mini|Peterskirche

St. Peter (nürnbergisch: BäiderD. Fastnacht: Nürnberg, S. 340. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „bęidɐ“.) ist ein Stadtteil der kreisfreien Stadt Nürnberg, Name der Gemarkung 3454, Teil des Statistischen Bezirks 10 (Ludwigsfeld) und hatte am 31. Dezember 1997 insgesamt 15.964 Einwohner.W. Fischer-Pache: St. Peter (Stadtteil), in: Stadtlexikon Nürnberg, S. 805f.

Geographie Gemarkung Die Gemarkung St. Peter hat eine Fläche von 1,031 km². Sie ist in 954 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 1080,88 m² haben. In ihr liegen die Stadtteile Gleißbühl, Glockenhof, St. Peter (zum Teil) und Tullnau.

Lage Im Norden jenseits der Eisenbahnlinien liegt Tullnau und die Wöhrder Wiese, im Westen Glockenhof, im Osten Gleißhammer und im Südosten Dutzendteich.

Geschichte 1327 wurde ein Siechkobel an der Regensburger Straße erstmals urkundlich erwähnt. 1440 stiftete Gabriel Tetzel 700 fl. zur Errichtung einer ewigen Messe „ÿm Siechgraben“. 1467 wurde der Ablass für die „Noua Capella leprosarum extra muros Nuͤremberg“ gewährt. 1470 wurde diese neue Kapelle „Sant Peter vnd Pauls Capellen Im Siechgraben bei Nuremberg“ genannt.D. Fastnacht: Nürnberg, S. 338f.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand St. Peter aus einem Siechkobel mit Schankrecht und einer Kirche. Das Hochgericht übte die Reichsstadt Nürnberg aus, was aber von den brandenburg-ansbachischen Ämtern Schwabach und Schönberg bestritten wurde. Grundherr war die Siechkobelstiftung St. Peter und Paul der Reichsstadt Nürnberg.H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 159.

Von 1797 bis 1808 unterstand St. Peter dem Justiz- und Kammeramt Burgthann. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde der Ort dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Gleißhammer und der im selben Jahr gegründeten Ruralgemeinde Gleißhammer zugeordnet. 1825 wurde St. Peter nach Nürnberg eingemeindet.H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 238f.

Baudenkmäler Den Mittelpunkt des Stadtteils bildet die evangelisch-lutherische Pfarrkirche St. Peter. Die ehemalige Siechkobelkapelle St. Peter und Paul weist wertvollen mittelalterlichen Baubestand auf. Im Inneren der Kirche befinden sich etliche Kunstwerke. Sie wurde von 1897 bis 1901 von Josef Schmitz in neugotischen Formen errichtet.

Im Stadtteil St. Peter befindet sich das historische Straßenbahndepot der Stadt Nürnberg. 1985 eröffnete man das Museum im Rahmen der Feierlichkeiten zum 150. Geburtstag des Eisenbahnverkehrs in Deutschland. Sie beherbergt historische Straßenbahnen und Omnibusse.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1824 1836 1840 Einwohner 10 21 43 43HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 und 1824 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1836 als Wohngebäude und 1840 als Häuser. 2 2 3 3Quelle

Religion St Peter ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Lorenz (Nürnberg) gepfarrt, seit 1796 ist die Pfarrei St. Peter (Nürnberg) zuständig. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Kunigund (Nürnberg) gepfarrt.D. Fastnacht: Nürnberg, S. 338.

Wirtschaft Die Firma Diehl hat ihre Zentrale in der Stephanstraße. In der Regensburger Straße befindet sich die Zentrale der Bundesagentur für Arbeit.

Bildung Sperberschule Scharrerschule Kita St. Kunigund, Scharrerstr. 30 Holzgartenschule Berufsschule B 1

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

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