Insterburg & Co. war eine deutsche Komikerband, die in der Urbesetzung von 1967 bis 1979 bestand.
Geschichte Der Bandname leitet sich von Ingo Insterburg (1934–2018) ab. Die weiteren Mitglieder waren Karl Dall (1941–2020), Peter Ehlebracht (1940–2026) und Jürgen Barz (1944–2025).
Das Quartett Insterburg & Co. kultivierte in den 1960er- und 1970er-Jahren die „Kunst des höheren Blödsinns“ und stand dabei in einer Reihe mit Schobert & Black und Ulrich Roski, mit denen es auch befreundet war und hin und wieder auftrat. Auch als „Blödelbarden“ wurden sie bezeichnet.Kurzbiografie auf der Website der Band, abgerufen am 27. August 2011 Beeinflusst von zeitgenössischen britischen Vorbildern wie der Bonzo Dog Doo-Dah Band und Bob Kerr’s Whoopee Band, bestand ihr Programm aus komischen Musikstücken und spontaner Stand-up-Comedy (obwohl es den Begriff damals in Deutschland noch gar nicht gab). Bei letzterem nahmen sich die vier oft gegenseitig auf die Schippe. Sie begleiteten ihre Sketche und Lieder des Öfteren mit von Ingo Insterburg selbstgebauten Instrumenten, von denen viele aus umfunktionierten Küchen-, Garten- und sonstigen Alltagsgeräten bestanden. Während der Auftritte forderte Karl Dall Ingo Insterburg häufig scherzhaft auf, die ungewöhnlichen Instrumente zu „erklären“.
Das Quartett wirkte 1968 gemeinsam mit den Jacob Sisters in dem Kinofilm Quartett im Bett (Untertitel: Klatsch, Klatsch, Schenkelchen – Opa wünscht sich Enkelchen) von Ulrich Schamoni mit, im folgenden Jahr in Charley’s Onkel und 1973 in Chapeau Claque, wieder von Schamoni. Die Band war mehrfach in der Show Dalli Dalli zu Gast und trat mehrfach in der Sendung Musikladen auf. Die Band wurde dadurch einem breiten Publikum bekannt und aufgrund ihres schrägen Humors populär.
Die Band veröffentlichte zahlreiche, meist live aufgenommene, Schallplatten. Außerdem wurden auch im Studio zwei Doppelalben mit Sketch-Sammlungen produziert. Eines ihrer bekanntesten Stücke ist Ich liebte ein Mädchen aus dem Jahr 1974, das von Ingo Insterburg gesungen wurde und sich viereinhalb Monate in den deutschen Singlecharts hielt. Als sich die Gruppe 1979 trennte, startete Dall eine Solokarriere als Sänger, Komiker, Schauspieler und Fernsehmoderator. Er trat auch mit Liedern von Hans Albers auf, die er in dessen Stil vortrug, auch eine Platte damit kam heraus. Mit Peter Ehlebracht veröffentlichter er 1998 das Album Hatten wir nicht schon mal das Vergnügen?, das Stücke enthält, mit denen sie früher bei Insterburg & Co. als Duo aufgetreten waren.
Spätere Formationen Ingo Insterburg stellte eine neue Band unter demselben Bandnamen zusammen, mit der er mehrere Tourneen absolvierte. Zu ihr gehörten Marian Majaran, Jupi Sirius und Georg Himmelblau. 1994 löste er die Band wieder auf.
2005 traten Ingo Insterburg und Karl Dall wieder gemeinsam als Insterburg & Co. auf.
Nachwirkungen 1995 wurde Ich liebte ein Mädchen in Pankow von Ingo Insterburg als Solokünstler erneut veröffentlicht. Eine Coverversion dieses Liedes ist Für immer immer auf dem Album 3 is ne Party von Fettes Brot aus dem Jahre 2013, das sich ebenfalls in den Singlecharts platzieren konnte.Neues Album "3 is ne Party": Fettes Brot auf den Spuren von Karl Dall Rheinische Post, 18. November 2013
Diskografie
Alben 1968: Quartett im Bett 1968: Eins – zwei – drei und Zwischenspiel… Ein Pop-Cabaret 1969: Pop-Klamotten 1970: Laßt uns unsern Apfelbaum 1971: Musikalisches Gerümpel 1972: Insterburger Sketsch Up 1973: Lieder aus Kunst und HonigLieder aus Kunst und Honig, abgerufen am 24. Gezember 2022 1973: Die Hohe Schule der Musik 1973: Insterburger Sketsch Up Nr. 2 – Fritz hat ’ne Meise 1974: Herzlichen Glückwunsch zur Eintrittskarte 1975: Instrumentenschlacht 1976: Nur Engel singen schöner 1976: Die Königsblödler 1977: Musik im Eimer 1977: Weltmeister der Kunst 1978: Live 78 – Gibt es was Besseres? 1978: Sketch as Sketch can
Singles 1969: Klatsch, Klatsch Schenkelchen, Opa wünscht sich Enkelchen! / Gilbert (zusammen mit den Jacob Sisters) 1969: Liebe Oma / Es gibt keine Treue 1974: Ich liebte ein Mädchen / Raucherhusten Blues 1975: Diese Scheibe ist ein Hit! / Schönen Dank für den Abend 1977: Massagesalon 1989: Ich liebte ein Mädchen in Lichterfelde / 13 kleine Affen / Laßt uns unsern Apfelbaum
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Popband Kategorie:Deutsche Band