mini|hochkant=1.5|Übersichtskarte von Berlin-Borsigwalde
Die Liste der Straßen in Berlin-Borsigwalde stellt die im Berliner Ortsteil Borsigwalde liegenden Straßen mit ihren historischen Bezügen dar. Gleichzeitig ist diese Zusammenstellung ein Teil der Listen aller Berliner Straßen und Plätze.
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Überblick
Borsigwalde hat Einwohner (Stand: ) und liegt im Postleitzahlenbereich 13509. Im Ortsteil bestehen 32 gewidmete Straßen mit einer Gesamtlänge von 16,6 Kilometern. Von diesen Straßen führen neun unter gleichem Namen in die Nachbarortsteile: Reinickendorf, Wittenau oder Tegel.
Am 24. April 2012 beschloss das Bezirksamt, Borsigwalde offiziell zum 11. Ortsteil des Bezirks Reinickendorf zu erklären. Drucksache Nr. 0020/XIX der BVV Reinickendorf (inkl. Karte der Ortsteilgrenzen), 25. April 2012. Die Grenzen von Borsigwalde verlaufen wie folgt: Nördliche Begrenzung: Am Nordgraben von Borsigwalder Weg bis Eichborndamm östliche Begrenzung: Eichborndamm von Am Nordgraben – S-Bahnhof Eichborndamm südliche Begrenzung: S-Bahnhof Eichborndamm – Trettachzeile westliche Begrenzung: Trettachzeile – Altenhofer Weg – Borsigwalder Weg – Am Nordgraben
Borsigwalde als Ortslage von Wittenau ist bereits im Adressbuch 1919 aufgeführt. Entsprechend sind zur „Kolonie Borsigwalde“ folgende Straßen mit dem Zusatz ‚Post Borsigwalde‘ im Vorort Wittenau genannt: Conrad-, Ernst-, Innungs-, Mirau-, Räusch-, Schubart-, Sommerfelder, Tietzstraße, sowie Straße 18 (Seidelstraße), Straße 21 und Straße 22 (Wittestraße). Im Adressbuch von 1910 ist die Kolonie Borsigwalde mit ihren Straßen als Unterpunkt von Wittenau aufgenommen. Neben den acht Straßen und dem unbebauten Kirchplatz sind 1910 mehrere nummerierte Planstraßen nur als projektierte Querstraßen, jedoch nicht als Stichwort aufgeführt. Noch 1909 ist Dalldorf im Adressbuch genannt jedoch nicht im Straßenverzeichnis der Vororte aufgenommen.
Übersicht der Straßen
Name/Lage Länge/Maße(in Metern)Namensherkunft Datum der BenennungAnmerkungenBildAltenhofer Weg () 240 Altenhof, Ortsteil der Gemeinde Schorfheide in Brandenburg Sie entstand als Straße 169 des Bebauungsplans und verläuft von der Conradstraße bis zum Nassenheider Weg. Zwischen Ziekowstraße und Nassenheider Weg bildet sie die Grenze zum Ortsteil Tegel. 140px|Altenhofer WegAm Nordgraben () 1330(im Ortsteil) Nordgraben, Entwässerungsgraben, der die Panke mit dem Tegeler See verbindet Sie entstand als Straße 374 des Bebauungsplans. Am 1. Juli 1976 wurden die Straßen 473 und 374 ebenfalls so benannt. Auch die Verlängerung zwischen Triftstraße und Gorkistraße erhielt am 1. November 1978 diesen Namen. Der überwiegende Teil liegt im Ortsteil Wittenau. Hier befindet sich das Vivantes Humboldt-Klinikum, Standort Am Nordgraben. 140px|Humboldt-KlinikumBorsigwalder Weg () 1220 Borsigwalde, ehemalige Ortslage in Wittenau, heute ein Ortsteil von Reinickendorf Die Trasse existierte bereits 1905 ohne Bezeichnung. Sie entstand als Straße 10 des Bebauungsplans und verbindet die Ernststraße mit der Straße Am Nordgraben. Die Benennung erfolgte zwischen 1918 und 1922.Hermann Jansen (1869–1945) Bebauungsplan der Kleinsiedlung Borsig, Berlin-Tegel. Teilbebauungsplan Borsigwalde (1922)140px|Borsigwalder Weg vom Klinnerweg aus nach Nordost gesehenBreitenbachstraße () 880 Paul von Breitenbach (1850–1930), von 1906 bis 1918 Minister der öffentlichen Arbeiten im Königreich Preußen Die Straße führt von der Holzhauser Straße bis zur Miraustraße durch Industriegelände. Die Verwaltungsgebäude der EDEKA Berlin, die ehemalige Hauptpostwerkstatt für Postkraftwagen und das Um- und Abspannwerk Wittenau sind gelistete Baudenkmale. Auf dem Grundstück 33–36 befand sich bis 1945 das Stammwerk der Altmärkischen Kettenwerke, eines Herstellers von Panzerfahrzeugen. 140px|Hauptpostwerkstatt für PostkraftwagenConradstraße () 850 Conrad von Borsig (1873–1945), Großindustrieller Sie ist eine der ältesten Straßen in Borsigwalde, die bei der Anlage der Werkssiedlung entstand. Die Wohnanlage Conradstraße 51–78 ist ein gelistetes Baudenkmal. Die Straße verbindet als Verlängerung der Ziekowstraße den Ortsteil Tegel mit der Holzhauser Straße. 140px|ConradstraßeDrenziger Zeile () 190 Drenzig, Ort in der ehemaligen Provinz Brandenburg, heute Drzeńsko in der polnischen Woiwodschaft Lebus Die Straße vom Trepliner Weg zur Vietzer Zeile wurde als Straße 167 angelegt. 140px|Drenziger ZeileDrostestraße () 120 + 110 Droste, um 1844 Gendarm in der Gemeinde Tegel Die Straße verbindet den Borsigwalder Weg mit der Ernststraße und verläuft dann versetzt als Fußweg zum Jacobsenweg. Vorher Straße 1a und Freifläche J. 140px|DrostestraßeEichborndamm () 1240(im Ortsteil) Ludwig (Louis) Eichborn (1819–1903), Grundbesitzer, Bankier, Lotterie-Obereinnehmer. Vorherige Namen waren Rosenthaler Straße (vor 1902–1937), Charlottenburger Straße (vor 1910–1937) und Eichbornstraße (1875–1937). Die Eichbornstraße verlief von der Scharnweberstraße bis zum heutigen Bahnhof Eichborndamm. Ihre Verlängerung war die Charlottenburger Straße, die bis zur Hauptstraße in Wittenau (heute: Alt-Wittenau) verlief. Beide Straßen wurden 1937 in Eichborndamm umbenannt (der S-Bahnhof erhielt diesen Namen erst am 28. Mai 1995 bei Wiederinbetriebnahme der S-Bahnstrecke zwischen Schönholz und Tegel). Am 22. Januar 1958 wurde der Teil der Holzhauser Straße von der Einmündung in den Eichborndamm bis zur Oranienburger Straße ebenso benannt, er war früher Teil der Rosenthaler Straße.Kauperts: Eichborndamm Die Straße bildet die Ostgrenze zum Ortsteil Wittenau. In der Nr. 179 ist in Gebäuden der ehemaligen DWM (Deutsche Waffen- und Munitionsfabriken) die Deutsche Dienststelle (WASt) für die Benachrichtigung der nächsten Angehörigen von Gefallenen der ehemaligen deutschen Wehrmacht (frühere Wehrmachtauskunftstelle) untergebracht. Weiterhin befindet sich dort das Landesarchiv Berlin. 140px|Haupteingang der Deutschen Dienststelle (WAST)
140px|Eichborndamm DWM-Gebäude
140px|Landesarchiv BerlinEichstädter Weg () 300 Eichstädt, Ortsteil der Gemeinde Oberkrämer in Brandenburg Sie entstand als Straße 171 und verbindet den Borsigwalder Weg mit dem Altenhofer Weg. 140px|Eichstädter WegErnststraße () 920 Ernst Borsig ab 1909 von Borsig; (1869–1933), Großindustrieller Vorherige Namen waren Gaswerkstraße (um 1900–1939), Verlängerte Gaswerkstraße (vor 1903 bis vor 1905), Hempelstraße (vor 1905 bis um 1913) und Neue Ernststraße (um 1913–1939). Die Ernststraße verlief ursprünglich nur von Conradstraße bis Miraustraße. Am 29. März 1939 wurden die Neue Ernststraße (Conradstraße bis S-Bahn-Trasse, heute in etwa die Stadtautobahn) und die Gaswerkstraße (Berliner Straße bis S-Bahn-Trasse) in die Ernststraße einbezogen. Sie verläuft von der Berliner Straße in Tegel bis zur Miraustraße. Nur der Teil östlich der Kremmener Bahn gehört zu Borsigwalde, der westliche Teil zu Tegel. Die beiden Teile waren seit den 1920er Jahren zunächst über eine Fußgängerbrücke aus Holz miteinander verbunden, später wurde diese zu Gunsten einer Betonkonstruktion abgelöst. 140px|Ernststraße 68
140px|ErnststraßeHolzhauser Straße () 1540(im Ortsteil) Holzhausen, Stadtteil von Kyritz in Brandenburg Vorherige Namen waren Spandauer Straße (vor 1898–1937) und Charlottenburger Straße (vor 1907–1937). 1937 wurden die Spandauer Straße, der sich nordöstlich anschließende Rest der Charlottenburger Straße und der sich anschließende Teil der Rosenthaler Straße bis zur Oranienburger Straße in Holzhauser Straße umbenannt. Am 22. Januar 1958 erhielt ein Teil der Holzhauser Straße von der Einmündung in den Eichborndamm bis zur Oranienburger Straße den Namen Eichborndamm. Der Teil der Holzhauser Straße zwischen Eichborndamm und Am Nordgraben wurde am 1. Juli 1976 in Am Rathauspark umbenannt. Am selben Tag erhielt ihre Verlängerung, die Straße 374, den Namen Holzhauser Straße.Kauperts: Holzhauser Straße Der Teil südlich der S-Bahntrasse liegt in Tegel. 140px|Holzhauser Straße
140px|Holzhauser StraßeInnungsstraße () 370 Innung, fachliche Organisationsform des Handwerks auf lokaler bzw. regionaler Ebene Hier befand sich eine Schäferei der Charlottenburger Schlächterinnung. Sie wurde als Straße 19 angelegt und zwischen 1905 und 1908 benannt. Sie verlief einst von der Seidelstraße in Tegel bis Miraustraße. Der Teil der Straße im Ortsteil Tegel wurde am 19. Juli 1956 in Otisstraße umbenannt. In der Innungsstraße 40 befindet sich die Agentur für Arbeit Berlin Nord.Agentur für Arbeit Berlin Nord 140px|Innungsstraße
140px|Innungsstraße ArbeitsamtJacobsenweg () 550 Emil Jacobsen (1836–1911), Chemiker und Dichter Die Straße verläuft von der Holzhauser Straße zur Ernststraße. Das Sauerstoffwerk Borsigwalde – Gesellschaft für Lindes Eismaschinen AG, Böhmisches Brauhaus ist ein gelistetes Baudenkmal. 140px|Sauerstoffwerk BorsigwaldeKlinnerweg () 650 Georg Klinner (1864–1958), von 1906 bis 1912 erster Gemeindebaumeister in Wittenau Sie wurde als Straße 5 angelegt. Sie verläuft zwischen Holzhauser Straße und Borsigwalder Weg als Verlängerung des Nassenheider Wegs. 140px|KlinnerwegKlosterfelder Weg () 290 Klosterfelde, Ortsteil der Gemeinde Wandlitz in Brandenburg Sie entstand als Straße 172 und verbindet den Borsigwalder Weg mit dem Nassenheider Weg. 140px|Klosterfelder WegLadeburger Weg () 220 Ladeburg, Ortsteil der Stadt Bernau bei Berlin Sie entstand als Straße 173 und verbindet den Borsigwalder Weg mit dem Nassenheider Weg. 140px|Ladeburger WegLetschiner Weg () 300 Letschin, Gemeinde im Landkreis Märkisch-Oderland in Brandenburg Sie entstand als Straße 170 und verbindet den Borsigwalder Weg mit dem Altenhofer Weg. 140px|Letschiner WegLeuenberger Zeile () 250 Leuenberg, Ortsteil der Gemeinde Höhenland im Landkreis Märkisch-Oderland in Brandenburg Sie entstand als Straße 165 und verläuft von der Ernststraße zum Trepliner Weg. 140px|Leuenberger ZeileMiraustraße () 1610 Clemens Mirau (19. Jahrhundert–nach 1906), Regierungsbaumeister, Kreisbaurat im Kreis Niederbarnim Sie verläuft von der Gorkistraße in Tegel bis zum Eichborndamm. Nordwestlich der Holzhauser Straße begrenzt sie das Borsigwalder Wohngebiet. Hier befindet sich die Toulouse-Lautrec-Schule und die Borsigwalder Grundschule. Zwischen Holzhauser Straße und Eichborndamm führt sie durch das Industriegebiet. Hier befinden sich zahlreiche Gebäude unter Denkmalschutz. 140px|Toulouse-Lautrec-Schule
140px|PförtnerhäuschenNassenheider Weg () 360 Nassenheide, Ortsteil der Gemeinde Löwenberger Land in Brandenburg Die Straße entstand als Straße 174 und verläuft vom Altenhofer Weg zum Borsigwalder Weg. 140px|Nassenheider WegRäuschstraße () 580 Johannes Räusch (19. Jh.–1920), Direktor der Borsig-Zentralverwaltung Sie wurde als Straße 2 von der Terraingesellschaft Tegel angelegt, in deren Aufsichtsrat Räusch Mitglied war. Der gesamte Straßenzug aus der Frühzeit der Kolonie Borsigwalde steht unter Denkmalschutz. Sie verläuft von der Holzhauser Straße bis zum Borsigwalder Weg. In der Räuschstraße 20 befindet sich die katholische Allerheiligen-Kirche. 140px|RäuschstraßeReppener Zeile () 190 Reppen, Stadt in der ehemaligen Provinz Brandenburg, heute Rzepin in der polnischen Woiwodschaft Lebus Die von der Vietzer Zeile angehende Erschließungsstraße entstand als Straße 166. 140px|Reppener ZeileRüdnitzer Zeile () 330 Rüdnitz, Gemeinde in Brandenburg Die Wohnstraße entstand als Straße 174 und verläuft zwischen der Miraustraße und dem Klinnerweg. 140px|Rüdnitzer ZeileSchubartstraße () 620 Paul Schubarth (19. Jh.–nach 1928), Jurist, Direktor im Borsigwerk Sie wurde als Straße 3 von der Terraingesellschaft Tegel, deren Aufsichtsratsvorsitzender Schubart war, angelegt. Der gesamte Straßenzug aus der Frühzeit der Kolonie Borsigwalde steht unter Denkmalschutz. Sie liegt zwischen Holzhauser Straße und Borsigwalder Weg. 140px|Schubartstraße
140px|SchubartstraßeSoltauer Straße