Froschmühle ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Dinkelsbühl im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Froschmühle liegt in der Gemarkung Hellenbach.
Geografie Die Einöde liegt an der Wörnitz. 200 Meter nördlich liegt das Froschholz. Ansonsten ist der Ort von Acker- und Grünland umgeben. Ein Anliegerweg führt zur Bundesstraße 25 (0,6 km südöstlich), die nach Lehengütingen (1,8 km nördlich) bzw. nach Dinkelsbühl führt (2,3 km südlich).
Geschichte Der Ort wurde 1385 als „Huesslismuel“ (=Häusleinsmühle) erstmals urkundlich erwähnt.A. Gebeßler: Stadt und Landkreis Dinkelsbühl, S. 138.
Die Fraisch über Froschmühle war strittig zwischen dem ansbachischen Oberamt Feuchtwangen, dem oettingen-spielbergischen Oberamt Dürrwangen und der Reichsstadt Dinkelsbühl. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es ein Anwesen. Grundherr war die Siechenpflege der Reichsstadt Dinkelsbühl.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 416.Nach der Vetterischen Beschreibung des Oberamtes Feuchtwangen von 1732 (s. a. Froschmühle (Grundherrschaft) auf der Website geschichte-feuchtwangen.de). Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Feuchtwangen.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 564.
Im Jahr 1809 wurde Lohmühle infolge des Gemeindeedikts dem Steuerdistrikt Schopfloch und der Ruralgemeinde Lehengütingen zugeordnet.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 533. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde der Ort in die neu gebildete Ruralgemeinde Hellenbach überwiesen.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 537. Am 1. Juli 1971 wurde Froschmühle im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Dinkelsbühl eingegliedert.
Baudenkmal Hellenbach 25: ehemalige Mühle, sogenannte Froschmühle, Wohnhaus, zweigeschossiger verputzter Satteldachbau, bezeichnet „1750“, im Kern älter; Stallscheune, erdgeschossiger Bau aus Bruch- und Haustein mit tief heruntergezogenem Satteldach, 18. Jahrhundert; Nebengebäude, zweigeschossiger Satteldachbau mit Fachwerk-Obergeschoss, 18. Jahrhundert; Wohnhaus, zweigeschossiger verputzter Massivbau mit Satteldach, Ende 19. Jahrhundert.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2015 Einwohner 10 7 18 16 9 19 12 21 10 9 8 4HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“ und 1885 bis 1987 als „Wohngebäude“. 2 2 3 2 1 2 2 2 Quelle Information des Ordnungsamtes der Stadt Dinkelsbühl am 23. September 2015
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Wendelin (Lehengütingen) gepfarrt. Die Katholiken sind nach St. Georg (Dinkelsbühl) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Dinkelsbühl) Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Ansbach Kategorie:Wassermühle im Landkreis Ansbach Kategorie:Ersterwähnung 1385 Kategorie:Bauwerk in Dinkelsbühl Kategorie:Mühle in Europa Kategorie:Ort an der Wörnitz