Eine Frau, die weiß, was sie will (auch: Manon) ist eine musikalische Komödie in zwei Akten (fünf Bildern) von Oscar Straus (Musik) mit einem Libretto von Alfred Grünwald frei nach Le Fauteuil 47 (1923) von Louis Verneuil.Louis Verneuil (eigtl. Louis Colin du Bocage, 1893–1952) (siehe ) schrieb die Libretti zu Meine Schwester und ich (Ma sœur et moi) (zusammen mit Georges Berr), zum Tonfilm Einbrecher (D 1930, Regie: Hanns Schwarz) und zu Eine Frau, die weiß, was sie will (Verfilmung von Arthur Maria Rabenalt, BRD 1958 – ). Die Operette wurde am 1. September 1932 im Metropol-Theater in Berlin uraufgeführt.Eine Frau, die weiß, was sie will (Manon) auf theatertexte.de, abgerufen am 12. Juli 2022.
Handlung Eine ausführliche Inhaltsangabe bietet der Verleger des Werkes, Felix Bloch Erben.im Subvertrieb für den Musikverlag und Bühnenvertrieb Zürich AG. – felix-bloch-erben.de.
Orchester Die Orchesterbesetzung der Operette umfasst die folgenden Instrumente:
Holzbläser: Flöte, Oboe, zwei Klarinetten, Fagott Blechbläser: drei Trompeten, Posaune Pauken, Schlagzeug: kleine Trommel, Becken, große Trommel, Holztrommel, Tamburin, Triangel, Glocken oder Glockenspiel, Jazzschlagzeug zwei Klaviere, Celesta Gitarre Streicher
Werkgeschichte mini|Uraufführungs-Programm vom Metropol-Theater Berlin 1932 In der Uraufführung spielte Fritzi Massary (1882–1969) die Titelrolle, weitere Darsteller waren Ellen Schwanneke, Viktor de Kowa und Walter Slezak. Die Aufführung der Operette hatte bereits 1932 unter Angriffen von Seiten der Nationalsozialisten zu leidenClarke: Aspekte und wurde gezielt gestört.Kamber: Als Grund ist sicherlich nicht nur die Beteiligung „nichtarischer“ Autoren und Darsteller zu sehen, sondern auch das gewandelte Frauenbild darin,Sophie Ebert: das im Widerspruch zu dem der völkisch-nationalen Ideologie stand.Sophie Ebert: Die neue Frau in Theater und Massenmedien der Weimarer Republik. und die dort gegebenen Literaturempfehlungen zum Gegenstand.
Die Operette wurde nach 1933 auch in Österreich weiter aufgeführt. – () Im Oktober 1960 wurde sie in Wien von Karl Farkas am Raimund-Theater neu inszeniert, Zarah Leander spielte die Hauptrolle, in der sie bereits 1933 in Schweden bei der dortigen Uraufführung zu sehen gewesen war, an der Seite von Fritz Imhoff, Hannelore Cremer und Hans Unterkircher. Ab 26. Dezember 1961 spielte sie die Rolle auch in einem Gastspiel am Storateater, Göteborg.Eine Frau, die weiß, was sie will, im Artikel auf der Website Paul Seiler: Zarah Leander-Archiv.
Auch in jüngster Zeit wurde die Operette in moderner Neuinszenierung wieder aufgeführt, in Berlin seit der Uraufführung 1932 erstmals wieder im Jahr 2015 unter der Regie von Barrie Kosky an der Komischen Oper Berlin, die sich heute im Gebäude des damaligen Metropol-Theaters befindet.Rezension zu Frankl, 20. Februar 2006: – bei claus-j-frankl.de
Aufnahmen Tondokumente auf Schallplatten Couplet der Ninon, aus Eine Frau, die weiss, was sie will (Oscar Straus – A. Grünwald)Fritzi Massary mit Orchester, Dirigent: Hans Schindler. Electrola E.G. 2604 (0D 1083-III), aufgenommen am 7. September 1932 (Youtube) Warum soll eine Frau kein Verhältnis haben?, Chanson aus der Operette Eine Frau, die weiß, was sie will (Oscar Straus – A. Grünwald)Fritzi Massary mit Orchester, Dirigent: Hans Schindler. Electrola E.G. 2604 (0D 1084-II), aufgenommen am 7. September 1932 (Youtube) Ich bin eine Frau, die weiß, was sie will, Chanson aus der Operette Eine Frau, die weiß, was sie will (Oscar Straus – A. Grünwald)Fritzi Massary mit Orchester, Dirigent: Hans Schindler. Electrola E.G. 2605 (0D 1091-III), aufgenommen am 12. September 1932 Jede Frau hat irgendeine Sehnsucht. Chanson aus der Operette Eine Frau, die weiß, was sie will (Oscar Straus – A. Grünwald)Fritzi Massary m. Orchester, Dirigent: Hans Schindler. Electrola E.G.2605 (0D 1092-II), aufgenommen am 12. September 1932 (Youtube) Die Sache, die man Liebe nennt, Lied und Tango aus der Operette Eine Frau, die weiß, was sie will (Oscar Straus – A. Grünwald)Oscar Joost und sein Orchester. Gesang: Austin Egen. Kristall 3307 (C 2246-1), aufgenommen in Berlin, Herbst 1932 Die Sache, die man Liebe nennt, Tango aus dem Tonfilm: Eine Frau, die weiß, was sie will (Oscar Straus – Alfred Grünwald)Hermann von Stachow Tanz-Orchester mit deutschem Refraingesang: Leo Monosson. Polydor Nr. 24 823 A (4952 (?) BD), aufgenommen in Berlin, Herbst 1932 (Youtube) Jede Frau hat eine kleine Sehnsucht, Slowfox aus dem Tonfilm: Eine Frau, die weiß, was sie will (Oscar Straus – Alfred Grünwald)Hermann von Stachow Tanz-Orchester mit deutschem Refraingesang: Leo Monosson. Polydor Nr. 24 823 B (4953 BD), aufgenommen in Berlin, Herbst 1932 (Youtube) Ich bin eine Frau, die weiß, was sie will aus: Manon. In: Diana Damrau – Operette (Wien, Berlin, Paris). Münchner Rundfunkorchester, Dirigent Ernst Theis. Erato 5054197827983, aufgenommen 2022.
Wiederveröffentlichungen CD „Erinnerungen an Fritzi Massary“. Label: Preiser Records, Erscheinungsdatum 1. Januar 1997,enthält von Oscar Straus aus: Eine Frau, die weiß, was sie will, Operette:Ich bin eine Frau, die weiß, was sie will 2:40 / Jede Frau hat irgendeine Sehnsucht 3:22 / Ninon, Ninon 3:05 / Warum soll eine Frau kein Verhältnis haben? 3:13 CD „Operetten-Träume: Die ganze Welt ist himmelblau“. Anzahl der Disks: 2. Label: Elite Special. Copyright: 1999. Erscheinungsdatum 15. November 1999,enthält auf Disc 1:„Melodien von Oscar Straus: Ich bin eine Frau, die weiß, was sie will – Na, hat die Frau nicht etwas – Die Sache, die man Liebe nennt – Das ist der letzte Walzer – Jede Frau hat eine kleine Sehnsucht“Inhalt „Operetten-Träume: Die ganze Welt ist himmelblau“ nach
Verfilmungen Spielfilm Deutschland 1934, Regie: Victor Janson, Hauptrolle: Lil Dagover, Musik (Bearbeitung): Werner Schmidt-Boelcke.Zu den Filmen, zu denen Schmidt-Boelcke die Musik komponierte, gehören u. a. „Eine Frau, die weiß, was sie will“ (1934) Uraufführung: Deutschland 31. August 1934. Auch in Österreich und der Tschechoslowakei. Spielfilm Tschechoslowakei 1934, Regie: Václav Binovec, Buch: Vilém Werner und Jaroslav Mottl. Tschechischsprachige Version von „Eine Frau, die weiß, was sie will,“ D 1934.Originaltitel: Žena, ktera vi co chce. Uraufführung 17. August 1934. Darsteller: Markéta Krausová als Manon Cavallini, Jirí Steimar als Herr Cavallini, Truda Grosslichtová als Vera, Ružena Slemrová als Babetta Eine Frau, die weiß, was sie will, Spielfilm BR Deutschland 1957/1958, Regie: Arthur Maria Rabenalt. Hauptrolle: Lilli Palmer, Musik (Bearbeitung): Erwin Straus. Uraufführung: 25. Februar 1958, Düsseldorf, Apollo; Erstausstrahlung im Fernsehen: 22. April 1963, ZDF.
Literatur Rezension der Uraufführung von Oscar Bie in: Hallische Nachrichten vom 3. September 1932, S. 3 Eine Frau, die weiß, was sie will. In: Illustrierter Film-Kurier. Filmpropaganda Ges.m.b.H., Iss. 882, Wien 1934, S. 8. Eine Frau, die weiss, was Sie will. In: Ill. (Czech Republic), Lichtspiel-Programm M. Schulz, Graph. Kunstanstalt A.-G., Nr. 171, 1934, S. 8. Claude Gauteur: A propos de Louis Verneuil (1893–1952). Seguier Editions, 2007, ISBN 2-84049-496-5 (französisch). Marion Linhardt: Eine Frau, die weiß, was sie will. In: Pipers Enzyklopädie des Musiktheaters. Band 6: Werke. Spontini–Zumsteeg. Piper, München/Zürich 1997, ISBN 3-492-02421-1, S. 47–48. Manja Seelen: Das Bild der Frau in Werken deutscher Künstlerinnen und Künstler der Neuen Sachlichkeit. LIT, 1995, ISBN 3-8258-2531-0, S. 3. Carola Stern: Die Sache, die man Liebe nennt. Das Leben der Fritzi Massary. Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 2000, ISBN 3-499-22529-8. Rezension von Anke Heimberg auf literaturkritik.de, Nr. 2, Februar 2002. Kevin Clarke: Gefährliches Gift. Die „authentische“ Operette – und was aus ihr nach 1933 wurde. In: Albrecht Dümling (Hrsg.): Das verdächtige Saxophon. (online), 20. November 2007(operetta-research-center.org, hier Anm. 11). Kevin Clarke: Aspekte der Aufführungspraxis oder: Wie klingt eine historisch informierte Spielweise der Operette? In: FZMw. Jg. 9 (2006), S. 21–75, hier: S. 25 u. 40 (fzmw.de). Stefan Frey: Oscar Straus „Eine Frau, die weiß, was sie will“. In: LexM. 2007 (aktualisiert am 23. Nov. 2010 lexm.uni-hamburg.de). Sophie Ebert: Operetten-Historie. Das Bordell tanzt. In: Spiegel Online Kultur. 21. Dezember 2011 (spiegel.de).
Weblinks Eine Frau, die weiß, was sie will im Operetten-Lexikon Eine Frau, die weiss, was Sie will auf murnau-stiftung.de
Filmplakat zu Eine Frau, die weiß, was sie will, BRD 1957/58 auf filmportal.de
Einzelnachweise Marion Linhardt: Eine Frau, die weiß, was sie will. In: Pipers Enzyklopädie des Musiktheaters. Band 6: Werke. Spontini–Zumsteeg. Piper, München/Zürich 1997, ISBN 3-492-02421-1, S. 47–48.
Kategorie:Alfred Grünwald Kategorie:Werk von Oscar Straus (Komponist) Kategorie:Operettentitel Kategorie:Operette aus dem 20. Jahrhundert Kategorie:Musik 1932