Linden ist ein Ortsteil der Gemeinde Straufhain im Landkreis Hildburghausen in Thüringen.
Geographische Lage Das kleine Reihendorf liegt im Heldburger Land in der Nähe der Gleichberge an der Landesstraße 2671 und der Landesstraße 1133. Die Linden befinden sich am Ortseingang. Die Flur des Ortsteils grenzt an die thüringisch-bayerische Grenze. Thüringischer Nachbarort ist Schlechtsart, bayerischer Nachbarort Trappstadt. Die Vorgebirgslandschaft ist kupiert und wird vom günstigeren fränkischen Klima beeinflusst.
Geschichte 1300 wurde der Ortsteil erstmals urkundlich erwähnt.Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 167 In den Unterlagen der Dorfgemeinschaft geht man von 1315 aus. Das Dorf im Amt Römhild war im Laufe der Zeit mehreren Herrschaften untertänig. 1424 begann der Bau einer ersten Grenze mit der Landwehr. 1518 einigte man sich über Grenzstreitigkeiten.
Zur Gründung der DDR wohnten 330 Personen im Ort. 1953 wurde die LPG gegründet. 1956 erfolgte die Kanalisierung im Dorf. 1972/73 wurden das Kulturhaus und das Schwimmbad gebaut. 1973 fand die Bildung des Zuchtzentrums Linden/Gleichberg statt. Abgerufen am 14. April 2012 2012 leben 250 Personen im Ortsteil. 2015 stieg die Einwohnerzahl auf 263.
Sehenswürdigkeiten Dorfkirche Linden
Söhne und Töchter des Ortes Helena, Michael Höflings Frau (–1616), Opfer eines Hexenprozesses, wurde verurteilt und verbrannt.Kai Lehmann: Ausstellung „Luther und die Hexen“, Bereich Linden, Bibliothek Museum Schloss Wilhelmsburg Schmalkalden, 2012; Egbert Friedrich: Hexenjagd im Raum Rodach und die Hexenprozessordnung von Herzog Johann Casimir (Schriften des Rodacher Rückert-Kreises, Heft 19), Rodach 1995, S. 192–236; Ronald Füssel: Die Hexenverfolgungen im Thüringer Raum, Veröffentlichungen des Arbeitskreises für historische Hexen- und Kriminalitätsforschung in Norddeutschland, Band 2, Hamburg 2003, S. 244.
Literatur Norbert Klaus Fuchs: Das Heldburger Land–ein historischer Reiseführer. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza 2013, ISBN 978-3-86777-349-2 Paul Lehfeldt: Bau- und Kunstdenkmäler Thüringens, Heft XXXI, Herzogthum Sachsen-Meiningen, Amtsgerichtsbezirke Heldburg und Römhild, 1904, Reprint, Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, ISBN 978-3-86777-378-2
Einzelnachweise
Weblinks
Geschichte der Ortschaft
Kategorie:Ort im Landkreis Hildburghausen Kategorie:Geographie (Straufhain) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Hildburghausen) Kategorie:Ersterwähnung 1300 Kategorie:Gemeindeauflösung 1996