Die Gmina Mrągowo [] ist eine polnische Landgemeinde im Powiat Mrągowo in der Woiwodschaft Ermland-Masuren. Sie umschließt die Stadt Mrągowo (), in der sich auch der Amtssitz der Landgemeinde befindet, die aber als eigene Stadtgemeinde nicht dazu gehört.
Lage Die Gmina Mrągowo liegt am Rande der Masurischen Seenplatte inmitten der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 70 Kilometer nordöstlich deren Hauptstadt Olsztyn (Allenstein). Sie hat Einwohner (Stand ) und umfasst 31 Schulzenämter bei insgesamt 66 Ortschaften. Ihre Fläche von 294.87 km² entspricht 27,7 % der Fläche des Powiat Mrągowski. 61 % der Gemeindefläche werden agrarwirtschaftlich genutzt, 19 % sind Forsten. Von 1975 bis 1998 gehörte die Gmina zur Woiwodschaft Olsztyn.
Nachbargemeinden sind: im Powiat Mrągowski: Stadtgemeinde Mrągowo (Sensburg) Stadt- und Landgemeinde Mikołajki (Nikolaiken) Landgemeinden Piecki (Peitschendorf) und Sorkwity (Sorquitten) im Powiat Giżycki (Kreis Lötzen): Stadt- und Landgemeinde Ryn (Rhein) im Powiat Kętrzyński (Kreis Rastenburg): Stadt- und Landgemeinde Reszel (Rößel) Landgemeinde Kętrzyn (Rastenburg)
Gemeindegliederung Zur Landgemeinde gehören 31 Schulzenämter und 35 weitere Ortschaften.
Polnischer Name Deutscher Name Umbenennungen Bagienice Alt Bagnowen 1938 Althöfen Bagienice Małe Klein Bagnowen 1929 Bruchwalde Bagnowski Dwór Gut Bagnower Wald 1938 Gut Althöfen Boża Wólka Bosembwolka 1938 Dreißighuben Boże Bosemb 1938 Bussen Boże Małe Waldhausen Brodzikowo Marienhof Budziska Budzisken 1929 Wachau Czerniak Schwarzwald Czerwonki Czerwanken 1930 Rotenfelde Dobroszewo Freynowen 1938 Freihof Gązwa Gonswen 1938 Gansen Głazowo Neu Grabowen 1938 Neugrabenhof Grabowo Grabowen 1938 Grabenhof Gronowo Grunau Gronowo Waldhaus/Forst Grunau Gwiazdowo Sternfelde Joachimowo Joachimowen 1938 Joachimshuben Karwie Karwen Kiersztanowo Kerstinowen 1938 Kersten Kosewo Kossewen 1938 Rechenberg Kosewo Górne Ober Kossewen 1938 Oberrechenberg Krzesowo (Krzosowo) Krzossowen 1938 Kreuzeck Krzywe Krummendorf Kucze Kutzen Lasowiec Sternwalde Lembruk Langenbrück Marcinkowo Mertinsdorf Miejski Las Mierzejewo Mnierczeiewen 1928 Mertenau Młynowo Ober Mühlenthal Muntowo Muntowen 1938 Muntau Nikutowo Nikutowen 1938 Niekuten Notyst Dolny Notyst Mały Klein Notisten Notyst Wielki Groß Notisten Nowe Bagienice Neu Bagnowen 1938 Borkenau Nowy Probark Proberg Palestyna (Mrągowo) Pełkowo Pelkshof Piotrówka Petersberg Polska Wieś Polschendorf 1928 Stangenwalde Popowo Salęckie Pfaffendorf Porębiska Porembischken 1938 Vierwinden Poręby Poremben Probark Neu Proberg Ruska Wieś Reuschendorf Rydwągi Rudwangen Sądry Zondern Sobięcin (Mrągowo) Kleinsruh Szczerzbowo Scziersbowen 1927 Talhausen Szestno Seehesten Troszczykowo Troscziksberg 1936 Troszigsberg1938 Trotzigsberg Tymnikowo Timnikswalde 1938 Ratswalde Użranki Uszranken 1881 Königshöhe Wierzbowo Wiersbau 1938 Lockwinnen Witomin Friedrichsberg Wola Muntowska Muntowenwolla Wólka Bagnowska Bagnowenwolka 1929 Tiefendorf Wólka Baranowska Bieberstein Wymysły Wymisly 1938 Katzenbuckel Wyszembork Weißenburg Zalec Salza Zawada Sawadden 1938 Balz Śniadowo (Żniadowo) Schniodowen 1938 Schniedau
Kirchen Die meisten evangelischen Kirchenglieder im Gemeindegebiet gehören zur St.-Trinitatis-Pfarrkirche in der Stadt Mrągowo. Diese unterhält eine Filialkirche in Użranki (Königshöhe, bis 1881 Uszranken) – der einzigen evangelischen Kirche im Gemeindegebiet. Sie ist Teil der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.
Auch die meisten Katholiken im Gemeindegebiet gehören zu einer der katholischen Pfarrkirchen in der Stadt Mrągowo. Aber es gibt auch Pfarrkirchen im Gemeindegebiet – insgesamt drei, und zwar in Grabowo (Grabowen, 1938 bis 1945 Grabenhof), Szestno (Seehesten) – beide im Erzbistum Ermland – und in Użranki (Königshöhe) im Bistum Ełk (Lyck) der Römisch-katholischen Kirche in Polen.
Verkehr Das Gebiet der Gmina Mrągowo wird von je zwei Landesstraßen und Woiwodschaftsstraßen durchzogen: Landesstraße DK 16 (alte Reichsstraße 127) Landesstraße DK 59 (alte Reichsstraße 140) Woiwodschaftsstraße DW 591 Woiwodschaftsstraße DW 600.
Über diese Straßen wird die Verbindung in die Nachbarregionen und -woiwodschaften hergestellt. Das Gemeindegebiet selbst ist durch Nebenstraßen und Landwege vernetzt.
Es besteht für die Gmina Mrągowo keine Bahnanbindung mehr. Am 30. Juni 1966 wurde die Bahnstrecke (Kętrzyn–) Sławkowo–Mrągowo (vor 1945 von den Rastenburger Kleinbahnen betrieben) aufgegeben. 2009/2010 folgte die Bahnstrecke Czerwonka–Ełk (Rothfließ–Lyck), während die Bahnstrecke Sensburg–Niedersee bereits in Kriegsfolge 1945 stillgelegt und abgebaut worden war.
Das Gebiet der Gmina Mrągowo ist nur unzulänglich an den Luftverkehr angeschlossen. Die nächstgelegenen Flughäfen sind nur auf langwierigem Wege per Bus oder Auto zu erreichen: Flughafen Danzig Chopin-Flughafen Warschau Flughafen Warschau-Modlin
Weblinks
Gmina Mrągowo (polnisch)
Fußnoten
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Kategorie:Masuren