Mundraub.org ist eine Internetplattform, auf der Fundstellen für Obst- und Fruchtgewächse eingetragen werden können. Die Seite verfolgt das Ziel, auf vergessene Bestandteile der Kulturlandschaft hinzuweisen und sie zu schützen.

Aktivitäten

Seit dem Start der Plattform 2009 sind deutschlandweit mehrere zehntausend Fundorte eingetragen worden. Zu den am häufigsten verlinkten Sorten gehören Apfel-, Kirsch-, Birn- und Mirabellenbäume. Neben Obstbäumen können auch Nussgewächse, Kräuter und Beerensorten eingetragen werden.

Um Missbrauch zu vermeiden, ist seit dem Relaunch der Seite im Oktober 2011 für die Markierung von Fundstellen eine Registrierung notwendig. Zuvor hatte es vereinzelt Beschwerden von Anwohnern und Gemeinden gegeben, die eine Übernutzung der markierten Bäume befürchteten.Bericht Frankfurter Rundschau zu Beschwerden in der Stadt Langen

Im Rahmen des Synagieren-Wirkcamps 2011 wurde durch Teilnehmer ein Handbuch erstellt, in dem auf allgemeine Regeln zur Nutzung und Pflege von Obstbäumen hingewiesen wird. Ab Juni 2012 wird es in einer überarbeiteten und illustrierten Version angeboten. Die Finanzierung erfolgte mittels Crowdsourcing und zählt zu den erfolgreichsten Projekten der Funding-Seite VisionBakery.

Im Jahr 2012 wurde eine Kooperation zwischen Terra Concordia gUG und dem Tourismusverband Hasetal für ein gemeinsames Projekt verabredet. Geplant ist, den Obstbaumbestand entlang des Hase-Ems-Radweges zu schützen, in dem lokale Akteure mit geschulten Paten an der Pflege mitwirken.. Abgerufen am 14. Mai 2012

Rezeption und Auszeichnungen

Die Plattform fand seit Bestehen in über 200 Presse-, 50 Radio- und über 30 TV-Beiträgen Erwähnung,Werkstatt N Projekt Mundraub - Was ist seit der letzten Bewerbung passiert? in eigenen Beiträgen unter anderem im ARD-Ratgeber, ARD-Ratgeber, Oktober 2013, abgerufen am 5. November 2013, Hamburger AbendblattAn 22 Stellen in Hamburg gibt es kostenloses Obst. In: Hamburger Abendblatt, 18. August 2010. Abgerufen am 14. Mai 2012, im FocusÄpfel für Alle: Webseite zeigt herrenlose Obstbestände. In: Focus Online, 8. September 2010. Abgerufen am 14. Mai 2012, der Süddeutschen ZeitungBirgit Lutz, Nadia Pantel: Mundraub.org: Verein vermittelt kostenloses Obst, Süddeutsche Zeitung, 14. September 2014. Der Westen und im Deutschlandradio. DRadio Wissen, 8. Juni 2010. Abgerufen am 14. Mai 2012, international von Hürriyet. In: Hürriyet, 10. August 2010. Abgerufen am 14. Mai 2012 und National Public RadioMundraub Website Helps People Find Free Fruit In Germany. In: National Public Radio, 23. Juni 2011. Abgerufen am 14. Mai 2012 sowie in Agenturmeldungen von Agence France-PresseMundraub.org: Obst direkt aus der Großstadt. In: Youtube, veröffentlicht von AFP. und ReutersWebsite tells Germans where to pick free fruit. In: reuters.com, 18. Oktober 2010. Abgerufen am 14. Mai 2012.

Mundraub.org ist ausgezeichnet als Werkstatt-N-Projekt 2011 und 2012 durch den Rat für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung. Auszeichnungen durch den Rat für Nachhaltige Entwicklung als Werkstatt N Projekt Das Projekt „Mundraub-Region Hasetal“ wird mit 125.000 € durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt gefördert.Beitrag Neue Osnabrücker Zeitung zur DBU-Förderung des Projekts "Mundraub-Region Hasetal"

Weblinks Mundraub-Homepage Sebastian Leber: Internetprojekt mit Kern-Kompetenz In: Zeit Online vom 4. Oktober 2010, abgerufen am 5. Mai 2012

Einzelnachweise

Kategorie:Soziale Bewegung Kategorie:Soziale Innovation