gehört die durch den Eingang zur Eisenbahnunterführung besetzte Stelle, bis 1853 Standort der Fischerpforte, aus städtebaulichen Gründen zum Ensemble hinzu. Umfassung: Fischerrain 32, 34, 36, 38, 40, 42, 44, 46, 48, 50, 52, 54, 56, 63, 65, 67, 69, 73, 83, 85, 87, 89, 91, 93, 95/97, 99, 101, 103, 105, 107, 109, 111 und Fischersteig 21. Aktennummer: E-6-62-000-3. Bilder.
Ensemble Sachskolonie Die sogenannte Sachskolonie ist eine 1922–1923 in einem Zuge entstandene Wohnsiedlung für Werksangehörige des Unternehmens Fichtel & Sachs. Sie besteht aus elf Doppelhäusern mit Mietwohnungen. Die zweigeschossigen, traufständigen Halbwalmdachhäuser in den Formen des Heimatstils haben Gärten und wurden in zwei Größen errichtet; der Eingang liegt jeweils im gartenseitigen Waschhausanbau. (Sachskolonie Nr. 15 ist ein Neubau der 1950er Jahre, der ein im Zweiten Weltkrieg zerstörtes Haus ersetzte.) In der Mitte der etwa dreiecksförmigen Anlage befindet sich eine hölzerne Wäschetrockenhalle mit Luftschutzkeller. Die Sachskolonie ist die älteste erhaltene Werkssiedlung Schweinfurts und ein Beispiel für den privaten Siedlungsbau der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg. Umfassung: Sachskolonie 2, 4, 6, 8, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 19, Wilhelm-Höpflinger-Straße 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14 und 16. Aktennummer: E-6-62-000-6. Bilder.
Ensemble Gartenstadt Nördlich der Altstadt entstand unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg am Südhang des vormaligen Galgenleiten-Weinberges eine Reihenhaussiedlung nach einer Planung des Münchner Architekten Theodor Fischer. Im Auftrag des erst 1917 gegründeten Schweinfurter Bauvereins konzipierte er 1919 die Anlage von vier zueinander parallel, und zugleich den natürlichen Höhenlinien folgend, leicht gekurvte Erschließungsstraßen mit einer zeilenartigen Reihenhausbebauung und einem zwischen den Erschließungsstraßen senkrecht zum Hang angelegten und mit leicht versetzten Abschnitten geführten Fußweg. Es handelt sich um den westlichen Teil einer viel größer gedachten, ursprünglich ein Marktplatz-Forum einschließenden Planung, die später nicht weiterverfolgt wurde. Die Bauleitung für den ersten 1920/21 realisierten Bauabschnitt wurde dem Schweinfurter Architekten Rudolf Metzger übertragen. Dieser realisierte 36 von geplanten 50 Einfamilien-Reihenhäusern zu vier bzw. sechs traufständig-satteldachgedeckten Hausgruppen, bei denen jeder Wohneinheit nach Süden ein Kleintierstall mit Wirtschaftsgarten zugeordnet war (Typ A). Mit dem zweiten, 1926/27 realisierten und modifizierten Bauabschnitt wurde der Schweinfurter Architekt Johann-Valentin Fischer beauftragt. Nun entstanden im Norden zwei zweigeschossige walmdachgedeckte Mehrfamilienhäuser zu je vier Wohneinheiten mit zwi-schengeschaltetem Wirtschaftsgebäude und südlich gelegenen Wirtschaftsgärten (Typ B), sowie, in Anlehnung an das ursprüngliche Konzept, weitere zwölf Einfamilien-Reihenhäuser zu fünf bzw. sieben traufständig-satteldachgedeckten Hausgruppen mit südlich anschließenden Wirtschaftsgärten unter Verzicht auf Kleintierställe (Typ C). Die in Schweinfurt aufgegriffene, seit dem frühen 20. Jahrhundert europaweit etablierte Idee der umgrünten Eigenheim- und Werkssiedlung mit Gartenland zur Selbstversorgung ökonomisch schwacher Bevölkerungsschichten wurde nach der Machtergreifung der Nationalzozialisten zugunsten eines standardisierten Mietwohnhausbaus nicht weiterverfolgt. Umfassung: Gartenstadtstraße 1 bis 15, Josef-Säckler-Straße 1 bis 27, Georg-Groha-Straße 1 bis 29, Fritz-Soldmann-Straße 1 bis 19. Aktennummer: E-6-62-000-7.
Stadtbefestigung Von der ehemaligen Stadtbefestigung sind Mauerreste und Turmfragmente erhalten. Die erste Befestigung im Bereich der heutigen St. Johanniskirche wurde erstmals 1258 urkundlich erwähnt. Eine zweite Befestigungsphase folgte im 14. Jahrhundert. Diese Stadtbefestigung wurde im Markgräflerkrieg (1552–1554) weitestgehend zerstört. Der Wiederaufbau und die Erweiterung des Berings erfolgte an der West- und Südseite mit Bruchsteinmauerwerk. Aktennummer: D-6-62-000-110.
Erhalten sind folgende Teile: im Südwesten der so genannte Jungfernkuss, ein Turmfragment ehemals wohl mit zwei halbrunden Wehrtürmen ()
Mauerrest der inneren Bastionsmauer der Barockzeit am ehemaligen Spitaltor nördlich der Schultestraße ()
westlicher Mauerabschnitt an der Hirtengasse zur Neutorgasse mit Schwibbögen ()
nordwestlicher Mauerabschnitt an der Neuen Gasse () mit Rundturm () und Halbrundturm (), Bruchsteinmauerwerk mit jüngeren Ergänzungen, um 1562–1564, Mauerzüge konstatiert bei den Nrn. 1, 3, 5, 13, 15, 17, 19, 47, 49, 53, 55; ein Turm bei Nr. 11; Turmfragmente bei Nr. 45 und 61, bossierter Torbogen bei Nr. 53 ()
nordöstlicher Mauerabschnitt mit sogenanntem Samtturm, Rundturm mit Glockendach, von 1561 ()
östlicher Mauerabschnitt mit Wall und Grabenanlagen () und zwei Türmen, um 1561–1564
Die Schanzanlagen waren Bestandteil der Stadtbefestigung.
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Oberndorf
Ehemalige Baudenkmäler nach Ortsteil
Schweinfurt
Abgegangene Baudenkmäler nach Ortsteilen
Schweinfurt
Siehe auch Liste der Bodendenkmäler in Schweinfurt
Anmerkungen
Literatur
Weblinks