Lohhof (nürnbergisch: LouhufD. Fastnacht: Nürnberg, S. 216. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: lǫuhǖv.) ist ein Stadtteil der kreisfreien Stadt Nürnberg und gehört zum Statistischen Bezirk 55 (Krottenbach, Mühlhof).

Lage Lohhof bildet mit Gerasmühle im Norden eine geschlossene Siedlung. Diese liegt am linken Ufer der Rednitz. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Krottenbach (1,1 km südwestlich) bzw. nach Koppenhof zur Bundesstraße 2 (0,7 km östlich). Eine weitere Gemeindeverbindungsstraße führt nach Deutenbach (1,2 km nordwestlich) bzw. nach Mühlhof (1,4 km südlich).

Geschichte 1353 wurde der Ort als „Lonhof“ erstmals urkundlich erwähnt. Konrad Groß schenkte dem von ihm gegründeten Heilig-Geist-Spital. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist .D. Fastnacht: Nürnberg, S. 213ff. Der Lohhof gehörte zunächst den Rittern von Laufamholz. 1424 verkaufte man ihn an den Nürnberger Patrizier Marquard Mendel.W. Fischer-Pache: Lohhof im: Stadtlexikon Nürnberg, S. 650. Möglicherweise schon bald nach seiner Erbauung ist ein Herrensitz in Lohhof bei Mühlhof wieder abgetragen worden. Er soll auf einer Wiese am östlichen Rednitzufer vor der heutigen Lohhofer Brücke gestanden haben.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Lohhof aus zwei Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Oberamt Schwabach aus, was von der Reichsstadt Nürnberg bestritten wurde. Das Spitalamt Heilig Geist war Grundherr der beiden Halbhöfe.H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 139.

Von 1797 bis 1808 unterstand Lohhof dem Justiz- und Kammeramt Schwabach. 1806 kam der Ort an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde 1808 Lohhof dem Steuerdistrikt Reichelsdorf und der 1818 gebildeten Ruralgemeinde Reichelsdorf zugeordnet. Am 15. Juni 1922 wurde Lohhof im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Nürnberg eingemeindet.H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 243.

Baudenkmäler In Lohhof gibt es zwei Baudenkmäler: Drahtzieherstraße 2, 4a: Wohnstallhaus mit ehemaligem Schweinestall Drahtzieherstraße 8: Ehemaliges Gesindehaus

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1910Einwohner17 16 70 29 138 160 189HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1900 als Wohngebäude. 2 4 6 9 Quelle

Religion Lohhof ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Johannes Baptist (Eibach) gepfarrt. Die Katholiken gehören seit 1953 zur Pfarrei St. Walburga (Eibach).D. Fastnacht: Nürnberg, S. 212.

Infrastruktur Neben Siedlungsbebauung sind in Lohhof auch etliche Betriebe ansässig.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Stadtteil von Nürnberg Kategorie:Statistischer Distrikt von Nürnberg Kategorie:Ort an der Rednitz Kategorie:Ersterwähnung 1353