Hilpertsweiler ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Schnelldorf im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Hilpertsweiler liegt in der Gemarkung Unterampfrach.
Geografie Durch den Weiler fließt der Holderbach, ein rechter Zufluss der Ampfrach. Im Süden befindet sich ein Gewerbegebiet. Die Staatsstraße 1066 führt an Haundorf vorbei nach Leukershausen (4 km westlich) bzw. zur Anschlussstelle 111 der Bundesautobahn 7 (0,4 km östlich). Die Kreisstraße AN 40 führt nach Seiderzell (1,2 km südlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Unterampfrach (1,8 km nordwestlich).
Geschichte Der Ort wird noch im Dreißigjährigen Krieg „Hilprandsweyler“ (Hildebrandsweiler) genannt.Kirchenbucheintrag Unterampfrach am 24. Februar 1635: „Eodem die ist zugleich copulirt worden Michel, weyland Petri Bernhards, Inwohners zu Goldbach s. nachgelaßener ehelicher Sohn, mit Jungfraw Maria, weyland Georgen Webers, Wagners vnd Haußgenoßen hier hinderlaßenen ehelichen Tochter vnd mit den Gästen wegen großer Armuth in ihres Bruders, Hansen Webers, Wagners hier Behausung 1 Maß Wein oder etliche getruncken. Vnter andern Gästen sind gewesen Veit Hüttner zu Hilprandsweyler vnd Hanß Weber, Wagner vnd Lienhard Klee, der Köhlerin Sohn, der ist Brautführer gewesen.“ Hilpertsweiler lag im Fraischbezirk des ansbachischen Oberamtes Feuchtwangen. Im Jahre 1732 bestand der Ort aus drei Anwesen mit 4 Mannschaften und 1 Gemeindehirtenhaus. Grundherren waren Ämter von Feuchtwangen (Kastenamt Feuchtwangen: 1 Halbhöflein; Verwalteramt Ampfrach: 1 Hof) und das Rittergut Wiesethbruck der Schenk von Geyern zu Syburg (1 Hof mit doppelter Mannschaft).Nach der Vetterischen Beschreibung des Oberamtes Feuchtwangen von 1732 (s. a. Hilpertsweiler (Grundherrschaft) auf der Website geschichte-feuchtwangen.de). An diesen Verhältnissen änderte sich bis zum Ende des Alten Reiches nichts.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 2, Sp. 658. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Feuchtwangen.
Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde Hilpertsweiler dem Steuerdistrikt Mosbach und der Ruralgemeinde Unterampfrach zugeordnet. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. Januar 1972 nach Schnelldorf eingemeindet.
Baudenkmäler Haus Nr. 9: Wohnstallhaus
ehemaliges Baudenkmal Steinkreuz
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 37 27 39 38 40 29 37 39 27 28 21HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“ und 1885 bis 1987 als „Wohngebäude“. 5 5 6 4 5 6 5 6Quelle
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Sebastian und St. Veit (Unterampfrach) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Ulrich und Afra (Feuchtwangen) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Schnelldorf) Kategorie:Weiler im Landkreis Ansbach