Der DFB-Pokal 2013/14 war die 71. Austragung des Fußballpokalwettbewerbs der Männer. Das Finale fand am 17. Mai 2014 im Berliner Olympiastadion statt.

Mit dem insgesamt 17. Gewinn des DFB-Pokals sicherte sich der FC Bayern München zum zehnten Mal das „Double“ aus Meisterschaft und Pokalsieg.

Da beide Pokalfinalisten für die UEFA Champions League 2014/15 qualifiziert waren, erhielt der Tabellenfünfte der Bundesliga, der VfL Wolfsburg, das Startrecht in der Gruppenphase zur UEFA Europa League 2014/15. Der Tabellensechste Borussia Mönchengladbach rückte in die Play-off-Runde, der Tabellensiebte 1. FSV Mainz 05 in die dritte Qualifikationsrunde auf.

Erstmals wurde mit Dynamo Dresden ein Verein von der Teilnahme am DFB-Pokal ausgeschlossen.

Seit der Saison 2008/09 dürfen keine zwei Mannschaften eines Vereins oder einer Kapitalgesellschaft an den Spielen um den DFB-Vereinspokal teilnehmen.

Teilnehmende Mannschaften Für die erste Runde waren folgende 64 Mannschaften sportlich qualifiziert:

Bundesligadie 18 Vereine der Saison 2012/13 2. Bundesliga17 der 18 Vereine der Saison 2012/13 3. Ligadie 4 Bestplatzierten der Saison 2012/1320px  FC Bayern München (TV) 20px  Borussia Dortmund 20px  Bayer 04 Leverkusen 20px  FC Schalke 04 20px  SC Freiburg 20px  Eintracht Frankfurt 20px  Hamburger SV 20px  Borussia Mönchengladbach 20px  Hannover 96 20px  1. FC Nürnberg 20px  VfL Wolfsburg 20px  VfB Stuttgart 20px  1. FSV Mainz 05 20px  Werder Bremen 20px  FC Augsburg 20px  TSG 1899 Hoffenheim 20px  Fortuna Düsseldorf (II) 20px  SpVgg Greuther Fürth (II)20px  Hertha BSC (I) 20px  Eintracht Braunschweig (I) 20px  1. FC Kaiserslautern 20px  FSV Frankfurt 20px  1. FC Köln 20px  TSV 1860 München 20px  1. FC Union Berlin 20px  Energie Cottbus 20px  VfR Aalen 20px  FC St. Pauli 20px  SC Paderborn 07 20px  FC Ingolstadt 04 20px  VfL Bochum 20px  FC Erzgebirge Aue 20px  Dynamo Dresden 20px  SV Sandhausen 20px  SSV Jahn Regensburg (III) 20px  MSV Duisburg (III)20px  Karlsruher SC (II) 20px  Arminia Bielefeld (II) 20px  VfL Osnabrück 20px  Preußen Münster Vertreter der Landesverbände25 Vertreter der 21 Landesverbände des DFB, in der Regel die Landespokalsieger Baden 20px  FC Nöttingen (V) Bayern 20px  TSV 1860 Rosenheim (IV) 20px  FV Illertissen (IV) Berlin 20px  BFC Dynamo (V) Brandenburg 20px  FSV Optik Rathenow (IV) Bremen 20px  SG Aumund-Vegesack (V) Hamburg 20px  SC Victoria Hamburg (IV) Hessen 20px  SV Darmstadt 98 (III) Mecklenburg-Vorpommern 20px  TSG Neustrelitz (IV) Mittelrhein 20px  SC Fortuna Köln (IV) Niederrhein 23px  Sportfreunde Baumberg (V) Niedersachsen 20px  SV Wilhelmshaven (IV) 20px  BSV Rehden (IV) Rheinland 20px  Eintracht Trier (IV) Saarland 20px  1. FC Saarbrücken (III) Sachsen 20px  RB Leipzig (III) Sachsen-Anhalt 20px  1. FC Magdeburg (IV) Schleswig-Holstein 20px  VfR Neumünster (IV) Südbaden 20px  Bahlinger SC (V) Südwest 20px  TSG Pfeddersheim (V) Thüringen 20px  SV Schott Jena (V) Westfalen 20px  SV Lippstadt 08 (IV) 20px  SC Wiedenbrück 2000 (IV) Württemberg 20px  1. FC Heidenheim (III) 20px  Neckarsulmer Sport-Union (VI) Ligaebene in Klammern: I = Bundesliga • II = 2. Bundesliga • III = 3. Liga • IV = Regionalliga • V = Oberliga • VI = Verbandsliga

Termine Die Spielrunden wurden an folgenden Terminen ausgetragen: 1. Hauptrunde: 2.–5. August 2013 (Fr.–Mo.) 2. Hauptrunde: 24./25. September 2013 (Di./Mi.) Achtelfinale: 3./4. Dezember 2013 (Di./Mi.) Viertelfinale: 11./12. Februar 2014 (Di./Mi.) Halbfinale: 15./16. April 2014 (Di./Mi.) Finale: 17. Mai 2014 (Sa.)

Übersicht Die jeweils obere Mannschaft besaß Heimrecht. V Sieg nach VerlängerungE Sieg im Elfmeterschießen

1. Hauptrunde Die Auslosung der ersten Hauptrunde fand am 15. Juni 2013 im Rahmen der Sportschau statt. Die 64 Mannschaften wurden gemäß Reglement des DFB-Pokals in zwei Lostöpfe mit je 32 Mannschaften verteilt. In einem Topf waren die unterklassigen Mannschaften enthalten, die sich über die Landesverbände für den DFB-Pokal qualifiziert hatten (25), in der Saison 2012/13 in der 2. Bundesliga die letzten Plätze belegt hatten (3 von 4; Dynamo Dresden wurde ausgeschlossen), in der Saison 2012/13 in der 3. Liga die ersten vier Plätze belegt hatten (4).

Jeder dieser 32 Mannschaften wurde eine Mannschaft aus dem anderen Lostopf zugelost, in dem alle 18 Mannschaften der 1. Bundesliga und die 14 höchstplatzierten der 2. Bundesliga aus der Saison 2012/13 enthalten waren. Das Heimrecht stand den Mannschaften des erstgenannten Topfs zu. Eine Besonderheit stellte der MSV Duisburg dar, der sich mit dem FC Erzgebirge Aue in jedem Lostopf eine Kugel teilte, da zum Zeitpunkt der Auslosung noch keine Entscheidung zur Ligazugehörigkeit des MSV Duisburg gefallen war.

Die ehemalige deutsche Nationalspielerin Nia Künzer zog unter Aufsicht des DFB-Präsidenten Wolfgang Niersbach für den 2. bis 5. August 2013 folgende Begegnungen (in Klammern ist die Ligaebene angegeben, in der der Verein spielt):

2. Hauptrunde Die Paarungen der zweiten Hauptrunde wurden am 10. August 2013 im Rahmen der Sendung Samstag LIVE! beim Pay-TV-Sender Sky von der deutschen Fußballnationalspielerin Lena Goeßling ausgelost.Großer Erfolg richtig gefeiert, nw.de Dabei wurde wie in der ersten Runde aus einem Amateur- und einem Profitopf gelost. Amateurteams wurden zuerst gezogen, bevor die Profimannschaften unter sich ausgelost wurden.

Achtelfinale Die Spiele des Achtelfinales wurden am 29. September 2013 im Rahmen der Sportschau durch den Bundestrainer Joachim Löw ausgelost. Als Ziehungsleiter fungierte der Generalsekretär des DFB, Helmut Sandrock.

Viertelfinale Die Spiele des Viertelfinales wurden am 8. Dezember 2013 im Rahmen der Sportschau durch die Frauen-Bundestrainerin Silvia Neid und den DFB-Torwarttrainer Andreas Köpke ausgelost. Sie fanden am 11. und 12. Februar 2014 statt.

Halbfinale Die Spiele des Halbfinales wurden am 12. Februar 2014 im Rahmen der Sportschau von der mehrmaligen Paralympics-Siegerin im Schwimmen Kirsten Bruhn und dem DFB-Co-Trainer Hansi Flick ausgelost. Sie fanden am 15. und 16. April 2014 statt.

Finale Das Finale wurde am 17. Mai 2014 im Berliner Olympiastadion ausgetragen. Nach 2008 und 2012 ist die Paarung Borussia Dortmund gegen Bayern München neben den Finals zwischen Bayern München und Werder Bremen die häufigste Endspielpaarung. Für Manuel Neuer war es die vierte Finalteilnahme in Folge.

Das Spiel wurde im ersten Programm der ARD gezeigt und erreichte 14,27 Millionen Zuschauer. Dies entsprach einem Marktanteil von 48 %.Quoten auf , archiviert vom Original, aufgerufen am 18. Mai 2014

Zusätzliche Brisanz erhielt das Finale unter anderem deshalb, weil Borussia Dortmund ein Treffer innerhalb der regulären Spielzeit verwehrt blieb, wohingegen der FC Bayern seine beiden Tore erst in der Verlängerung erzielte. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld hatte Mats Hummels den Ball in der 64. Minute in Richtung des Münchener Tors geköpft. Der Innenverteidiger Dante klärte den Ball mit dem linken Fuß in leichter Schräglage, wobei er mit dem rechten Standbein auf der Torlinie stand. Anhand der Fernsehbilder war eindeutig zu erkennen, dass der Ball die Torlinie mit vollem Durchmesser deutlich überquert hatte. Da das Schiedsrichtergespann um Florian Meyer jedoch Zweifel am Dortmunder Treffer hatte und zum damaligen Zeitpunkt bei DFB-/DFL-Spielen weder Torlinientechnik noch Videobeweis vorgesehen waren, wurde der Treffer letztlich zu Unrecht nicht anerkannt, was insbesondere von Dortmunder Seite als spielentscheidend kritisiert wurde. Die gleichzeitig geäußerte Vermutung, der Linienrichter Frank Willenborg habe dem Hauptschiedsrichter mit seinem Sprint in Richtung der Mittellinie und gehobener Fahne ein reguläres Tor signalisieren wollen, stellte sich im Nachhinein als unrichtig heraus.

Siegermannschaft (in Klammern sind die Spiele und Tore angegeben) 1. FC Bayern München 60px|Wappen FC Bayern München Tor: Manuel Neuer (5/–), Lukas Raeder (1/–) Abwehr: Dante (6/1); Rafinha (6/–); David Alaba (5/–); Jérôme Boateng (5/–); Javi Martínez (5/–); Daniel Van Buyten (3/–); Diego Contento (1/–) Mittelfeld: Toni Kroos (6/1); Thomas Müller (5/8); Arjen Robben (5/4); Mario Götze (4/1); Franck Ribéry (4/1); Bastian Schweinsteiger (4/1); Philipp Lahm (4/–); Xherdan Shaqiri (3/1); Pierre Emile Højbjerg (2/–); Thiago (2/–) Angriff: Mario Mandžukić (4/4); Claudio Pizarro (2/1) Trainer: Pep Guardiola * Jan Kirchhoff (2/–) verließ den Verein während der Saison und wechselte auf Leihbasis zum FC Schalke 04.

Beste Torschützen Nachfolgend sind die besten Torschützen des DFB-Pokals 2013/14 aufgeführt.Beste Torschützen 2013/14 des DFB-Pokals auf kicker.de Sortiert wird nach Anzahl der Treffer, bei gleicher Trefferzahl alphabetisch.

Rang Spieler Verein Tore 1 FC Bayern München 8 2 TSG 1899 Hoffenheim 6 3 Eintracht Frankfurt 4 FC Bayern München 4 FC Bayern München 4 6 1. FC Kaiserslautern 3 TSG 1899 Hoffenheim 3 VfB Stuttgart 3 1. FC Kaiserslautern 3 1. FC Kaiserslautern 3 Bayer 04 Leverkusen 3 TSG 1899 Hoffenheim 3 hochkant|mini|Thomas Müller

TV-Prämien Jede der an einer Runde teilnehmenden Mannschaften erhielt eine Prämie aus den TV-Geldern. Der Sieger erhielt als zusätzlichen Bonus 500.000 Euro, in Summe rund 6,3 Millionen Euro. Erreichte Runde Prämie pro Mannschaft Prämien aufsummiert 1. Hauptrunde 110.000 € 110.000 € 2. Hauptrunde 250.000 € 360.000 € Achtelfinale 531.000 € 891.000 € Viertelfinale 1.125.000 € 2.016.000 € Halbfinale 1.750.000 € 3.766.000 € Finale 2.000.000 € 5.766.000 € Finalsieg 500.000 € 6.266.000 €

Weblinks Der DFB-Pokal auf der Website des Deutschen Fußball-Bundes

Einzelnachweise

#201314 Kategorie:Fußballsaison 2013/14