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Ensembles Ensemble Arbeitersiedlung Hornschuchshausen Der Fabrikant Fritz Hornschuch ließ in der Nachbarschaft seiner Spinnereifabriken in Mainleus zwischen 1913 und 1940 eine Arbeitersiedlung errichten. Die Pläne basieren auf einem Wettbewerbsentwurf des Architekten Rolf Behringer von 1912 und stammen ab 1935 überwiegend von C. W. Esser. Die Bebauung der bis 1923 weitgehend abgeschlossenen ersten beiden Ausbaustufen zeigt einerseits reich gegliederte Einfamilienhausreihen mit für die Gartenstadtidee entwickelten Bauformen und andererseits große Doppelhäuser mit Geschosswohnungen. An erhöhter Stelle wurden eine Gaststätte mit Metzgerei, eine Bäckerei sowie Wohnungen zu einer schlossartigen Dreiflügelanlage zusammengefasst, in deren nach Süden zum Tal hin offenen Hofseite ein monumentales Kriegerdenkmal eingefügt ist. Nördlich sind eine ansteigende, baumbestandene Grünfläche sowie das ehemals Waschhaus angeordnet. Bis in die 1920er Jahre wurde versucht, mit romantisierender Architektur, Bildung von Platzräumen, zusammenhängenden Wohngebäuden und den Gemeinschaftseinrichtungen wie Turnhalle (westlich der Holzstraße), Gasthaus und Gärtnerei (größtenteils dem Neubau der B 289 gewichen) gleichsam eine betriebsfamiliäre Atmosphäre zu schaffen. Dominanz und Fürsorge des Fabrikanten kommen zudem in der 1925 nach Plänen von Paul Bonatz östlich auf einem Hügel oberhalb der Arbeitersiedlung angelegten Villa Hornschuchshöhe (Vgl. Denkmalliste Stadt Kulmbach, Seidenhof 23) städtebaulich zum Ausdruck. Die Weiterentwicklung der Bebauung in den 1930er Jahren erfolgte zunächst durch die Errichtung einer Hitlerjugend-Gebietsführerschule und eines Hitlerjugend-Heims mit großer Grünfläche nördlich der Kulmbacher Straße sowie einer katholischen Kirche (noch nach Plänen Rolf Behringers) am östlichen Rand der Siedlung. Benannt nach der Fabrikantenfrau Minnalotte Hornschuch wurde nördlich der Hornschuchstraße ein werkseigener Kindergarten eingerichtet und der Ausbau der Siedlung mit Ein- und Zweifamilienhäusern (typische Siedlerhäuser) abgeschlossen. Die neben jeder Haustür angebrachten Tafeln mit Betriebszeichen und Jahr der Erbauung spiegeln die Zugehörigkeit zur hornschuchschen Spinnereifabrik wider. Aktennummer: E-4-77-136-1.
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Siehe auch Liste der Bodendenkmäler in Mainleus
Anmerkungen
Literatur
Weblinks
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