Kleihues + Kleihues ist ein 1996 gegründetes deutsches Architekturbüro mit Hauptsitz in Berlin-Charlottenburg.

Geschichte Das Büro wurde 1996 von Josef Paul Kleihues und Jan Kleihues mit Norbert Hensel gegründet und geht auf die seit 1962 bestehende Einrichtung des Architekten und Stadtplaners Josef Paul Kleihues zurück. Josef P. Kleihues und Jan Kleihues sind für das Gestalterische verantwortlich. Beide entwerfen unabhängig voneinander, nur die Infrastruktur wird gemeinsam genutzt. Nach dem Tod von Josef Paul Kleihues im Sommer 2004 führen Jan Kleihues und Norbert Hensel das Büro fort. Auf Norbert Hensel folgt 2025 Michael Alshut als neuer Geschäftsführender Gesellschafter. Weitere Partner sind Johannes Kressner und Götz Kern. Seit 2023 sind Manfred Kruschwitz und Sebastian Knorr assoziierte Partner. Das Unternehmen firmiert deshalb vollständig unter Kleihues + Kleihues – Gesellschaft von Architekten mbH. mini|Ehem. Müllverladestation Standorte werden in Berlin und Münster unterhalten. Das Berliner Büro befindet sich in einer ehemaligen Müllverladestation in Charlottenburg-Wilmersdorf am Zusammenfluss von Spree, Landwehrkanal und Charlottenburger Verbindungskanal. Das Gebäude wurde 1935/1936 von Paul Baumgarten errichtet und steht als Beispiel des Neuen Bauens unter Denkmalschutz. Eine Niederlassung in Tripolis, wo das Büro mit dem Bau des Tower 69 beauftragt war, wurde 2011 geschlossen. Der Tower 69 sollte mit 277 Metern und 69 Geschossen das höchste Gebäude Afrikas werden.Ulrich Paul: Kleihues zieht sich aus Tripolis zurück; Berliner Zeitung online, 23. Februar 2011 Jedoch kam das Projekt über das Einrichten der Baustelle nicht hinaus.Peter Richter: Unser liebster Tyrann. Frankfurter Allgemeine Zeitung online, 27. Februar 2011 2016 wurde nach dem Masterplan von Jan Kleihues die Zentrale des Bundesnachrichtendienstes (BND) in Berlin fertiggestellt. Mit einem abschließend genehmigten Gesamtkostenrahmen von 1,086 Milliarden Euro ist der BND-Neubau-Komplex bis dato das größte Bauprojekt des Bundes. Eine umfassende Publikation zum Neubau wurde 2018 in der Zentrale des Bundesnachrichtendienstes vorgestellt.

Ein großer Teil der Aufträge ist das Ergebnis von Wettbewerben.Wettbewerbsbeteiligungen auf competitionline.com Das Aufgabenspektrum umfasst die Planung und Bauleitung von Hochbauten und Innenräumen, die Konzeption von Freianlagen, das Entwickeln städtebaulicher Lösungen und das Erstellen von Gutachten. Seit 2003 arbeitet das Büro mit einem zertifizierten Managementsystem nach aktuell DIN EN ISO 9001:2015. Im Jahre 2008 wurde das Unternehmen Mitglied der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) und es ist Gründungsmitglied der BIM-Allianz.

mini|The Regent am Gendarmenmarkt miniatur|hochkant|Concorde Hotel mini|Luftbild Neubau der BND-Zentrale Berlin 2012

Realisierte Bauten (Auswahl) in Planung: Wieweil, Berlin in Planung: G5, Berlin in Planung: Docklandhaus, Münster in Bau: The Berlinian, Berlin in Bau: Upbeat am Nordhafen, Berlin in Bau: Pergamonmuseum, Berlin (Werkgemeinschaft Pergamon) in Bau: FÜRST, ehem. Kudamm Karree Berlin 2025: X-Dock, Münster 2023: Wohnen am Kirmesplatz, Rheine 2020: Wohnanlage K111, Herne 2020: Neubau der Sparkassen-Hauptstelle, Bocholt 2019: Kontor am Kai, Phoenix-See, Dortmund 2019: Fassadensanierung der Bettentürme des Zentralklinikums des UK Münster 2019: Bürogebäude am Kunstcampus, Berlin 2018: B&B Hotel Charlottenburg, Berlin 2018: Alsterhaus, Hamburg 2008–2016: Neubau Zentrale des Bundesnachrichtendienstes in der Chausseestraße, BerlinGrößter Bau des Bundes In: BauNetz vom 23. März 2010 2015: Büro- und Verwaltungsgebäude für die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KVBB) und die Landesärztekammer Brandenburg (LÄKB) 2015: Krausenhöfe, Berlin 2015: Verwaltungsgebäude der Deutschen Hypo, Hannover 2014: Kröpcke-Center, Hannover 2013: Haus am Max-Reinhardt-Platz, Berlin

2009–2012: Kröpcke-Center, Hannover 2011: Hotel H10, Berlin 2008–2011: House of Finance, Frankfurt am Main 2009: Schaulager des Museums für Industrie und Arbeit, Rodengo (Kleihues + Schuwerk) 2009: Kaufhaus Königsallee, Düsseldorf 2005–2007: Museum für Arbeit und Industrie ‚Eugenio Battisti‘ in Brescia, Italien (Kleihues + Schuwerk) 2007: Tower at Suk Al Thalath Al Gadeem, Tripolis/Libyen 2003–2006: Umbau und Erweiterung Galeria Kaufhof am Alexanderplatz in Berlin-MitteKleihues + Kleihues auf Baunetz.de, abgerufen am 26. Juli 2012 2002–2005: Hotel Concorde, Berlin-Charlottenburg 2005: Maritim Kongresshotel, Berlin 2001–2001: Villa Am Kleinen Wannsee 20, Berlin-Wannsee 2000–2006: Münster-Arkaden, Münster (Westfalen) 2000–2002: Bendix Gymnasium, Dülmen 1999–2002: Gymnasium Dionysianum, Rheine 1999–2001: Wohn- und Geschäftshaus Leipziger Platz, Berlin-Mitte 1999–2001: Villa Joop, Wohnhaus mit Gewerbeeinheit für Wolfgang Joop in Potsdam 1997–2001: Umbau und Erweiterung für das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Berlin, 1. Bauabschnitt 1998–2000: Museum für Gegenwartskunst Siegen, Siegen 1998–1999: Fiege Systemzentrale, 10-geschossiger Verwaltungsbau in Greven 1996–1998: Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium, Telgte

Bauten vor 1996 als Büro Josef Paul Kleihues (1969–1996), Kleihues & Krebs (1970), Kleihues & Moldenschardt (1962–1968)

Wettbewerbe (Auswahl) 2025: Gloria, Frankfurt am Main 2024: Behrens-Ufer, Berlin (1. Preis) 2024: Bechsteincampus, Berlin (3. Preis) 2020: Altes Polizeipräsidium (2. Preis) 2020: Siemensstadt 2.0 (2. Preis) 2019: Future City West, München (3. Preis (Realisierungsteil) + 4. Preis (Ideenteil)) 2018: Hochhaus am Nordhafen, Berlin (1. Preis) 2018: Revolution of Dignity Museum Kiew | Ukraine (1. Preis) 2018: iCampus Rhenania, München (2. Preis) 2017: Neubau Wissenschaftsgebäude Biodiversität der Freien Universität, Berlin (3. Preis) 2017: Prinzenhof, Berlin (2. Preis) 2017: Hotel- und Bürohochhaus am Güterplatz, Frankfurt am Main (2. Preis) 2017: Typenhochhaus (2. Preis) 2017: Turm am Mailänder Platz, Stuttgart (3. Preis) 2016: Wohnhochhaus am Theodor-Loos-Weg, Berlin (3. Preis) 2016: Garden Campus, Vaihingen (Preisgruppe) 2016: WerkBundStadt, Berlin 2015: Neubau der Sparkassen-Hauptstelle, Bocholt (1. Preis) 2015: Hafentor Münster (1. Preis) 2015: Hotel- und Büroneubau Grand Central, Berlin (Preisgruppe) 2014: Wohnhochhaus am Alexanderplatz, Berlin (2. Preis) 2013: Neubau Bürogebäude der Volksbank Rhein-Ruhr eG, Duisburg (1. Preis) 2013: International Creative Union Center, Haining China (2. Preis) 2013: Verwaltungsgebäude Mecklenburgische Versicherung, Hannover (1. Preis) 2011: Neubau für die Fakultät Informatik und Mathematik Regensburg (2. Preis) 2010: Europaviertel Freiburg (1. Preis) 2010: Quartier am Karlsplatz, Stuttgart (2. Preis) 2010: Freiheits- und Einheitsdenkmal, Berlin 2009: Stadthaus am Markt, Frankfurt am Main (2. Preis) 2008: Mystetskyj Arsenal Kiew, Ukraine (4. Preis) (Kleihues + Schuwerk) 2008: Wertheim Areal am Leipziger Platz, Berlin (1. Preis) 2008: Bürohaus im Nikolai-Viertel, Hamburg (1. Preis) 2008: Historisches Museum, Frankfurt am Main (2. Preis) 2008: Humboldt-Forum im Schlossareal, Berlin (3. Preis) 2004: Museum für Arbeit und Industrie, Brescia (1. Preis) (Kleihues + Schuwerk)

Auszeichnungen (Auswahl) 2024: BDA Architekturpreis Bochum 2023 für das Projekt Wohnanlage K111, Herne 2020: Auszeichnung vorbildlicher Bauten in Nordrhein-Westfalen für die Fassadensanierung der Bettentürme des Zentralklinikums des Universitätsklinikum Münster 2013: Schulbaupreis NRW für das St. Josef Gaymnasium, Bocholt 2012: AIT-Award in der Kategorie 'Hotel' für das H10, Berlin 2006: Architekturpreis Berlin für das Hotel Concorde, Berlin 2006: Ventanas al futuro de la architetura, Buenos Aires, Argentinien 2007: Immobilienawardberlin für den Umbau und die Erweiterung der Galeria Kaufhof Berlin-Alexanderplatz 2007: Vier Auszeichnungen des Deutschen Naturstein-Preises für vier Bauten, darunter drei in Berlin 2006: Architekturpreis der Stiftung Reiners für das Haus am kleinen Wannsee, Berlin 2006: Design Award der Wüstenrot Stiftung für das Bendix-Gymnasium in Dülmen 2004: AIT Light Building, Auszeichnung für das Bundesministerium für Arbeit und Soziales in Berlin 2003: Goldene Medaille Rheine für das Gymnasium Dionysianum Rheine 2003: BDA Anerkennung für die Fiege Zentrale in Greven 2002: Reddot Award für das Projekt: Straßenpoller

Weblinks

Eigene Webpräsenz (führt auch Arbeiten vor 1996 auf)

Kleihues + Kleihues bei BauNetz.de

Einzelnachweise

Kategorie:Architekturbüro (Berlin) Kategorie:Dienstleistungsunternehmen (Berlin) Kategorie:Unternehmensgründung 1996