Feldkirchen bei Mattighofen ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Braunau im Innviertel mit Einwohnern (Stand ).
Geografie Feldkirchen bei Mattighofen liegt auf 509 m Höhe im Innviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 8,6 km, von West nach Ost 6,6 km. Die Gesamtfläche beträgt 34,6 km². 23,1 % der Fläche sind bewaldet, 70,8 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.
Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst folgende 39 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ):
Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Aschau, Feldkirchen bei Mattighofen, Gstaig, Vormoosen und Wiesing.
Der zuständige Gerichtsbezirk ist der Gerichtsbezirk Mattighofen.
Nachbargemeinden Eine der acht Nachbargemeinden liegt im Bezirk Salzburg-Umgebung (SL).
Geschichte Im Jahr 757 entstand in Mattighofen eine königliche Pfalz. 1007 wurde der Mattigau an das Bistum Bamberg geschenkt und von dort an durch Franken und Schwaben erneut besiedelt. Feldkirchen ist urkundlich erstmals 1025 als Veltchiricha erwähnt, durch den Namen gilt auch das Bestehen der Kirche zu diesem Zeitpunkt als erwiesen. Lange gehörte Mattighofen und damit auch Feldkirchen zu Bayern. Durch den Frieden von Teschen im Jahre 1779 kam das gesamte Innviertel zu Österreich.
Einwohnerentwicklung
1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 1743 Einwohner, 2001 dann 1829 Einwohner. Da sowohl Geburtenbilanz als auch Wanderungsbilanz positiv sind, stieg die Bevölkerungszahl auf 1.891 im Jahr 2011 und weiter auf 2.102 im Jahr 2021.
Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Pfarrkirche Feldkirchen bei Mattighofen mini|Filialkirche Aschau mini|Filialkirche Vormoos
Katholische Pfarrkirche Feldkirchen bei Mattighofen hl. Andreas Katholische Filialkirche Aschau hl. Bartholomäus Katholische Filialkirche Vormoos hl. Stephanus Katholische Filial- und Wallfahrtskirche Gstaig Unsere Liebe Frau Maria vom guten Rat
Ausgehend von dem Umstand, dass sich vier Kirchen im Gemeindegebiet von Feldkirchen bei Mattighofen befinden, wurde ein 19,5 Kilometer langer Vier-Kirchenweg konzipiert, der neben den vier Kirchen auch eigens geschaffene Skulpturen des in Feldkirchen ansässigen Künstlers Peter Semperboni beinhaltet.Gemeinde Feldkirchen bei Mattighofen: 4-Kirchenweg Feldkirchen b. M. Broschüre, o. J., online unter: http://www.4-kirchenweg.at
Weniger bekannt ist der Umstand, dass es auf dem Gemeindegebiet von Feldkirchen bei Mattighofen einst sechs Kirchen gab, neben den oben genannten außerdem die Kirchen Hl. Laurentius in Altheim (später dem Hl. Wilhelm geweiht, 1873 abgetragen) und Hl. Johannes im Walde in Burgkirchen (1882 abgetragen).Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Oberösterreich. Band III: Innviertel. Verlag Berger, Horn/Wien 2020, ISBN 978-3-85028-770-8, S. 324, 329. Nachdem die Kirche in Altheim (zu dieser Zeit Wilhelmsaltheim genannt) unter Joseph II. zunächst gesperrt und schließlich abgerissen worden war, wurde im Jahr 1880 vom Wirt in Altheim an Stelle der abgetragenen Kirche eine dem Hl. Laurenzius geweihte Kapelle im neugotischen Stil errichtet.Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Oberösterreich. Band III: Innviertel. Verlag Berger, Horn/Wien 2020, ISBN 978-3-85028-770-8, S. 329. In Burgkirchen erinnert lediglich eine 1985 errichtete Gedenktafel am Wasserbehälter an die abgetragene Johanneskirche.Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Oberösterreich. Band III: Innviertel. Verlag Berger, Horn/Wien 2020, ISBN 978-3-85028-770-8, S. 340.
Wirtschaft und Infrastruktur Vereine Die Bandbreite der Vereine in Feldkirchen umfasst folgende Vereinigungen:
Gesellschaft und Soziales Freiwillige Feuerwehr Selbsthilfe-Verein für Brandfälle Elternverein Kameradschaftsbund Seniorenvereinigungen: Seniorenbund, Seniorenring, Pensionistenverband Landjugendgruppe Ortsbauernschaft, Ortsbäurinnen
Kultur, Sport und Freizeit Ortsmusikkapelle Chöre: Chor Con Brio, Kirchenchor, Singgruppe Feldkirchen Theater-Verein Volksbildungswerk Feldkirchen Turn- und Sportunion mit den Sektionen Turner, Stockschützen, Tennis, Fußball, Tischtennis Plattenclub Aschau Imkerverein Pferdefreunde FSAT (Fahrverein Steyrer Alt-Traktoren) Jagdgesellschaft Feldkirchen Feldkirchner Hendlfreunde Theaterverein Feldkirchen
Tradition und Folklore drei Zechen: Zechkameradschaft Gstaig, Zechkameradschaft Aschau, Zechkameradschaft Vormoos Goldhaubegruppe, Kopftuchträgerinnen Fingerhaklerverein
Regelmäßige Veranstaltungen Jährliche Veranstaltungen der örtlichen Vereine sind Arena Fever, zweitägiges Fest der Turn- und Sportunion dreitägige Gstaiger Dult der Zeche Gstaig Frühjahrskonzert der Musikkapelle Feldkirchen Mountain Power Night, Discoparty der Zeche Vormoos Manitu, Discoparty der Landjugend Kegelmeisterschaft des Plattenclubs Aschau Vereinsturnier der Sektion Stockschützen Der Adventmarkt in Feldkirchen findet jedes zweite Jahr statt.
Politik
Gemeinderat
Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder. Nach den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich hatte/hat der Gemeinderat folgende Verteilungen: 2003: 11 ÖVP, 4 SPÖ und 4 FPÖ. 2009: 10 ÖVP, 6 FPÖ und 3 SPÖ. 2015: 9 FPÖ, 8 ÖVP und 2 SPÖ. 2021: 9 ÖVP, 8 FPÖ und 2 SPÖ.
Bürgermeister
Wappen rechts|150px Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens: In Rot eine goldene Krone mit von Silber und Blau waagrecht gerautetem Stirnreif. Die Gemeindefarben sind Rot-Gelb. Die Verleihung des Gemeindewappens erfolgte durch Beschluss der oberösterreichischen Landesregierung vom 18. Juni 1973.
Die Krone verweist auf die einstige Bedeutung Feldkirchens als Mittelpunkt eines schon in der Karolingerzeit bestandenen Königsgutes; die Rauten im Stirnreif der Krone erinnern an die ehemalige Zugehörigkeit des Innviertels zu Bayern. Das Wappen wurde von Martin Stachl aus Braunau am Inn entworfen.
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Gemeinde
Petrus Weindl (1879–1943), Abt von Michaelbeuern Franz Wasner (1905–1992), Leiter der Trapp Family Singers, in Feldkirchen geboren, Ehrenbürger
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Südinnviertler Seengebiet