Burgkirchen ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Braunau im Innviertel mit Einwohnern (Stand ). Der zuständige Gerichtsbezirk ist der Gerichtsbezirk Braunau am Inn.

Der Ort erhielt 1992 und 2003 die Auszeichnung als Radfahrfreundlichste Gemeinde Oberösterreichs.

Geografie Burgkirchen liegt auf 393 Meter Höhe im Innviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 8,9 km, von West nach Ost 10,3 km. Die Gesamtfläche beträgt 45,9 Quadratkilometer. 30,5 % der Fläche sind bewaldet, 61,9 % landwirtschaftlich genutzt.

Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst folgende 45 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ):

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Biburg, Forstern, Hartberg, Oberspraidt und St. Georgen an der Mattig.

Nachbargemeinden

Geschichte Ortsgeschichte 1007 wurde der Ort zum ersten Mal erwähnt. Der Name leitet sich von Puchkyrchen (= Kirche beim Buchenwald) ab. Der Ort war bis 1779 bayrisch und kam nach dem Frieden von Teschen mit dem Innviertel (damals 'Innbaiern') zu Österreich. Während der Napoleonischen Kriege wieder kurz bayrisch, gehört er seit 1814 endgültig zu Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. Während der NS-Zeit befand sich in Burgkirchen ein „Fremdvölkisches Kinderheim“, in diesem kam es auch zu Todesfällen.Friederike Schneeberger: Das „Fremdvölkische Kinderheim“ Burgkirchen. In: Markus Rachbauer, Florian Schwanninger, Susanne Lammer, Martin Kranzl-Greinecker (Hrsg.): „Fremdvölkische Kinderheime“ in „Oberdonau“, Innsbruck 2026, S. 53–57, ISBN 978-3-7065-6077-1. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Einwohnerentwicklung

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 2.472 Einwohner, 2001 dann 2.546 Einwohner. Die Zunahme erfolgte, obwohl die Wanderungsbilanz negativ war, wegen der stark positiven Geburtenbilanz. Von 2001 bis 2011 nahm die Abwanderung zu, sodass trotz weiter positiver Geburtenbilanz die Bevölkerungszahl nur leicht auf 2.554 Personen stieg. In den folgenden zehn Jahren war das Wachstum wesentlich größer.

Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Katholische Filialkirche hl. Georg

in Biburg Biburger Kapelle in Forstern Schloss Forstern in St. Georgen an der Mattig Kath. Pfarrkirche Burgkirchen: spätgotisch, Mitte des 15. Jahrhunderts erbaut; die Pfarrkirche beherbergt viele kostbare Kunstwerke, wie die Kreuzigungsgruppe der Brüder Martin und Michael Zürn (der oberschwäbischen Bildhauerfamilie Zürn) und prächtige Stuckarbeiten von Johann Michael Vierthaler. Englmüllerkapelle Kath. Filialkirche St. Georgen an der Mattig: ausgestattet mit Altären von Martin und Michael Zürn, weiter befindet sich hier der älteste Opferstock Österreichs.

Wirtschaft und Infrastruktur In Burgkirchen befinden sich 120 landwirtschaftliche Betriebe, davon sind 75 Vollerwerbsbauern (Stand 2010). Auch haben sich 40 Gewerbebetriebe im Gemeindegebiet angesiedelt.

Bildung In Burgkirchen befinden sich ein Kindergarten, eine Volksschule und eine landwirtschaftliche Fachschule.

Verkehr Eisenbahn: Die Mattigtalbahn verbindet Burgkirchen mit Braunau und Neumarkt an der Westbahn. Straße: Die wichtigste Straßenverbindung der Gemeinde ist die Braunauer Straße B147 von Braunau nach Straßwalchen.

Politik

Der Gemeinderat hat 25 Mitglieder. Nach den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich hatte/hat der Gemeinderat folgende Verteilungen: 2003: 15 ÖVP, 8 SPÖ und 2 FPÖ. 2009: 15 ÖVP, 5 SPÖ und 5 FPÖ. 2015: 15 ÖVP, 7 FPÖ und 3 SPÖ. 2021: 15 ÖVP, 6 FPÖ und 4 SPÖ.

Bürgermeister

bis 2008 Georg Ellinger (ÖVP) 2008–2014 Georg Hofstätter (ÖVP) seit 2014 Albert Troppmair (ÖVP)

Wappen rechts|150px Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens: In Blau ein weißes, springendes Ross. Gemeindefarben: Blau-Weiß-Blau.

Gemeindepartnerschaften Füllinsdorf, Schweiz (wegen des ähnlichen, fast identischen Wappens)

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Anton Deiser (1872–1955), Bauer, Gastwirt und Politiker Josef Öller (1949–2008), Politiker (SPÖ) Hermann Gschaider (* 1956), Bildhauer

Mit der Gemeinde verbundene Persönlichkeiten

Robert Krotzer (* 1987), Politiker (KPÖ), Mitglied der Grazer Stadtregierung in den Kabinetten Nagl und Kahr David Schießl (* 1972), Politiker (FPÖ) und Technischer Angestellter, Mitglied des Gemeinderats von Burgkirchen Gerald Weilbuchner (* 1990), Politiker (ÖVP) und Unternehmer Anna Zauner-Pagitsch (* 1963), Harfenistin, lebt in Burgkirchen

Literatur Georg Friedl: Schaffung von Räumlichkeiten für Sport, Kultur und Veranstaltungen in der Gemeinde Burgkirchen. Diplomarbeit, Akademie für kommunales Management, um 2005. Birgit Juric-Kaufmann: 40 Jahre oberösterreichische Volksmusikwoche Burgkirchen. Volksmusik ist eine Herzensangelegenheit. In: Innviertler Kulturkreis, Michael Stabauer: Festschrift 40 Jahre Innviertler Kulturkreis. Munderfing 2017, S. 50–55.

Weblinks

Offizielle Homepage der Landgemeinde Burgkirchen

Einzelnachweise

Kategorie:Inntal (Oberösterreich) Kategorie:Innviertler Hügelland Kategorie:Mattigtal Kategorie:Ersterwähnung 1007