Kleinreuth bei Schweinau (nürnbergisch: GlaareidD. Fastnacht: Nürnberg, S. 310. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „glārąid“.) ist ein Teil der kreisfreien Stadt Nürnberg und gehört zum statistischen Bezirk 63 (Höfen).
Geographie Lage Kleinreuth bei Schweinau erstreckt sich zwischen Ipsheimer Straße, Ringbahn, Rothenburger Straße und Sigmundstraße. Der alte Ortskern liegt zwischen Rothenburger und Altenberger Straße.
Straßen
Geschichte 1303 übertrug der Nürnberger Burggraf Konrad II. († 1314) „Cleinen Reut“ mit elf weiteren Orten als Jahrtagsstiftung dem Domkapitel Bamberg.D. Fastnacht: Nürnberg, S. 309. Im Ersten (1449–1450) und im Zweiten Markgrafenkrieg (1552–1555) wurde der Ort niedergebrannt, 1632 lag er mitten im Kriegsschauplatz des Dreißigjährigen Kriegs.W. Fischer-Pache: Kleinreuth bei Schweinau, in: Stadtlexikon Nürnberg, S. 546.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Kleinreuth aus 11 Anwesen (1 Hof, 6 Halbhöfe, 1 Höflein, 1 Gütlein, 2 Schenkstätten). Das Hochgericht übte die Reichsstadt Nürnberg aus, was aber von brandenburg-ansbachischen Oberamt Cadolzburg bestritten wurde. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das bambergische Dompropsteiamt Fürth.H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 131. Dort sind abweichend 12 Anwesen als Gesamtzahl angegeben. Es gab 9 Untertansfamilien.
1796 ging Kleinreuth in preußischen Besitz über, 1806 gehörte Kleinreuth zu Bayern. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort der Polizeicommision Fürth. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Kleinreuth dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Großreuth bei Schweinau und der im selben Jahr gegründeten Ruralgemeinde Großreuth bei Schweinau zugeordnet. Am 1. Januar 1899 wurde Kleinreuth nach Nürnberg eingemeindet.H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 240.
Von 1927 bis 1969 war Kleinreuth Standort eines Rundfunksenders.
Baudenkmäler In Kleinreuth bei Schweinau gibt es drei Baudenkmäler: Rothenburger Str. 482: Gasthof Weinländer Rothenburger Str. 484: Ehemalige Schmiede Rothenburger Str. 496: Wohnstallhaus
ehemalige Baudenkmäler Altenberger Str. 10: Eingeschossiges, teils zweigeschossiges verputztes Wohnhaus Mitte des 19. Jahrhunderts; rückwärtiger Giebel aus Fachwerk; weitgehend erneuert.G. P. Fehring u. a.: Die Stadt Nürnberg, S. 362. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen. Altenberger Str. 20: Eingeschossiger Sandsteinbau mit dreigeschossigen Giebel aus dem 19. Jahrhundert.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1824 1836 1840 1861 1871 1885 1900 1910Einwohner 84 83 98 125 108 116 131 156 157HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1836, 1885 und 1900 als Wohngebäude. 14 10 15 14 19 22 Quelle
Religion Kleinreuth ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Michael (Fürth) gepfarrt,H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 131. seit 1939 ist die Pfarrei St. Thomas (Nürnberg) zuständig. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Heilig Kreuz (Nürnberg) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Stadtteil von Nürnberg Kategorie:Statistischer Distrikt von Nürnberg Kategorie:Ersterwähnung 1303