mini|Steinkreuz

Lauterbach () ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Geslau im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Lauterbach liegt in der Gemarkung Schwabsroth.

Geografie Durch das Dorf fließt der Lauterbachgraben, der den Lauterbacher Weiher speist und ein rechter Zufluss der Sulzach ist, die wiederum ein rechter Zufluss des Kreuthbachs ist. 1,25 km südwestlich liegt der Bucher Wald, 0,5 km südöstlich liegt das Flurgebiet Buchklinge.

Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Geslau (2,3 km nordwestlich) und Oberndorf (2,2 km westlich) jeweils zur Kreisstraße AN 7, zur AN 5 bei Buch am Wald (1,6 km südlich) und zu einer Gemeindeverbindungsstraße (0,8 km nordöstlich), die nach Kreuth (1 km nördlich) bzw. ebenfalls zur AN 5 bei Hürbel führt (0,7 km südöstlich).

Geschichte Im 16-Punkte-Bericht des brandenburg-ansbachischen Oberamts Colmberg aus dem Jahr 1608 wurden für Lauterbach 9 Mannschaften verzeichnet, die alle das Kastenamt Colmberg als Grundherrn hatten. Das Hochgericht übte das Vogtamt Colmberg aus.Staatsarchiv Nürnberg, 16-Punkte-Berichte 6/1, 7v. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 704. Im 16-Punkte-Bericht des Oberamts Colmberg aus dem Jahr 1681 hatte sich die Zahl der Mannschaften auf 11 erhöht.Staatsarchiv Nürnberg, 16-Punkte-Berichte 6/2, 18. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 708.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Lauterbach 13 Anwesen (1 Hof, 10 Halbhöfe, 2 Köblergüter). Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das Vogtamt Colmberg aus. Alle Anwesen hatten das Kastenamt Colmberg als Grundherrn. Neben den Anwesen gab es noch kommunale Gebäude (Hirtenhaus, Brechhaus).M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 879 f. (= J. K. Bundschuh, Bd. 3, Sp. 300). Hiernach gab es nur 11 Untertansfamilien. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justizamt Leutershausen und Kammeramt Colmberg.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1009.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Lauterbach dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Schwabsroth und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Schwabsroth zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3863: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Leutershausen 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 964. Am 1. Januar 1972 wurde Lauterbach im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Geslau eingemeindet.

Baudenkmäler Haus Nr. 9: 18./19. Jahrhundert, zweigeschossiges Wohnstallhaus mit massivem Erdgeschoss und Fachwerkobergeschoss und Fachwerkobergeschoss; Dach auf der einen Traufseite bis zum Erdgeschoss heruntergezogenH. K. Ramisch: Landkreis Rothenburg ob der Tauber, S. 65. Denkmalschutz mittlerweile aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen. Haus Nr. 11: ehemaliges Wirtshaus aus dem Ende 18. Jh., 1855 erweitert; am massiven Teil des zwiebelgiebligen Hauses mit Ecklisenen, Eckgesimsen und Putzbändern zwei Haustafeln, von denen die eine abgewittert ist, die zweite ein Relief, von Krug und Becher sowie die Bezeichnung „L / MK 1855“ trägt Haus Nr. 12: Wirtshaus, eingeschossiger Massivbau, Ende 18. Jahrhundert Flachsbrechhaus des 19. Jh. am Weg nach Buch am Wald. mittelalterliches Steinkreuz; am südwestlichen Ortsrand

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 88 104 99 99 101 116 83 92 78 59 62HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 17 17 19 17 16 15 15 16Quelle

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Wendel (Buch am Wald) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Johannis (Rothenburg ob der Tauber) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Ansbach Kategorie:Geographie (Geslau)