mini|Stefan Hirsig, 2025, fotografiert von Oliver Mark Stefan Hirsig (* 1966 in West-Berlin) ist ein deutscher Maler und Zeichner. Seine Arbeiten bewegen sich zwischen Abstraktion und Figuration und sind durch dynamische, vielschichtige Kompositionen gekennzeichnet. Er lebt und arbeitet in Berlin.
Leben Geboren wurde Stefan Hirsig 1966 in West-Berlin. Er ist der Sohn des Malers Horst Hirsig. 1988 begann er sein Studium der Malerei an der Hochschule der Künste Berlin bei Bernd Koberling und schloss es 1993 ab. Seit den 1990er Jahren werden seine Arbeiten international in Galerien und Museen gezeigt.
Werk
Hirsigs Malerei ist durch einen prozesshaften Arbeitsansatz geprägt. Ausgehend von gestischen und farblichen Setzungen entwickelt er dynamische Bildwelten aus überlagerten Formen und Strukturen, zunächst als komplexes Gefüge werden sie im weiteren Verlauf zu vielschichtigen Gebilden verdichtet. Charakteristisch ist die Verbindung organischer Formverläufe mit geometrischen Elementen wie geraden Linien oder Spiralen, die als visuelle Ordnungsstrukturen fungieren. Diese werden teilweise collageartig kombiniert und im Malprozess wieder verändert oder freigelegt.
Im Zuge dieses Arbeitsprozesses treten figurative Elemente hervor, etwa Gesichter oder Körperfragmente, die jedoch in den abstrakten Zusammenhang eingebunden bleiben. Hirsigs Arbeiten bewegen sich in einer Grauzone zwischen Abstraktion und Figuration. Ein wiederkehrendes Motiv ist die Gegenüberstellung oder Spiegelung von Figuren im Bildraum sowie die Darstellung mehrgesichtiger Figuren, die jene perspektivische Vielschichtigkeit betonen.
„Er lässt uns durch seine Mehrdeutigkeit und Doppelbödigkeit im Unklaren, auch in welcher Beziehung er zu seinen Protagonisten steht; spürbar ist lediglich, dass er eine starke emotionale Bindung zu ihnen ermalt hat,“ beschreibt der Kurator Peter Ungeheuer.
Ausstellungen (Auswahl) Einzelausstellungen (Auswahl) 2025/2026: BLICK, Galerie Haverkampf Leistenschneider, Berlin 2024: NEUE WELT, Galerie Haverkampf Leistenschneider, Berlin 2022: MÖNCH, Galerie Haverkampf Leistenschneider, Berlin 2020: DER MALER IST HELL, Galerie Haverkampf Leistenschneider, Berlin 2018: Danger, Galerie Haverkampf Leistenschneider, Berlin 2017: Schnee von Heute, Galerie Haverkampf Leistenschneider, Berlin 2008: Galerie Klosterfelde, Berlin 2008: Galerie Charlotte Moser, Genf, CH 2007: „The World is Bound With Secret Knots“, Galerie Klosterfelde, Berlin 2007: Spencer Brownstone Gallery, New York 2007: There is Water at the Bottom of the Ocean, Lightbox, Los Angeles 2006: Galerie Charlotte Moser, Geneva (CH) 2005: Galerie Renos Xippas, Paris 2005: Marella Arte Contemporanea, Milan (I) 2004: OSRA-Haus, München (D) 2002: Echo, Galeria Heinrich Ehrhardt, Madrid (ESP) 2000: Sprüth Magers, München 1999: Galerie Klosterfelde, Berlin 1999: Galeria Mário Sequeira, Portugal (P) (mit Michel Majerus) 1996: Other voices, other rooms, Contemporary Fine Arts, Berlin (D)
Gruppenausstellungen (Auswahl) 2025: „Why Have My Hands Strayed?“ Galerie Haverkampf Leistenschneider, Berlin 2024: "I spy with my little eye", SMAC, Berlin, DE 2010: „Alptraum“, The Transformer, Washington D.C. 2007: „Play Yourself“, Gimpel Fils, London 2006: „Thank You For The Music“, Galerie Sprüth Magers, London 2005: „Thank you for the Music“, Monika Sprüth Philomene Magers, München 2005: Bendix Harms, Stefan Hirsig, Stephan Jung, Galeria de Arte Antonia Puy -, Saragossa (ESP) 1999: "Bilder aus Städten", Dresdner Bank, Frankfurt am Main (D) 1999: Officina Europa ("European Factory"), Bologna (I) 1999: "Flaming June", works on paper, Los Angeles, (USA) 1996: „Malerei III“, Monika Sprüth Galerie, Köln 1996: „Faustrecht der Freiheit“, Kunstsammlung Gera und Neues Museum Weserburg, Bremen, DE
Öffentliche Sammlungen Domaine départemental de Chamarande, FR
Literatur Stefan Hirsig: Mönch. Mit Beiträgen von Harriet Zilch und Frédéric Schwilden. Haverkampf Leistenschneider, Berlin, ISBN 978-3-9824548-0-1. Stefan Hirsig: Weaves in February. Mailand 2011, ISBN 978-88-7348-092-1. Museum Morsbroich: New Abstract Painting – Painting Abstract Now. Abstraktionen in der neuen Malerei. Leverkusen 2003, ISBN 3-925520-66-X. Holger Liebs (Text): Stefan Hirsig. Berlin. Klosterfelde & Köln/München. Monika Sprüth, Philomene Magers. 2001.
Weblinks Werke von Stefan Hirsig bei Haverkampf Leistenschneider Galerie, Berlin
E-Catalogue Stefan Hirsig | Mönch bei Issuu Stefan Hirsig bei kunstmarkt.com Hirsig bei artfacts
Rezensionen von Christiane Meixner Gemälde von Stefan Hirsig: Unter der Farbhaut. In: Tagesspiegel. 24. September 2018 (online) von Christiane Meixner Ausstellung von Stefan Hirsig: Ein bisschen Goya, ein bisschen Grosz. In: Tagesspiegel. 8. Juni 2022 (Online) von Jens Müller Keine Eskalation! Stefan Hirsig malt eine weibliche Sicht auf die Konflikte unserer Zeit. In: Berliner Zeitung. 1. Juli 2024 (Online) von Ingeborg Ruthe Smac-Galerie: In Berlin-Mitte wird jetzt auch vierhändig gemalt. In: Berliner Zeitung. 6. April 2024 (Online) von Ingeborg Ruthe
Einzelnachweise
Kategorie:Maler (Berlin) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1966 Kategorie:Mann