mini|Hauptstraße von Scharten (2026) Scharten ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Köditz im Landkreis Hof (Oberfranken, Bayern). Scharten liegt in der Gemarkung Brunnenthal.
Geografie Das Dorf befindet sich nördlich und südlich der Bundesautobahn 72. Im Nordwesten fällt das Gelände ins Tal des Kalten Bachs, eines linken Zuflusses der Sächsischen Saale, ab. Im Südwesten wie auch im Osten befinden sich entlang der Autobahn Photovoltaikanlagen. Die Kreisstraße HO 15 führt zur Staatsstraße 2192 bei Saalenstein (0,8 km nordöstlich) bzw. zur Bundesstraße 173 bei Köditz (1,1 km südlich).
Geschichte Das Rittergut Schartenmauer war ursprünglich ein Vorwerk der Murring auf Schloss Hofeck. 1388 wurde das Vorwerk wohl im Zusammenhang einer Fehde der vogtländischen Ritterschaft mit der Reichsstadt Eger zerstört. 1632 wurde es wiederum während des Dreißigjährigen Krieges von durchziehenden Kroaten zerstört. Das Rittergut Scharten hatte zahlreiche Besitzer.O. Knopf: Thüringer Schiefergebirge, Frankenwald, Obermainisches Bruchschollenland, Sp. 547. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte es den Herren von Plotho. Das zugehörige Dorf Scharten bestand aus acht Anwesen.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 74.
Von 1797 bis 1810 unterstand Scharten dem Justiz- und Kammeramt Hof. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Scharten dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Joditz und der zugleich entstandenen Ruralgemeinde Joditz zugewiesen. In den 1950er Jahren wurde Scharten nach Brunnenthal umgemeindet. Am 1. Mai 1978 wurde Scharten im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Köditz eingemeindet.
Baudenkmäler Forsteckstraße 6: Burgstall Schartenmauer
Einwohnerentwicklung Jahr 1799 1819 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 39 53 79 76 82 73 80 128 119 124 119HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1799 werden diese als Häuser bezeichnet, von 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 8 12 12 14 15 18 30Quelle
Religion Scharten ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Johannes (Joditz) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Köditz) Kategorie:Ort im Landkreis Hof