Basisdaten Staat Großherzogtum HessenVolksstaat Hessen Provinz Rheinhessen Kreisstadt OppenheimBestandszeitraum 1852–1938 Fläche 333 km² Einwohner 49.568 (1933) Bevölkerungsdichte 149 Einw./km² (1933) Gemeinden 44 (1938) mini|Hessen im Jahr 1930 Der Kreis Oppenheim war ein Landkreis im Großherzogtum Hessen und im Volksstaat Hessen in der Provinz Rheinhessen. Der Kreis wurde am 1. November 1938 aufgelöst und im Wesentlichen auf die Landkreise Mainz und Alzey aufgeteilt. Das ehemalige Kreisgebiet liegt heute in den Landkreisen Alzey-Worms und Mainz-Bingen in Rheinland-Pfalz.
Geschichte Infolge der Märzrevolution 1848 wurden die Provinzen, die Kreise und die Landratsbezirke des Großherzogtums am 31. Juli 1848 abgeschafft und durch Regierungsbezirke ersetzt. Der Regierungsbezirk Mainz entstand aus den Kreisen Alzey, Bingen, Mainz und Worms sowie der Stadt Mainz. 1850 wurde der Regierungsbezirk Worms geschaffen, der aus den ehemaligen Kreisen Alzey und Worms bestand.
Nach Auflösung der Regierungsbezirke am 12. Mai 1852 wurde Rheinhessen in nunmehr fünf Kreise eingeteilt, dabei wurde neben den Kreisen Alzey, Bingen, Mainz und Worms der Kreis Oppenheim aus dem Gebiet der Friedensgerichtsbezirke Oppenheim und Wörrstadt gebildet. Die damals geschaffene Kreisgliederung des Großherzogtums hatte mehr als sechs Jahrzehnte Bestand.
Nach der 1936 erfolgten Auflösung der Provinzial- und Kreistage im nunmehrigen Volksstaat Hessen (ab 1918) und der 1937 durchgeführten Aufhebung der drei Provinzen Starkenburg, Oberhessen und Rheinhessen wurde zum 1. November 1938Bekanntmachung zum Gesetz über die Auflösung der Kreise Bensheim, Schotten und Oppenheim vom 7. April 1938 (Hess. Reg.-Bl. S. 37) vom 8. Oktober 1938 (Hess. Regierungsbl. Nr. 16 S. 91) Digitalisat in Hessen eine einschneidende Gebietsreform durchgeführt, in deren Rahmen der Kreis Oppenheim aufgelöst wurde: Die Gemeinden Armsheim, Bechtolsheim, Biebelnheim, Ensheim, Gabsheim, Gau-Bickelheim, Gau-Weinheim, Nieder-Saulheim, Ober-Saulheim, Partenheim, Rommersheim, Schimsheim, Schornsheim, Spiesheim, Sulzheim, Udenheim, Vendersheim, Wallertheim, Wolfsheim und Wörrstadt kamen zum Landkreis Alzey. Die Gemeinden Bodenheim, Dalheim, Dexheim, Dienheim, Dolgesheim, Eimsheim, Friesenheim, Guntersblum, Hahnheim, Hillesheim, Köngernheim, Lörzweiler, Ludwigshöhe, Mommenheim, Nackenheim, Nierstein, Oppenheim, Schwabsburg, Selzen, Undenheim, Wald-Uelversheim, Weinolsheim und Wintersheim kamen zum Landkreis Mainz. Die Gemeinde Ober-Hilbersheim kam zum Landkreis Bingen.
Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner 1852 43.941 1900 46.379 1910 46.890 1925 48.270 1933 49.568
Kreisräte Bis 1917 trugen die Spitzenbeamten der Kreise im Großherzogtum Hessen und folgend im Volksstaat Hessen den Titel „Kreisrat“, ab 1917 den Titel „Kreisdirektor“.Großherzoglich Hessisches Regierungsblatt 1917, S. 36.
1852–1877 Carl Wilhelm Philipp Schmidt 1877–1885 Emil Kekulé 1885–1888 Franz Gros 1888–1893 Gustav von Zangen 1893–1900 Karl Bichmann 1900–1904 Friedrich von Hahn 1905–1919 Hans Wolff 1924–1934 Heinrich Herberg 1934 Theo Peters
Städte und Gemeinden Der Landkreis umfasste 44 Kommunen:
Armsheim Bechtolsheim Biebelnheim Bodenheim Dalheim Dexheim Dienheim Dolgesheim Eimsheim Ensheim Friesenheim Gabsheim Gau-Bickelheim Gau-Weinheim Guntersblum Hahnheim Hillesheim Köngernheim Lörzweiler Ludwigshöhe Mommenheim Nackenheim Nieder-Saulheim Nierstein Ober-Hilbersheim Ober-Saulheim Oppenheim, Stadt Partenheim Rommersheim Schimsheim Schornsheim Schwabsburg Selzen Spiesheim Sulzheim Udenheim Undenheim Vendersheim Wald-Uelversheim Wallertheim Weinolsheim Wintersheim Wolfsheim Wörrstadt
Einzelnachweise
Oppenheim Kategorie:Ehemaliger Landkreis im Volksstaat Hessen Kategorie:Ehemaliger Landkreis in Rheinland-Pfalz Kreis Oppenheim Kreis Oppenheim ! Oppenheim Kreis Oppenheim