Work Hard – Play Hard ist ein deutscher Dokumentarfilm der Regisseurin Carmen Losmann aus dem Jahr 2011. Er beschäftigt sich mit den neuen Formen der Arbeitsorganisation und Methoden des Personalmanagements.
Handlung Der Film beginnt mit (nachgestellten)Carmen Losmann im Publikumsgespräch am 29. Januar 2013 im Abaton-Kino, Hamburg Beratungen von Behnisch Architekten und Beratern des Quickborner Teams zum Neubau der Unilever-D-A-CH-Zentrale in Hamburg. Die nächste Sequenz, die die dortige Umsetzung des Desksharings dokumentiert, wurde im Accenture-Campus Kronberg aufgezeichnet. Beide Sequenzen thematisieren vor allem die Arbeitsumgebung und die baulichen Gegebenheiten. Sie stehen jeweils für sich.
Danach folgt ein Wechselspiel zwischen verschiedenen Orten, zwischen denen der Film hin und her springt: Ein Assessment-Center im Sales Marketing bei Schott Solar, ein Outdoor Training für ein Team in der Lüneburger Heide, eine Szene kollegialer Beratung von Towers Watson-Unternehmensberatern, ein Bereichsmeeting bei Kienbaum, eine Versammlung der internen Change Agents im DHL-Projekt LEAN sowie eine SAP-Software-Präsentation für Talentmanagement bei Endress+Hauser. Die dokumentierten Gespräche werden punktuell durch interviewartige Monologe unterbrochen.
Hintergrund Der Film ist vollständig mit Originaltönen unterlegt und arbeitet ohne Sprechertexte oder Kommentare aus dem Off. Nur in einigen wenigen Szenen sind im Hintergrund subtil bedrohliche Klänge zu hören. Visuell ist er durch lange, ruhige Kameraeinstellungen und -fahrten im Breitwandformat gestaltet.
Die filmische Arbeit von Carmen Losmann ist durch Harun Farocki beeinflusst,Carmen Losmann, Interview mit Carmen Losmann, dkritik.de, 27. April 2012Volker Jörn Walpuski: Filmrezension „work hard – play hard“, in: Supervision. Mensch – Arbeit – Organisation, 2/2013, S. 62–65 der mit seinem 2012 gezeigten Film Ein neues Produkt ebenfalls bei Unilever drehte.Volker Hummel: An ihrer Sprache sollt ihr sie erkennen, Taz, 19. Juli 2012
Kritiken Der Film wurde in der überregionalen Presse – Süddeutsche ZeitungFilmkritik: Für immer im Flow, Süddeutsche Zeitung, 13. April 2012, Der Tagesspiegel,Silvia Hallensleben: , Der Tagesspiegel, 13. April 2012 FAZ,Rüdiger Suchsland: Filmkritik Führen durch Weichspülen, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12. April 2012 TAZBert Rebhandl: Filmkritik: Arbeit 2.0, die tageszeitung, 12. April 2012 Jungle WorldGabriele Summen: Filmkritik Im Unternehmen zu Hause, Jungle World, 12. April 2012 – und in der FachpresseTobias Radlinger: Kritik: Work Hard – Play Hard, Critic.de, 31. März 2012Silvia Hallensleben: Kritik zu Work Hard – Play Hard, epd Film, 1. April 2012 positiv aufgenommen.
Auszeichnungen 2011: Dokumentarfilmfestival Kassel: Goldener Schlüssel 2011: Internationales Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm – FIPRESCI-Preis, Preis der Ökumenischen Jury, Healthy Workplaces Award 2012: Jury der Evangelischen Filmarbeit: Film des Monats April 2012Film des Monats, abgerufen am 18. Oktober 2012 2012: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW): Prädikat besonders wertvoll 2012: Documentary Edge Festival in Neuseeland: Lobende Erwähnung im Bereich „Best Future Watch“ 2014: Grimme-Preis, abgerufen am 22. März 2014
Das Buch zum Film Eva Bockenheimer/Carmen Losmann/Stephan Siemens: Work Hard Play Hard. Das Buch zum Film. Schüren-Verlag, Marburg 2013, ISBN 978-3-89472-852-6.
Weblinks
(mit Fotogalerie und Trailer) www.workhardplayhard-film.de (dort auch ein Trailer), abgerufen am 22. März 2014 Webseite der Filmproduktion Meike Fries: In der Endlosschleife des Optimierungsgequatsches. Rezension in Die Zeit (10. April 2012)
Einzelnachweise
Kategorie:Filmtitel 2011 Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Dokumentarfilm Kategorie:Arbeitswelt