Der Lyrikpreis Orphil ist ein Literaturpreis, der seit 2012 alle zwei Jahre von der Landeshauptstadt Wiesbaden in Kooperation mit hr2-kultur vergeben wird.

Ilse Konell, die Witwe des 1991 verstorbenen Dichters George Konell, stiftete den mit 10.000 Euro dotierten Preis anlässlich des 100. Geburtstags von George Konell, der viele Jahre seines Lebens in Wiesbaden verbrachte. Die Verleihung findet regelmäßig am 6. Juni, seinem Geburtstag, im Wiesbadener Literaturhaus Villa Clementine statt. Orphil nannte George Konell die eisernen Gockel auf den Rathäusern Frankreichs, die für ihn das Lied des Sängers Orpheus wie auch die Ideale der Französischen Revolution verkörperten. Mit dem Literaturpreis ausgezeichnet werden „Lyrikerinnen oder Lyriker, die mit ihrem Werk Stellung beziehen und sich politischen wie stilistischen Moden zu widersetzen wissen“.

Die unabhängige Jury besteht seit 2018 aus der freien Kritikerin Beate Tröger, dem Leiter des Hessischen Literaturforums, Björn Jager, und dem Leiter der Literaturredaktion von hr2-kultur Alf Mentzer. Sie vergibt außerdem den mit 2.500 Euro dotierten Orphil-Debütpreis.

Preisträger Lyrikpreis Orphil: 2012: Ursula Krechel, insbes. für ihre beiden Bände Stimmen aus dem harten Kern und Jäh erhellte Dunkelheit 2014: Karin Kiwus für Das Gesicht der Welt 2016: Ulrike Draesner für Subsong 2018: Christoph Meckel für sein Lebenswerk und insbesondere für den Band Kein Anfang und kein Ende. Zwei Poeme 2020: Marion Poschmann für ihr bisheriges lyrisches Werk und insbesondere für den Band Nimbus 2022: Daniela Danz für ihr bisheriges lyrisches Werk und insbesondere für den Band Wildniß 2024: Franz Dodel für sein bisheriges lyrisches Werk und insbesondere den Band Nicht bei Trost. Tessitura 2026: Karin Fellner für ihr bisheriges lyrisches Werk, insbesondere Polle und Fu

Orphil-Debütpreis: 2012: Simone Kornappel für raumanzug 2014: Levin Westermann für unbekannt verzogen 2016: Rike Scheffler für der rest ist resonanz 2018: Sibylla Vričić Hausmann für 3 FalterLyrikpreis Orphil 2018 auf wiesbaden.de, abgerufen am 23. Oktober 2019 2020: Eva Maria Leuenberger für dekarnation 2022: Ronya Othmann für Die Verbrechen 2024: Sirka Elspaß für ich föhne mir meine wimpern 2026: Lara Rüter für amoretten in netzen

Weblinks Lyrikpreis Orphil auf den Seiten der Landeshauptstadt Wiesbaden

Einzelnachweise

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