Hellenbach ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Dinkelsbühl im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Die Gemarkung Hellenbach hat eine Fläche von 4,458 km². Sie ist in 414 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 10.769,16 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Froschmühle, Gersbronn, Kemmleinsmühle, Lohe und Pfaffenhof.

Geographie Das Dorf liegt am Hellenbach, einem linken Zufluss der Wörnitz, und am Mühlgraben, der im Ort als rechter Zufluss in den Hellenbach mündet. Im Nordwesten grenzt das Sägholz an. Ansonsten ist der Ort von Acker- und Grünland umgeben. 0,75 km weiter östlich befindet sich der Lichtenschlag. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Lohe (0,5 km südöstlich), nach Dickersbronn (1 km nördlich), nach Neuses (2,3 km nordöstlich), über Pfaffenhof zur Bundesstraße 25 (0,7 km westlich) und direkt zur B 25 (0,9 km südwestlich).

Geschichte Die Fraisch über Hellenbach war umstritten. Sie wurde vom ansbachischen Oberamt Feuchtwangen, vom oettingen-spielbergischen Oberamt Dürrwangen und von der Reichsstadt Dinkelsbühl beansprucht. Hellenbach bildete mit Kemmleinsmühle, Lohe und Pfaffenhof eine Realgemeinde. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft war strittig zwischen dem Kastenamt Feuchtwangen und der Reichsstadt Dinkelsbühl.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 428.

Im Jahr 1732 bestand der Ort aus 13 Anwesen. Grundherren waren das Stiftsverwalteramt Feuchtwangen (1 Tafernwirtschaft) und die Reichsstadt Dinkelsbühl (4 Höfe, 1 Halbhof, 7 Gütlein).Nach der Vetterischen Beschreibung des Oberamtes Feuchtwangen von 1732 (s. a. Hellenbach (Grundherrschaft) auf der Website geschichte-feuchtwangen.de).

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es 15 Anwesen und 1 Gemeindehirtenhaus. Grundherren waren das Stiftsverwalteramt Feuchtwangen (1 Tafernwirtschaft, 1 Gütlein) und das Spital der Reichsstadt Dinkelsbühl (3 ganze Hofgüter, 2 halbe Hofgüter, 3 Güter, 5 Gütlein). (= J. K. Bundschuh, Bd. 2, Sp. 562.) Offensichtlicher Druckfehler. Es ist zu vermuten, dass es hiernach 13 Untertansfamilien gab, von denen 12 fremdherrisch waren. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Feuchtwangen.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 564f.

1806 kam Hellenbach an das Königreich Bayern. Infolge des Gemeindeedikts wurde Hellenbach 1809 dem Steuerdistrikt Schopfloch und der Ruralgemeinde Lehengütingen zugeordnet.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 532f. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Hellenbach. Zu dieser gehörten Froschmühle, Gersbronn, Kemmleinsmühle, Lohe und Pfaffenhof.T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 537. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Dinkelsbühl zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Dinkelsbühl (1919 in Finanzamt Dinkelsbühl umbenannt, seit 1973 Finanzamt Ansbach). Die Verwaltung übernahm 1862 das neu geschaffene Bezirksamt Dinkelsbühl (1939 in Landkreis Dinkelsbühl umbenannt). Die Gerichtsbarkeit lag beim im gleichen Jahr gebildeten Stadt- und Landgericht Dinkelsbühl (1879 in das Amtsgericht Dinkelsbühl umgewandelt, seit 1973 eine Zweigstelle des Amtsgerichtes Ansbach). Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 4,461 km². Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. Juli 1971 nach Dinkelsbühl eingemeindet. Mit der Auflösung des Landkreises Dinkelsbühl im Jahr 1972 kam Hellenbach an den Landkreis Ansbach.

Einwohnerentwicklung Gemeinde Hellenbach Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970 Einwohner 194 197 216 213 224 224 211 201 200 196 198 212 206 205 199 197 204 200 181 257 250 239 189 152HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 35 37 36 36 37 35 33 34 37 Quelle Für die Gemeinde Hellenbach zuzüglich der Einwohner und Gebäude von Froschmühle (S. 27), Gersbronn (S. 29), Kemmleinsmühle (S. 45), Lohe (S. 55) und Pfaffenhof (S. 71). Laut Historischem Gemeindeverzeichnis hatte die Gemeinde 202 Einwohner.

Ort Hellenbach Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2015 Einwohner 100 116 122 117 107 104 112 120 101 76 74 67Häuser 20 21 20 20 19 19 19 20 Quelle Information des Ordnungsamtes der Stadt Dinkelsbühl am 23. September 2015

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Wendelin (Lehengütingen) gepfarrt. Die Katholiken sind nach St. Georg (Dinkelsbühl) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Ansbach Kategorie:Geographie (Dinkelsbühl) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Ansbach) Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1971 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Ansbach