Faustin Ambassa Ndjodo CICM (* 26. Juli 1964 in Ekouda) ist ein kamerunischer römisch-katholischer Ordensgeistlicher und Erzbischof von Garoua.
Leben Faustin Ambassa Ndjodo trat der Ordensgemeinschaft der Scheut-Missionare bei und studierte Philosophie und Katholische Theologie. Nach weiterführenden Studien erwarb er 1991 an der Université catholique de Louvain mit der von Gilbert Gérard und André-Mutien Léonard betreuten Arbeit L’anthropologie kantienne et la question du mal radical („Die Kantsche Anthropologie und die Frage nach dem radikalen Bösen“) ein Lizenziat im Fach Philosophie. Außerdem erlangte er 1995 an der Theologischen Fakultät Saint-Cyprien in Yaoundé mit der Arbeit Réalité du Salut en Jesús-Christ et présence de la souffrance dans le monde („Die Wirklichkeit der Erlösung in Jesus Christus und das Vorhandensein des Leidens in der Welt“) ein Baccalauréat im Fach Katholische Theologie. Am 26. Juli 1997 empfing er das Sakrament der Priesterweihe.
Nach der Priesterweihe war Ndjodo zunächst von 1997 bis 2000 als Pfarrvikar der Pfarrei Notre-Dame de la Paix in Diamaguène im Erzbistum Dakar und als Sekretär des senegalesischen Distrikts der Scheut-Missionare tätig. Zudem lehrte er von 1999 bis 2000 Philosophie am Institut de Philosophie Saint Augustin in Dakar. Von 2000 bis 2001 absolvierte er weiterführende Studien am Institute of Religious Formation der Catholic Theological Union in Chicago. Nach der Rückkehr in seine Heimat lehrte er von 2001 bis 2004 Philosophie am Institut de Philosophie Saint Joseph Mukasa in Yaoundé und von 2002 bis 2003 wirkte er zusätzlich als Pfarrer der Pfarrei Saint Pie X in Ngoya im Bistum Obala. Zudem gehörte er von 2001 bis 2003 dem Provinzialrat seiner Ordensgemeinschaft an. Ab 2004 fungierte Ndjodo als Provinzial der kamerunischen Ordensprovinz der Scheut-Missionare sowie ab 2007 auch als Präsident der Vereinigung der höheren Ordensoberen von Kamerun und der Konferenz der höheren Ordensoberen von Afrika und Madagaskar (COSMAM) und als Bischofsvikar für das geweihte Leben im Erzbistum Yaoundé.
Papst Benedikt XVI. ernannte ihn am 3. Dezember 2009 zum Bischof von Batouri. Der Erzbischof von Douala, Samuel Kleda, spendete ihm am 31. Januar 2010 in Batouri die Bischofsweihe; Mitkonsekratoren waren Roger Pirenne CICM, emeritierter Erzbischof von Bertoua, und Joseph Atanga SJ, Erzbischof von Bertoua. Sein Wahlspruch Ut unum sint („Dass sie eins seien“) stammt aus .
Am 22. Oktober 2016 bestellte ihn Papst Franziskus zum Erzbischof von Garoua. Das Bistum Batouri verwaltete Ndjodo bis zur Amtseinführung seines Nachfolgers Marcellin-Marie Ndabnyemb am 7. Juli 2018 weiter als Apostolischer Administrator. 2019 wurde auf Ndjodos Initiative hin in Garoua ein Campus der Université catholique d’Afrique centrale (UCAC) gegründet.
In der Kamerunischen Bischofskonferenz leitet Ndjodo zudem die Kommission für das geweihte Leben und die Kommission für die Missionsarbeit. Ferner gehört er dem ständigen Rat der Bischofskonferenz an.
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