Holzheim (fränkisch: HuldshaimE. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 33. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „húdlshàim“.) ist ein Stadtteil der kreisfreien Stadt Nürnberg. Zusammen mit Mühlhof, Krottenbach, Lohhof und Gerasmühle bildet Holzheim den Statistischen Bezirk 55 (Krottenbach, Mühlhof).Stadtplandienst Nürnberg Distrikt 553 Holzheim

Geographische Lage Die Stadtrandsiedlung Holzheim bildet mit Mühlhof im Norden eine geschlossene Siedlung und liegt im Süden Nürnbergs, östlich von Krottenbach und westlich von Reichelsdorf an der im Osten vorbeifließenden Rednitz. Holzheim besteht größtenteils Wohngebiet, im Nordosten zwischen B 2 und der Rednitz befindet sich ein Gewerbegebiet. Südlich des Ortes liegt die Schwedenschlucht. Die Bundesstraße 2 führt nach Reichelsdorf (1,1 km nördlich) bzw. nach Wolkersdorf (1,4 km südlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt über Mühlhof nach Krottenbach (1,1 km nordwestlich).Holzheim im BayernAtlas. Entfernungsangaben jeweils Luftlinie.

Geschichte Der Ort wurde 1287 als „Holzheim“ erstmals urkundlich erwähnt, als die Deutschordenskommende Nürnberg u. a. einen Hof in Holzheim erwarb. Der andere Hof wurde von Irmgart von Sülzburg erworben, den sie bereits 1306 mit dem Deutschen Orden gegen ein anderes Anwesen eintauschte.F. Eigler: Schwabach, S. 330. Der Ortsname bedeutet Siedlung bei dem Wald.E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 34.

1732 gab es laut den Oberamtsbeschreibungen von Johann Georg Vetter in Holzheim 3 Anwesen, die alle der Deutschordenskommende Nürnberg unterstanden.F. Eigler: Schwabach, S. 297. Auch gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Holzheim 3 Anwesen (1 Ganzhof, 2 Halbhöfe). Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Oberamt Schwabach aus. Einen Gemeindeherrn hatte der Ort nicht. Alle Anwesen hatten die Deutschordenskommende Nürnberg als Grundherrn.F. Eigler: Schwabach, S. 398. 1800 gab es im Ort weiterhin 3 Anwesen, die dem Deutschen Orden unterstanden.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 2, Sp. 753.

Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Schwabach. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde 1808 Holzheim dem Steuerdistrikt Dietersdorf, I. Sektion und der 1818 gebildeten Ruralgemeinde Dietersdorf zugeordnet. Am 14. Oktober 1959 wurde die Gemeinde in Wolkersdorf umbenannt. Am 1. Juli 1972 wurde Holzheim im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Nürnberg eingegliedert.F. Eigler: Schwabach, S. 469.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 30 30 43 33 42 36 36 141 225 230 622HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 5 5 7 6 6 30 41 179Quelle

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Georg (Dietersdorf) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Heilige Familie (Nürnberg) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Stadtteil von Nürnberg Kategorie:Statistischer Distrikt von Nürnberg Kategorie:Ort in der kreisfreien Stadt Nürnberg Kategorie:Ersterwähnung 1287 Kategorie:Siedlung (Städtebau) in Nürnberg