Die 64. Österreich-Rundfahrt war ein Straßenradrennen, das vom 1. bis 8. Juli 2012 stattfand. Das 1200 Kilometer lange Etappenrennen gehört zur UCI Europe Tour 2012 und wurde dort in die höchste Kategorie 2. Hors Catégorie eingestuft. Die Tour führte durch sieben der neun österreichischen Bundesländer, lediglich Oberösterreich und Vorarlberg wurden von ihr nicht durchfahren.
Teilnehmende Teams
An den Start gingen sechs UCI ProTeams, acht UCI Professional Continental Teams und vier UCI Continental Teams.
Eine detaillierte Starterliste befindet sich auf der separaten Seite → Fahrerfeld 2012.
ProTeams (AST) (BMC) (KAT) (MOV) (OPQ) (RNT) Professional Continental Teams (APP) (BSC) (COF) (ASA) (COL) (TT1) (FAR) (UHC) UCI Continental Teams (RAD) (VBG) (TIR) (WSA)
Etappenübersicht Der Etappenplan wurde am 31. Mai 2011 in Laxenburg präsentiert.Streckenpräsentation, abgerufen am 1. Juni 2012
Etappe Datum Start – Ziel Typ Distanz Etappensieger 1. 1. Juli Innsbruck – Innsbruck Bergetappe 153,0 Alessandro Bazzana 2. 2. Juli Innsbruck – Kitzbüheler Horn (Bergankunft) Hochgebirgsetappe 157,4 Danilo Di Luca 3. 3. Juli Kitzbühel – Lienz Hochgebirgsetappe 141,8 Sacha Modolo 4. 4. Juli Lienz – St. Johann/Alpendorf Hochgebirgsetappe 141,3 Jakob Fuglsang 5. 5. Juli St. Johann/Alpendorf – Sonntagberg (Bergankunft) Bergetappe 228,3 Fabio Taborre 6. 6. Juli Waidhofen/Ybbs – Melk Hügelige Etappe 185,2 Sacha Modolo 7. 7. Juli Podersdorf (Einzelzeitfahren) Zeitfahren 24,1 Marco Pinotti 8. 8. Juli Podersdorf – Wien, Burgtheater Flachetappe 122,8 Daniele Colli
Wertungen im Rennverlauf Die Tabelle zeigt den Führenden in der jeweiligen Wertung nach der jeweiligen Etappe an. Etappe Gesamtwertung25px Punkte25px Berg25px Nachwuchs25px Österreicher25px Teamwertung 1. Alessandro Bazzana () Alessandro Bazzana () Yohann Bagot () Georg Preidler () Georg Preidler () 2.Danilo Di Luca () Danilo Di Luca () Angelo Pagani () Thomas Rohregger () 3.Georg Preidler () 4. Jakob Fuglsang () Jakob Fuglsang () 5. 6.Georg Preidler () 7. 8.
Etappen
1. Etappe
300px Ergebnis der 1. EtappeMikro Funk Timing: 1. Etappe – 1. Juli 2012 Innsbruck–Innsbruck Tages-Einzelwertung (PDF-Dokument, 79 KB; abgerufen am 10. Juli 2012) 1. (TT1) 3:54:48 h 2. (AST) gleiche Zeit 3. (COG) 4. (TT1) 5. (KAT) 6. (ASA) Zwischenstand nach der 1. Etappe GesamtwertungMikro Funk Timing: 1.Etappe – 1. Juli 2012 Innsbruck–Innsbruck Gesamt-Einzelwertung (PDF-Dokument, 89 KB; abgerufen am 10. Juli 2012) 1. (TT1) 3:54:38 h 2. (AST) + 0:04 min 3. (COG) + 0:06 min PunktewertungMikro Funk Timing: 1.Etappe – 1. Juli 2012 Innsbruck–Innsbruck Gesamt Punkteklassement (PDF-Dokument, 75 KB; abgerufen am 10. Juli 2012) 1. (TT1) 15 Punkte 2. (AST) 12 Punkte 3. (RAD) 10 Punkte BergwertungMikro Funk Timing: 1.Etappe – 1. Juli 2012 Innsbruck–Innsbruck Gesamt Bergwertung (PDF-Dokument, 70 KB; abgerufen am 10. Juli 2012) 1. (COF) 5 Punkte 2. (APP) 3 Punkte 3. (RAD) 1 Punkte
Bereits nach wenigen Kilometern unternahm der Oberösterreicher Riccaro Zoidl gemeinsam mit dem Franzosen Yohan Bagot einen erfolgreichen Ausreißversuch. Etwas später schlossen mit Matthias Brändle und Stefan Praxmarer sowie dem Ungarn Laszlo Bodrogi drei weitere Fahrer auf. Dem Quintett gelang es in der Folge einen Vorsprung von bis zu sieben Minuten herauszufahren. Nachdem die Zusammenarbeit innerhalb der Gruppe nicht wunschgemäß funktionierte, konnte das Hauptfeld, angeführt von den beiden Italienern Di Luca und Stefano Garzelli rund 20 Kilometer vor der Zielankunft die Ausreißer wieder einholen.Laola1.at: (abgerufen am 11. Juli 2012) Wegen des hohen Tempos und der brütenden Hitze konnte sich in der Folge kein Fahrer mehr vom Feld absetzen, wodurch es auf dem etwa 300 Meter langen und bis zu 18 % steilen Zielanstieg zum Bergisel zum Massensprint kam. Bei diesem setzte sich der 28-jährige Italiener Alessandro Bazzana vor seinen Landsleuten Francesco Gavazzi und Marco Canola durch. Bazzanas Mannschaftskollege Georg Preidler rundete den Erfolg des Teams Type 1-Sanofi ab und wurde damit bester Österreicher.
2. Etappe
mini|hochkant=0.75|links|Danilo Di Luca siegte bei der Bergankunft am Kitzbüheler Horn. 300px Ergebnis der 2. Etappe 1. (ASA) 3:50:50 h 2. (BMC) + 0:07 min 3. (RNT) + 0:10 min 4. (KAT) + 0:21 min 5. (AST) + 0:23 min 6. (VBG) + 0:27 min Zwischenstand nach der 2. Etappe GesamtwertungMikro Funk Timing: 2.Etappe – 2. Juli 2012 Innsbruck–Kitzbüheler Horn Gesamt-Einzelwertung (PDF-Dokument, 89 KB; abgerufen am 10. Juli 2012) 1. (ASA) 7:45:28 h 2. (BMC) + 0:11 min 3. (RNT) + 0:16 min PunktewertungMikro Funk Timing: 2.Etappe – 2. Juli 2012 Innsbruck–Kitzbüheler Horn Gesamt Punkteklassement (PDF-Dokument, 75 KB; abgerufen am 10. Juli 2012) 1. (TT1) 21 Punkte 2. (ASA) 15 Punkte 3. (BMC) 12 Punkte BergwertungMikro Funk Timing: 2.Etappe – 2. Juli 2012 Innsbruck–Kitzbüheler Horn Gesamt Bergwertung (PDF-Dokument, 70 KB; abgerufen am 10. Juli 2012) 1. (ASA) 15 Punkte 2. (BMC) 11 Punkte 3. (RNT) 8 Punkte
Nachdem das Feld die ersten 60 Kilometer geschlossen absolviert hatte, konnten in Hopfgarten drei Fahrer erfolgreich ausreißen. Die beiden Österreicher Markus Eibegger und Josef Benetseder fuhren gemeinsam mit dem Franzosen Mickaël Buffaz einen Vorsprung von bis zu fünf Minuten heraus. Angetrieben vom Team RadioShack-Nissan holte das Hauptfeld bis zum Anstieg auf das Kitzbüheler Horn die Ausreißer wieder ein. Auch beim 7,1 Kilometer langen und bis zu 22,3 % steilen Anstieg (865 Höhenmeter) gaben vorerst die Fahrer von RadioShack-Nissan das Tempo vor, worauf das Fahrerfeld bald aufsplitterte. Bis zur Mautstelle, 4,8 Kilometer vor dem Ziel, bildete sich eine zehnköpfige Spitzengruppe. In der Folge verloren zuerst David Arroyo und Harald Totschnig und dann auch Jakob Fuglsang und Jure Golčer den Anschluss. Drei Kilometer vor dem Ziel bestand die Spitzengruppe aus fünf Fahrern, wobei Thomas Rohregger und Danilo Di Luca die Führungsarbeit leisteten. Rohregger, der bereits 2007 diese Etappe gewonnen hatte, versuchte davon zu ziehen, doch Di Luca konterte erfolgreich und konnte sich einen Kilometer vor dem Ziel alleine absetzen. Der Sieger des Giro d’Italia 2007 Danilo Di Luca sicherte sich den Etappensieg vor dem Schweizer Steve Morabito, der Rohregger kurz vor dem Ziel noch überholte, den Etappensieg.Laola1.at: (abgerufen am 11. Juli 2012)
3. Etappe
mini|hochkant=0.75|links|Sacha Modolo, Sprintsieger der 3. Etappe. 300px Ergebnis der 3. EtappeMikro Funk Timing: 3. Etappe – 3. Juli 2012 Kitzbühel–Lienz Tages-Einzelwertung (PDF-Dokument, 79 KB; abgerufen am 10. Juli 2012) 1. (COG) 3:29:22 h 2. (APP) gleiche Zeit 3. (AST) 4. (TT1) 5. (TT1) 6. (BMC) Zwischenstand nach der 3. Etappe GesamtwertungMikro Funk Timing: 3.Etappe – 3. Juli 2012 Kitzbühel–Lienz Gesamt-Einzelwertung (PDF-Dokument, 89 KB; abgerufen am 10. Juli 2012) 1. (ASA) 11:14:50 h 2. (BMC) + 0:11 min 3. (RNT) + 0:16 min PunktewertungMikro Funk Timing: 3.Etappe – 3. Juli 2012 Kitzbühel–Lienz Gesamt Punkteklassement (PDF-Dokument, 75 KB; abgerufen am 10. Juli 2012) 1. (TT1) 28 Punkte 2. (AST) 22 Punkte 3. (ASA) 15 Punkte BergwertungMikro Funk Timing: 3.Etappe – 3. Juli 2012 Kitzbühel–Lienz Gesamt Bergwertung (PDF-Dokument, 70 KB; abgerufen am 10. Juli 2012) 1. (TT1) 25 Punkte 2. (RAD) 20 Punkte 3. (ASA) 15 Punkte
Bereits zehn Kilometer nach dem Start bildete sich eine sechsköpfige Spitzengruppe, der neben den beiden Österreichern Markus Eibegger und Georg Preidler weiters Yohann Bagot, Florian Guillou, Beñat Intxausti und Andrea Pasqualon angehörten. Preidler sicherte sich auch die erste Bergwertung auf dem Pass Thurn (1273 Meter). In der Folgwe schaffte mit Maxim Belkov ein weiterer Fahrer den Anschluss zu dieser Gruppe, die gemeinsam den Anstieg zum Felbertauern (1630 Meter) in Angriff nahm. Abermals konnte sich Preidler die Bergwertung sichern. Beim Anstieg auf der Pustertaler Höhenstraße verschärfte Markus Eibegger das Tempo und schüttelte damit den letzten Verfolger Pasqualon ab. Eibegger sichert sich die Bergwertung und fuhr alleine dem Ziel entgegen. Hinter ihm bildete sich mit Guillou und Intxausti ein Verfolgerduo, das jedoch vom Feld geschluckt wurde. Aber auch Eibeggers Soloflucht wurde nicht belohnt, denn drei Kilometer vor dem Ziel wurde auch er vom Feld eingeholt. Damit kam es in Lienz zum Massensprint, in dem sich der Österreicher Daniel Schorn der italienischen Übermacht knapp geschlagen geben musste und hinter Sacha Modolo als zweiter die Ziellinie überquerte.Der Standard: Eibegger-Flucht blieb unbelohnt, Schorn Zweiter (abgerufen am 11. Juli 2012)
4. Etappe
mini|links|„Glocknerkönig“ 2012 wurde der Däne Jakob Fuglsang, der sich auch den Etappensieg holte. 300px Ergebnis der 4. EtappeMikro Funk Timing: 4. Etappe – 4. Juli 2012 Lienz–St. Johann im Pongau Alpendorf Tages-Einzelwertung (PDF-Dokument, 79 KB; abgerufen am 10. Juli 2012) 1. (RNT) 3:52:37 h 2. (APP) + 1:14 min 3. (VBG) + 2:35 min 4. (KAT) + 2:47 min 5. (APP) + 2:47 min 6. (ASA) + 2:47 min Zwischenstand nach der 4. Etappe GesamtwertungMikro Funk Timing: 4.Etappe – 4. Juli 2012 Lienz–St. Johann im Pongau Alpendorf Gesamt-Einzelwertung (PDF-Dokument, 89 KB; abgerufen am 10. Juli 2012) 1. (RNT) 15:09:02 h 2. (ASA) + 1:12 min 3. (BMC) + 1:21 min PunktewertungMikro Funk Timing: 4.Etappe – 4. Juli 2012 Lienz–St. Johann im Pongau Alpendorf Gesamt Punkteklassement (PDF-Dokument, 75 KB; abgerufen am 10. Juli 2012) 1. (TT1) 28 Punkte 2. (RNT) 27 Punkte 3. (VBG) 22 Punkte BergwertungMikro Funk Timing: 4.Etappe – 4. Juli 2012 Lienz–St. Johann im Pongau Alpendorf Gesamt Bergwertung (PDF-Dokument, 70 KB; abgerufen am 10. Juli 2012) 1. (RNT) 33 Punkte 2. (TT1) 33 Punkte 3. (APP) 25 Punkte
Unmittelbar nach dem Start zur Königsetappe lancierte das Team RadioShack-Nissan mit dem Österreicher Thomas Rohregger und dem Dänen Jakob Fuglsang einen ersten Angriff und konnte sich in einer Gruppe vom Hauptfeld absetzen. Georg Preidler, der in dieser Gruppe mitfuhr, konnte sich nach 7,6 Kilometern die erste Bergwertung am Iselsberg sichern. Bis Dölsach konnte der Träger des gelben Trikots, Danilo Di Luca, den Anschluss wiederherstellen. Beim Anstieg auf den Großglockner setzten sich Leopold König und Jakob Fuglsang vom Feld ab und zogen unaufhaltsam davon. Rohregger durfte aufgrund der Teamstrategie nicht nachsetzen. Am 2504 Meter hoch gelegenen Hochtor ließ sich der 27-jährige Fuglsang den Titel des Glocknerkönigs 2012 samt der 2504 € Prämie nicht nehmen. Auch am Fuscher Törl auf 2422 Metern Seehöhe setzte sich Fuglsang durch. Bei der Abfahrt konnte das Spitzenduo seinen Vorsprung kontinuierlich ausbauen. Gemeinsam wurde auch der Anstieg zur vierten und letzten Bergwertung zum Dientner Sattel in Angriff genommen, wobei sich abermals Fuglsang durchsetzte. Der Vorsprung war bereits auf 3:40 Minuten angewachsen. In der Folge konnte Leopold König, dem Rückenschmerzen Probleme bereiteten, mit Fuglsang nicht mehr mithalten, weshalb der Däne mit einem Vorsprung von 1:14 Minuten das Ziel erreichte. Fuglsang, der vor der Etappe auf Platz 15 gelegen war, löste damit den Italiener Danilo di Luca, der mit einem Rückstand von 2:47 Minuten als Sechster das Ziel erreichte, als Gesamtführenden ab.oesterreich-rundfahrt.at: (abgerufen am 12. Juli 2012)Die Presse: Ö-Rundfahrt: Fuglsang Glocknerkönig und Führender (abgerufen am 12. Juli 2012)
5. Etappe
mini|links|Der Vorarlberger Matthias Brändle durfte sich über einen Platz am Podest freuen.