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Ensemble Ortskern Kleukheim Das Dorfensemble () umfasst die Straßenräume entlang des Kellbaches und seines Seitenarmes, des Froschbachs mit der Tiefe der jeweils angrenzenden Hofparzellen. Der 1137 erstmals in einer Schenkungsurkunde des Bamberger Bischofs Otto an das Kloster Michelsberg zur Grundausstattung seiner Zelle Sankt Getreu erwähnte Name für Kleukheim, „Clucowa“, wird als slawisch interpretiert. Die Silbe „-heim“ kann nicht wie in anderen Fällen als eine der seit der zweiten Hälfte des 7. Jahrhunderts zahlreichen fränkischen Gründungen der Region gedeutet werden. Kleukheim wurde noch 1239 „Kliucave“ genannt, die Nachsilbe fand erst spät, das heißt, wohl unabhängig von Gründungsakten, Eingang in den Ortsnamen. Die Qualität der gewonnenen landwirtschaftlichen Böden ermöglichte das Wachstum der Siedlung. 1625 wurde Kleukheim durch den Bamberger Fürstbischof Johann Georg Fuchs von Dornheim kirchlich von Ebensfeld getrennt und zur selbstständigen Pfarrei erhoben. Nach dem Dreißigjährigen Krieg kamen Siedler aus dem Frankenwald in den Ort, der bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts als großes Bauerndorf die Funktion eines Zentrums in einer Kleinregion ausfüllte. Zum Ort gehörten zwei Mühlen, verschiedene Handwerker und mehrere Gastwirtschaften. Seit 1978 ist Kleukheim ein Ortsteil von Ebensfeld. Innerhalb des Ensembles bilden der geradlinig ausgerichtete mittlere Abschnitt der Kleukheimer Hauptstraße und die Oberküpser Straße einen markanten Teilbereich. Beiderseits des außermittig an der Südseite angeordneten, eingefassten und von einer Reihe kleinkroniger Bäume begleiteten Kellbachs sind meist zweigeschossige Wohnstallgebäude und einige Austragshäuser angeordnet, die in den Obergeschossen häufig über Fachwerk mit einfachen und geschwungenen Andreaskreuzen verfügen. Als Dominante beherrscht die katholische Pfarrkirche Sankt Wolfgang mit ihrer spitzen Turmhaube das gesamte Ensemble. Die platzartige Situation mit dem gegenüber der Kirche errichteten Denkmal, mehreren charakteristischen Höfen und dem angrenzenden Schulplatz bildet das Zentrum des Dorfes. Der westliche Teilbereich des Ortes entlang des Froschbaches weist einen differenzierten Raumeindruck auf. Die prägenden Gebäude, Wohnstallhäuser mit Fachwerk-Fassaden oder rückwärtige Nebengebäude verteilen sich im gesamten Bereich. Nur einige historisch bedeutende Bauwerke befinden sich in Seitenstraßen der genannten Teilbereiche, so in der Bergstraße und der Oberen Mühlstraße. Auch Spuren historisierender Bauweisen aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert sind in der Ortslage zu finden, so am Schulplatz, am Steinweg 14 oder in der Kleukheimer Hauptstraße 38. Die Umbauten rückwärtiger, oft höher liegender Gebäude, insbesondere von deren Dachflächen, beeinflussen zunehmend den Gesamteindruck des Ensembles. Aktennummer: E-4-78-120-1.
Baudenkmäler nach Gemeindeteilen
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Kümmel
Kutzenberg Bezirksklinikum Obermain Ehemalige Oberfränkische Heil- und Pflegeanstalt (). Weitläufige Gesamtanlage im Pavillonsystem in parkartig gestaltetem Gelände in den Formen des barockisierenden Historismus und des historisierenden Heimatstils, oft mit Fachwerk, 1904–08 nach Plänen von Spieß und 1910–16 nach Plänen von G. Frey, erschlossen über eine Lindenallee, von der ursprünglichen Anlage erhalten. Aktennummer: D-4-78-120-212. Die einzelnen Teilobjekte sind folgende. Stationsgebäude: Diagnostik und Therapiezentrum, 1913, umgebaut 1995 (Haus Nr. 4) Pflegeheim, 1914, umgebaut 2001 (Haus Nr. 5) Akutpsychiatrie, 1914, umgebaut 1962 und 1987 (Haus Nr. 6) Pflegeheim, 1906, umgebaut 1974 und 1994 (Haus Nr. 7) Ordensschwesternhaus, 1906 (Haus Nr. 8) Tagesklinik, 1906, umgebaut 1976 und 2000 (Haus Nr. 10) Krankenpflegeschule, 1906, umgebaut 1980 und 1998 (Haus Nr. 11) Kiosk mit Kegelbahn und Waschhaus, 1908 (Haus Nr. 17) Wohnhäuser für Ärzte und Pfleger: Wohnhaus 18, 1912, saniert 1972 (Haus Nr. 18) Direktions- und Verwaltungsgebäude, zwei bzw. dreigeschossiger Mansardwalmdachbau mit Dachreiter, 1906, umgebaut 1913 und 1916 (Haus Nr. 19) Festsaalbau mit Kirche, zweigeschossiger Mansardwalmdachbau mit Dachreiter, 1912, umgebaut 1960 und 1988 (Haus Nr. 20) Nebengebäude: Koch- und Waschküche, 1906, zum Diagnostik- u. Therapiezentrum umgebaut 2001 (Haus Nr. 22) Metzger- und Bäckerei, 1912, zum Personalwohnheim umgebaut 2001 (Haus Nr. 24) Wohnhaus 25, 1907, saniert 1993 (Haus Nr. 25) Wohnhaus 26, 1910, saniert 1996 (Haus Nr. 26) Wohnhaus 27, 1913, saniert 1996 (Haus Nr. 27) Wohnhaus 29, 1930, saniert 1963/64 und 1989 (Haus Nr. 29) Wohnhaus 32, 1936 (Haus Nr. 32) Ehemaliger Pferdestall, 1914 (Haus Nr. 33) Wohnhaus 38, 1907/12, saniert 1992 (Haus Nr. 38) Gartenpavillon, 1916, saniert 1999 (ohne Haus Nr.) Wasserwerk an der Lindenallee, 1906 (ohne Haus Nr.) Ehemalige Gutshofanlage mit Wohnhaus, 1912 (Haus Nr. 131) von Ebensfeld zuführende, im Klinkiumsbereich weitergeführte Lindenallee
Messenfeld
Mönchshof
Neudorf bei Ebensfeld
Niederau
Oberbrunn
Oberküps
Peusenhof
Pferdsfeld
Prächting
Sträublingshof
Unterbrunn
Unterküps
Unterneuses
Ehemalige Baudenkmäler
Abgegangene Baudenkmäler
Siehe auch Liste der Bodendenkmäler in Ebensfeld
Anmerkungen
Literatur
Weblinks
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Einzelnachweise
Ebensfeld !