Hans Gertberg (* 23. April 1909 in Rostock; † 21. Juni 1970Zum Tode von Hans Gertberg: Sein einziger Maßstab war die Qualität. In: abendblatt.de. 23. Juni 1970, abgerufen am 15. Oktober 2017. in Hamburg) war ein deutscher Theaterfachmann, der als Regisseur und Rundfunkredakteur tätig war.

Leben und Wirken Gertberg studierte in Berlin Theaterwissenschaften und Germanistik; er arbeitete eine Zeit lang als Schauspieler. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg ging er zum Radio. Peter von Zahn holte ihn zum NWDR Hamburg. Dort entwickelte er mit dem erstmals Weihnachten 1946 ausgestrahlten „Schnelldenker-Turnier“ die vermutlich erste Quizsendung in Deutschland.Christian Werner Thomsen Geschichte des Fernsehens in der Bundesrepublik Deutschland: Unterhaltung, Werbung und Zielgruppenprogramme Fink 1994, S. 32 () Zudem moderierte er die Sendung Echo des Tages. Ab 1950 wurde er auch mit der Regie von Hörspielen beauftragt; als Regisseur inszenierte er beispielsweise 1952 und 1954 die beiden ersten Staffeln von Rolf Beckers Gestatten, mein Name ist Cox, jeweils mit Carl-Heinz Schroth in der Titelrolle (Staffel 3 inszenierte dann S. O. Wagner 1959), den Fünfteiler Prozeßakte Vampir von Horst Mönnich,Funk für Anspruchsvolle, Die Zeit 26. Mai 1955 aber auch Die letzte Fahrt der Sofala von Joseph Conrad. Darüber hinaus trat er auch selbst in einigen Produktionen als Hörspielsprecher in Erscheinung. Von 1952 bis zu seinem Tod leitete er die neu geschaffene NDR-Jazzredaktion. „Bei seinen Sendungen in der Reihe Der Jazzclub war der Drang zu spüren, sein großes Wissen an die Hörer weiterzureichen.“Marianne Therstappen Auf Anregung Rolf Liebermanns entwickelte er die seit 1952 bestehende Studio-Jazzkonzert-Reihe weiter und lud seit 1958 zu den NDR Jazzworkshops national und international bekannte Jazzmusiker zum NDR ein, wo sie nach Probentätigkeit ihre Ergebnisse im Konzert vorstellten. Die auch von ausländischen Sendern übernommene Reihe galt als innovativ und trug entscheidend dazu bei, die neuen Entwicklungen im Jazz im Gebiet des Senders bekanntzumachen.vgl. Hans-Bredow-Institut

Filmografie 1956: Schiff ohne Hafen – Fernsehfilm – Regie: Hanns Farenburg

Hörspiele Als Regisseur

Als Sprecher 1947: Hoppe Hoppe Reiter – Regie: Gustav Burmester 1950: Der größte Mann der Welt – Regie: Kurt Reiss 1951: Radium – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1952: Fahr wohl, Benjowsky – Regie: Gert Westphal 1953: Das Gericht zieht sich zur Beratung zurück; Folge: Das Geständnis – Regie: Gerd Fricke 1955: Auf dem Regenbogen – Regie: Gerlach Fiedler 1956: Fortsetzung folgt – Regie: Gerlach Fiedler

Als Autor 1949: Dr. Jekyll und Mr. Hyde (Hörspielbearbeitung einer Erzählung von Robert Louis Stevenson) – Regie: Gustav Burmester 1953: Das dunkle Zimmer (Original-Hörspiel) – Regie: Hans Rosenhauer

Weblinks

Einzelnachweise

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