Wolf-Dieter Lingk (* 1943 in Innsbruck) ist ein deutscher Regisseur und Schauspieler.

Leben Mit seiner Mutter kam er nach Berlin, wuchs dann aber zunächst in einem Waisenhaus, später bei Adoptiveltern auf. Nach seiner Schulzeit arbeitete er zunächst als Motorenschlosser, Tischler, Arbeiter im Oberlausitzer Glaswerk und Beifahrer. Nach seinem Entschluss, Schauspieler zu werden, wurde er zunächst Bühnenarbeiter an der Berliner Volksbühne. Parallel dazu bewarb er sich an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin. 1971 erlangte er dort seinen Abschluss. Während seiner Zeit an der Schauspielschule heiratete er eine Apothekerin.

Sein erstes Engagement fand er danach am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin. Mitte der 1970er Jahre war er am Staatsschauspiel Dresden engagiert, bevor er 1976 wieder nach Schwerin ging und dort bis zur Wende auf der Bühne stand. In dieser Zeit war Christoph Schroth Schauspieldirektor am Mecklenburgischen Staatstheater. Mit ihm ging Lingk 1990 an das Berliner Ensemble und 1992 weiter an das Staatstheater Cottbus, wo er bis 2008 festes Ensemblemitglied war. Seither ist Lingk freischaffend tätig und tritt unter anderem an der Staatsoperette Dresden als Gast auf.Wolf-Dieter Lingk auf staatsoperette-dresden.de, abgerufen am 24. April 2012

Parallel zu seiner Bühnentätigkeit stand Wolf-Dieter Lingk immer wieder auch für Leinwand und Fernsehen vor der Kamera. Besonders dem jugendlichen Publikum wurde er als Dr. Habermann in der Fernsehserie Spuk von draußen von C. U. Wiesner und Günter Meyer bekannt.

Filmografie (Auswahl)

Theater 1970: Hans Magnus Enzensberger: Das Verhör von Habana (Babún) – Regie: Manfred Wekwerth (Deutsches Theater Berlin) 1979: Johann Wolfgang von Goethe: Faust 1 + 2 (Faust) – Regie: Christoph Schroth (Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin) 1991: Bertolt Brecht: Schweyk im Zweiten Weltkrieg (Liebhaber) – Regie: Manfred Wekwerth (Berliner Ensemble) 1993: Ödön von Horváth: Sladek – Regie: Fritz Marquardt (Berliner Ensemble)

Hörspiele 1980: Georg Büchner: Dantons Tod (Philippeau) – Regie: Joachim Staritz (Hörspiel – Rundfunk der DDR) 1980: Elisabeth Panknin: Prinz Rosenrot und Prinzessin Lilienweiß oder die bezauberte Lilie (Prinz) – Regie: Joachim Staritz (Kinderhörspiel – Rundfunk der DDR) 1999: Isaak Babel: Die Reiterarmee (Djakov) – Regie: Joachim Staritz (Hörspiel (3 Teile) – MDR/DLR)

Diskographie Dick Francis: Zügellos. Hörspielbearbeitung nach dem Roman Zügellos: Alexander Schnitzler. Regie: Klaus Zippel, Produktion: MDR und SWR, 2002, Musik: Pierre Oser, 1 CD, Länge: ca. 71 Min. Der Audio Verlag, Berlin 2003, ISBN 3-89813-26-6-8.

Weblinks

Lausitzer Rundschau: Schrecklich schöne Jahre, 11. Juni 2008, abgerufen am 24. April 2012

Einzelnachweise

Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Hörspielsprecher Kategorie:DDR-Bürger Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1943 Kategorie:Mann