Hermann Serient (* 19. Juli 1935 in Melk als Hermann Steiner; † 22. August 2026Suche nach Steiner, alle Friedhöfe ab 01. 09 bis 30. 09. 2026 In: Bestattungskalender der Friedhöfe Wien, abgerufen am 31. August 2026.) war ein österreichischer Künstler.

Leben und Wirken Serient wurde 1935 als Hermann Steiner in Melk geboren. Sein Künstlername ist ein Anagramm des bürgerlichen Nachnamens Steiner. 1940 übersiedelte die Familie nach Wien. Zwischen 1950 und 1954 absolvierte er eine Goldschmiedelehre und die Juwelierfachschule in Wien. 1963 gründete er ein eigenes Atelier in Wien und wurde freischaffender Künstler und Karikaturist der Wiener Arbeiter-Zeitung und bei satirischen Zeitschriften. 1965 gründete er ein Atelier in Rohr im Südburgenland; es entstand der Ölbilderzyklus „Heanzenzyklus“. Zwischen 1972 und 1974 beschäftigte er sich intensiv mit Fotografie und produzierte zahlreiche Zeichentrickfilme, Keramiken und Plastiken. 1975 entstanden Skulpturarbeiten im Steinbruch St. Margarethen. Im ORF-Film Heanzenland übernahm er die Rolle des „Kleinrichters“. 2005 richtete ihm die Burgenländische Landesgalerie Eisenstadt eine Retrospektive aus.

1988 eröffnete er auch wieder ein Atelier in Wien. Es entstand der zeitkritische Zyklus Das Irrsein hat schon begonnen. Er fertigte Holzschnitte, Monotypien, Buchillustrationen, Votiv- und Andachtstafeln.

1992 gründete Serient eine eigene Galerie, die er bis 1995 auch selbst leitete.

2005 begann Serient mit dem Zyklus Masken und Maskierte – Ölbilder und Radierungen. 2011 gab er zu diesem Zyklus eine Kassette mit 25 Radierungen in einer Auflage von 7 Exemplaren heraus.

Die Erkenntnis von der Verantwortung für die Zukunft bestimmt Serients Bilderwelt, mit der er gegen Weltzerstörertum und kollektive Verleugnung Stellung bezieht.

Auszeichnungen 1984: Burgenlandstiftung Theodor Kery-Preisträger für Bildende Kunst 2004: Burgenlandstiftung Theodor Kery-Preisträger für Bildende Kunst – Lebenswerk 2007: Burgenländischer Landeskulturpreis für Kunst und Fotografie bei burgenlandkultur.at

Ausstellungen 1962: Galerie Asyl Wien 1969: Galerie Peithner Lichtenfels Wien 1972: Galerie Aoki Tokio 1980: Museum Neumünster Neumünster 2005: Burgenländische Landesgalerie Eisenstadt 2009: Friedensburg Schlaining 2011: Galerie Kaiblinger Wien 2011: Kunsthandel Widder Wien 2014: Museum Angerlehner Wels/Thalheim 2014: Neues Rathaus Bayreuth 2015: Galerie Aoki Tokio 2015: Burgenländische Landesgalerie Eisenstadt 2015: Galerie Widder Wien 2015: Das Irrsein hat schon begonnen. Galerie Kaiblinger Wien

Literatur Claudia Widder und Roland Widder: Hermann Serient. Werke. 1965-2005. Verlag Bibliothek der Provinz, Wien 2005, ISBN 978-3852526898 Aoki Galerie: Fake. Hermann Serient. Tokio 2001

Weblinks

Website von Hermann Serient

Einzelnachweise

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