mini|hochkant|St. Trinitatis, Südseite mini|hochkant|Ansicht von Südost mini|Innenraum-Panorama Die evangelische Kirche St. Trinitatis ist eine der größten Dorfkirchen Thüringens und die Pfarrkirche von Herbsleben.

Geschichte Wenn man davon ausgeht, dass Herbsleben einmal Königssitz gewesen ist, muss die Kirche einige Vorgängerbauten gehabt haben, möglicherweise erfolgte die Kirchengründung unter Bonifatius und Wigbertus als Marienkirche um 730.

Herbsleben war bis zur Reformation Sitz eines Erzpriesters. Im Jahre 1602 – Jahreszahl an der Nordseite des Turms – wurde die Kirche grundlegend umgebaut und in Trinitatiskirche umbenannt. Bei einem Großbrand im Ort im Jahre 1818, dem das Schloss und viele Häuser, Scheunen und Stallungen zum Opfer fielen, brannte auch die Kirche nieder und wurde bis 1820 wieder aufgebaut.

Architektur Das Äußere ist mit seinen Spitzbogenfenstern nach wie vor gotisch geprägt. Der Kirchenraum ist eine klassizistische Emporenhalle mit drei Emporengeschossen in den flachgedeckten Seitenschiffen. Durch das Tonnengewölbe über dem Mittelschiff liegt der Querschnitt an der Grenze zur Pseudobasilika. Die Pfeiler, die die Schiffe begrenzen und auch die Emporen tragen, stützen die Decke mit Korinthischen Kapitellen.

Ausstattung Der 46 m hohe Kirchturm hat seine heutige Gestalt seit 1913.

Die Kanzel, heute in der Mitte an der Empore im Altarraum angebracht, befand sich ursprünglich an der nördlichen unteren Empore. In den 1960er Jahren erhielt die Kirche eine Winterkirche im Erdgeschoss des Turms. 1983 und 2005 wurde die alte Winterkirche modernisiert. Der Gräfenhainer Künstler Gert Weber (* 1951) schuf das dreiteilige Altarbild aus Acrylglas.

Ab 1992 erfolgte die Außensanierung. Im Jahr 2000 wurden im Vorraum zur Winterkirche Toiletten eingebaut, um den Anforderungen als Radfahrerkirche Rechnung zu tragen. Ebenso wurde die Sakristei gegenüber (ehemals Kohlenlager) renoviert.

Orgel Die Orgel, die beim Brand 1818 zerstört wurde, war im 18. Jahrhundert von Tobias Heinrich Gottfried Trost erbaut worden. Nach dem Brand erhielt die Kirche eine neue Inneneinrichtung sowie eine neue Orgel aus der Werkstatt der Familie Hesse aus Dachwig. 1920 wurde die Orgel durch einen Neubau von Hugo Böhm ersetzt.

Friedhof Die Kirche wird vom ehemaligen Friedhof flankiert, der heute als Parkplatz und als Marktplatz genutzt wird. Der heutige Friedhof befindet sich südöstlich der Kirche in etwa 200 m Entfernung. Die Südseite der Kirche trägt Epitaphe mit Darstellungen Herbslebener Dynastien.

Ausstellung Die untere der beiden Emporen birgt Exponate aus der Kirchen- und Ortsgeschichte.

Ehrung Im Jahre 2005 wurde die Kirche einer der acht Preisträger des Jahres beim Thüringer Denkmalschutzpreis (Kategorie Einzeldenkmale)Informationen zum Denkmalschutzpreis auf der Website des Landes Thüringen.

Bilder der Kirche

Einzelnachweise

Quellen Informationsmaterial in der Kirche

Weblinks

Informationen zur Kirche auf der Website des Kirchenkreises Gotha

Kategorie:Kirchengebäude im Unstrut-Hainich-Kreis Trinitatis Kategorie:Dreifaltigkeitskirche Kategorie:Kirchengebäude des Evangelischen Kirchenkreises Gotha Kategorie:Hallenkirche in Thüringen Kategorie:Pseudobasilika in Thüringen Kategorie:Gotische Kirche Kategorie:Gotisches Bauwerk in Thüringen Kategorie:Klassizistische Kirche Kategorie:Klassizistisches Bauwerk in Thüringen Kategorie:Erbaut in den 1820er Jahren