mini|hochkant|Horst Tress (2026)
Horst Tress (* 1950 in Köln) ist ein deutscher Künstler und Autor.
Leben und Wirken Horst Tress ist der Sohn des Hindernisjockeys Günter Tress und der Friseurin Marianne Tress, geb. Hinz. Er absolvierte von 1966 bis 1969 eine Ausbildung zum Schriftsetzer in der Kölner Kunstdruckerei Breker und von 1970 bis 1972 ein Werbegrafik-Studium. 1973 heiratete er Lydia Franken. Die ersten Schritte auf dem Kunstmarkt ermöglichten ihm der Kölner Avantgarde-Galerist Ingo Kümmel und der Kunstkritiker Gerd Winkler (Kunstwetterlage in der Zeitschrift pardon, Aspekte/ZDF und Buchautor/Belser Verlag). Neben seiner künstlerischen Arbeit war Tress in den Folgejahren als Museumsshop-Mitarbeiter, Druckformhersteller, Kalkulator, Mediengestalter, Kunstvermittler sowie Werbetexter tätig.
In den 1970er und 1980er Jahren war Tress einer der Ideenlieferanten für Harlekin Geschenke in Wiesbaden. Deutschlandweit wurden seine Ideen in Kaufhäusern und Geschenkboutiquen verkauft. Eine auf der Rückseite handsignierte Anstecknadel mit dem Aufdruck „Kunst ist ansteckend!“ edierte er selbst (vier unterschiedliche Motive in einer rückseitig signierten Gesamtauflage von 25.000 Exemplaren).
1981 organisierte Tress mit Unterstützung von Klaus Staeck eine Ausstellung von Joseph Beuys in einer Kölner Gastwirtschaft. 1989 bis 2011 war er Herausgeber der Print-Ausgabe von „Köllefornia“ mit Originalbeilagen, unter anderem von Klaus Staeck, HA Schult, Karlheinz Stockhausen und Ben Vautier. Alle Ausgaben befinden sich im Kölnischen Stadtmuseum sowie in der Kölner Kunst- und Museumsbibliothek. Seit mehreren Jahren erscheint „Köllefornia“ online.
Von 1970 bis 1982 erfolgten One-Man-Shows in Argentinien, Belgien, Deutschland, Italien, Frankreich, Polen, Schweden und Spanien. Er beteiligte sich seit 1970 weltweit an über 1400 Ausstellungen. Exemplarisch fing 1970 alles mit dem „Kölner Neumarkt der Künste“ an. Unter anderem stellte er gemeinsam mit Joseph Beuys, Robert Filliou, Jürgen O. Olbrich, Yoko Ono, Robert Rehfeldt, HA Schult, Klaus Staeck, Timm Ulrichs, Ben Vautier und Wolf Vostell aus.
Tress machte sich den Begriff „Fluxpostphoto“ zu eigen. Dabei handelt es sich um Original-Fotografien, die weltweit gezeigt werden. Seine Arbeiten befinden sich in internationalen Archiven und Sammlungen. Es wurden seit 1970 Beiträge von ihm und über ihn veröffentlicht.Internationale Kataloge, unter anderem im Archiv des Museum für Kommunikation Frankfurt
Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl) 1975: Art Information Festival (mit u. a. Beuys, Vautier, Filliou, George Brecht, Duane Michals, Vleeshal) Townhall, MiddelburgArt Information Festival 1975. Katalog Nachdruck, The Archives Peter van Beveren Library, Den Haag, Niederlande, 2025 1976: The Seventies, CAYC, Buenos Aires, Argentinien 1976: Mail-Art-Ausstellung in der DDR. Der Atelierbund Erfurt zeigte in einem eingeweihten Personenkreis Beuys, Friedman, Manigh, Rehfeldt und TressFranziska Dittert: Mail-Art in der DDR. Logos Verlag Berlin GmbH, 2010, ISBN 978-3-8325-2618-4, S. 322. 1978: Postkarten & Künstlerkarten, Galerie Arkade, Staatlicher Kunsthandel der DDR, Berlin 1998: Zwischen Leben und Tod, Kölnisches StadtmuseumKunst um Tod und Trauer. (PDF; 512 kB) In: Kölner Stadtanzeiger vom 17. November 1998 2001–2003: Kunst auf Rezept, u. a. Museum Ratingen, Kunsthalle Erfurt, Museum der Stadt Landau, Siegerlandmuseum, Berliner Medizinhistorisches Museum der Charité 2006–2020: Ein Koffer für die letzte Reise. Deutschland, Mexiko, Russland, Österreich und der Schweiz 2013: Arte Postale, Akademie der Künste BerlinVerzeichnis der ausgestellten Werke. (PDF; 342 kB) 2015: Kunst für Alle, Akademie der Künste Berlin (Katalog und Einladungskarte) 2019: YOKO ONO – PEACE is POWER, Tress lieferte auf Einladung von Yoko Ono einen Beitrag. Nachweis in Begleitheft zur Ausstellung. Museum der bildenden Künste Leipzig 2020: Zimmerecken, Museum Villa Flora, WinterthurMartin Schwarz: Zmmerecken. Eigenart Verlag, 2020. 2021: Joseph – 100 – Beuys, Museum für Moderne bildende Kunst in der Dmitrovskaya, Russland 2021: Aktion Kunst & Kultur, Hilfe für die Flutopfer Ahrhochwasser Ludwig Museum Koblenz 2022: Kapitalistischer Realismus, Sozialistischer Realismus, Fluxus, Deutscher Pop, Stadtgalerie Weißer Turm, AhrweilerKapitalistischer Realismus, Sozialistischer Realismus, Fluxus, Deutscher Pop. Katalog, Galerie Diede, 2022. 2023: Mail Art, mit Baroni, Beuys u. a., Galeria Korekta, Warschau, Polen 2025: KAFKA, The Jan Matejko Academy of Fine Art in Krakau, Polen
Werke in Sammlungen und Archiven (Auswahl)
Archiv Hanns Sohm in der Staatsgalerie Stuttgart Museum für Post- und Kommunikation, Frankfurt Kölnisches Stadtmuseum Museum Fluxus Plus, Potsdam Archive Artist Publications, München Zentrum für Künstlerpublikationen Weserburg, Bremen Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Kupferstich-Kabinett Wallraf-Richartz-Museum & Fondation, Köln
Weblinks
Homepage Horst Tress
Einzelnachweise
Kategorie:Autor Kategorie:Person (Köln) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1950 Kategorie:Mann