Kemmleinsmühle ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Dinkelsbühl im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Kemmleinsmühle liegt in der Gemarkung Hellenbach.
Geografie Die Einöde liegt am Hellenbach, der 0,5 km weiter südwestlich als linker Zufluss in die Wörnitz mündet, und ist von Acker- und Grünland umgeben. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Pfaffenhof (0,2 km nördlich) bzw. zur Bundesstraße 25 (0,3 km südwestlich).
Geschichte Der Ort wurde 1440 als „Kemlinsmuele“ erstmals urkundlich erwähnt.A. Gebeßler: Stadt und Landkreis Dinkelsbühl, S. 158.
Die Fraisch über Kemmleinsmühle war strittig zwischen dem ansbachischen Oberamt Feuchtwangen, dem oettingen-spielbergischen Oberamt Dürrwangen und der Reichsstadt Dinkelsbühl. Sie gehörte zur Realgemeinde Hellenbach. Die Mühle hatte das Spital der Reichsstadt Dinkelsbühl als Grundherrn.Nach der Vetterischen Beschreibung des Oberamtes Feuchtwangen von 1732 (s. a. Kemmleinsmühle (Grundherrschaft) auf der Website geschichte-feuchtwangen.de).T. Neumeyer: Stadt und Landkreis Dinkelsbühl, S. 432. (= J. K. Bundschuh, Bd. 3, Sp. 44.) Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Feuchtwangen.T. Neumeyer: Stadt und Landkreis Dinkelsbühl, S. 564.
Im Jahr 1809 wurde Kemmleinsmühle infolge des Gemeindeedikts dem Steuerdistrikt Schopfloch und der Ruralgemeinde Lehengütingen zugeordnet.T. Neumeyer: Stadt und Landkreis Dinkelsbühl, S. 533. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde der Ort in die neu gebildete Ruralgemeinde Hellenbach überwiesen.T. Neumeyer: Stadt und Landkreis Dinkelsbühl, S. 537. Am 1. Juli 1971 wurde Kemmleinsmühle im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Dinkelsbühl eingegliedert.
Baudenkmal Haus Nr. 1: ehemaliges Mühlengebäude
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2015 Einwohner 8 7 7 7 8 6 8 9 6 4 7 8HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“ und 1885 bis 1987 als „Wohngebäude“. 1 1 1 1 1 1 1 1 Quelle Dort als Kämleinsmühle aufgelistet. Information des Ordnungsamtes der Stadt Dinkelsbühl am 23. September 2015
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Wendelin (Lehengütingen) gepfarrt. Die Katholiken sind nach St. Georg (Dinkelsbühl) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Dinkelsbühl) Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Ansbach Kategorie:Ersterwähnung 1440 Kategorie:Wassermühle im Landkreis Ansbach Kategorie:Bauwerk in Dinkelsbühl Kategorie:Mühle in Europa