Carl Horst (* 24. November 1875 in Leipzig; † 7. November 1934) war ein deutscher Kunsthistoriker und ao. Professor an der Universität Marburg.
Leben Horst studierte Philosophie und Kunstgeschichte u. a. bei Hermann Cohen und Paul Natorp. 1904 erfolgte seine Promotion über die Ästhetik Plotins. 1911 habilitierte sich Horst über ästhetische Barockprobleme (mit Sicht auf speziell „deutschen Barock“) und war seit 1922 in Marburg ao. Professor für Kunstgeschichte. Bereits zum 1. Mai 1932 trat er der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 1.123.567).Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/16980397Jost Hermand: Der Kunsthistoriker Richard Hamann. Eine politische Biographie (1879 – 1961), Böhlau, Köln, Weimar, Wien 2009, ISBN 978-3-412-20398-6, S. 111, siehe auch den Buchauszug Im November 1933 unterzeichnete er das Bekenntnis der deutschen Professoren zu Adolf Hitler.Faksimile des „Bekenntnisses“
Horst beteiligte sich an Intrigen und Vorwürfen gegen den linksstehenden Marburger Kunsthistoriker Richard Hamann.
Schriften Plotins Asthetik. Vorstudien zu einer Neuuntersuchung, 1905 (Reprint 2010) Barockprobleme, Rentsch, München 1912 Die Architektur der Renaissance, Propyläen, Berlin 1928 Die Architektur der Renaissance in den Niederlanden und ihre Ausstrahlungen, Nijhoff, Haag 1930
Literatur Ulrich Sieg: Aufstieg und Niedergang des Marburger Neukantianismus. Die Geschichte einer philosophischen Schulgemeinschaft, Würzburg 1994 Michael H. Sprenger: Richard Hamann und die Marburger Kunstgeschichte zwischen 1933 und 1945, in: Martin Papenbrock/Jutta Held: Kunstgeschichte an den Universitäten im Nationalsozialismus, Göttingen 2003, S. 61 ff
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Einzelnachweise
Kategorie:Kunsthistoriker Kategorie:Philosoph (20. Jahrhundert) Kategorie:Neukantianer Kategorie:Hochschullehrer (Philipps-Universität Marburg) Kategorie:NSDAP-Mitglied Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1875 Kategorie:Gestorben 1934 Kategorie:Mann