Steinbach an der Holzecke ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Schnelldorf im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Steinbach an der Holzecke liegt in der Gemarkung Wildenholz.
Geografie Das Dorf liegt am Mühlgraben, einem rechten Zufluss des Waldhausener Mühlbachs, der wiederum ein rechter Zufluss der Wörnitz ist. Im Südosten liegen die Flurgebiete Herdlesfeld und Röthlein. Die westlich des Ortes gelegenen Waldgebiete Eichenschlag und Pfarrholz liegen auf der Schnelldorfer Hardt, die Teil der Frankenhöhe ist. Die Kreisstraße AN 27 führt nach Arzbach (0,8 km nördlich) bzw. an Wildenholz vorbei zur AN 4 (3,5 km südöstlich).
Geschichte Steinbach lag im Fraischbezirk des ansbachischen Oberamtes Feuchtwangen. 1732 bestand der Ort aus 15 Anwesen (1 Hof, 2 Halbhöfe, 6 Güter, 1 Mühle, 1 Schmiede, 4 Häuser), 1 Gemeindehirtenhaus und 1 Zollhaus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das Klosterverwalteramt Sulz.Nach der Vetterischen Beschreibung des Oberamtes Feuchtwangen von 1732 (s. a. Steinbach (Grundherrschaft) auf der Website geschichte-feuchtwangen.de). An diesen Verhältnissen änderte sich bis zum Ende des Alten Reiches nichts.Nach J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 425, soll der Ort ein „königlich Preußischer Weiler“ gewesen sein, was eine einstmalige Zugehörigkeit zur Herrschaft Goldbach voraussetzen würde, die von 1708 bis 1729 preußisch war. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Feuchtwangen.
Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde Steinbach an der Holzecke dem Steuerdistrikt und der Ruralgemeinde Wildenholz zugeordnet. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Steinbach am 1. Juli 1972 nach Schnelldorf eingemeindet.
Bau- und Bodendenkmäler Kreutlein: Rothenburger Landhege, Reste des Wallgrabensystems des 15./17. Jahrhunderts mit Landhegesteinen Haus Nr. 7/9: ehem. Haufenhof: Wohnstallhaus, erdgeschossiger Steildachbau mit Fachwerkgiebel, spätes 18. Jahrhundert; Stallscheune, erdgeschossiger Satteldachbau aus verputztem Ziegelstein und Fachwerkwand, 19. Jahrhundert; Remise, Fachwerkbau mit Satteldach, 19. Jahrhundert.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 93 121 142 131 135 112 129 140 98 98 93HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“ und 1885 bis 1987 als „Wohngebäude“. 22 21 27 26 26 24 23 23Quelle
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Gallus (Erzberg) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Kreuzerhöhung (Schillingsfürst) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Ansbach Kategorie:Geographie (Schnelldorf)