Altengreuth ist ein Gemeindeteil der Stadt Schillingsfürst im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Altengreuth liegt in der Gemarkung Stilzendorf.

Geographie Der Weiler liegt am Steinbach, einem linken Zufluss des Erlbacher Mühlbachs, der ein rechter Zufluss der Altmühl ist. 1 km östlich des Ortes erhebt sich der Schwander Berg (), 0,5 km nördlich der Münchsberg – dort liegt auch das Flurgebiet Strohbrunnen – und 1 km westlich der Obere First (). Die Staatsstraße 2246 führt nach Schillingsfürst (4 km westlich) bzw. nach Neureuth (1,5 km nordöstlich). Die Kreisstraße AN 34 führt nach Traisdorf (1,7 km nördlich).

Geschichte Laut dem 16-Punkte-Bericht des brandenburg-ansbachischen Amts Brunst aus dem Jahr 1608 bildete Altengreuth mit Schorndorf eine Realgemeinde. In Altengreuth gab es 6 Mannschaften: 4 Anwesen waren dem Rat zu Rothenburg vogt- und steuerbar, gült- und lehenbar waren von diesen 2 Anwesen dem Schloss Diebach und 2 Anwesen den Walchischen Erben zu Rothenburg. Über 2 Anwesen übte hohenlohe-schillingsfürstischen Amt Schillingsfürst die Grundherrschaft in vollem Umfang aus. Das Hochgericht übte das Amt Brunst aus.Staatsarchiv Nürnberg, 16-Punkte-Berichte 21/1, 22v. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 716. Im 16-Punkte-Bericht des Amts Leutershausen aus dem Jahr 1681 wurden für Altengreuth ebenfalls 6 Mannschaften verzeichnet: 4 Anwesen unterstanden dem Amt Schillingsfürst und 2 Anwesen der Reichsstadt Rothenburg. Das Hochgericht übte das Amt Leutershausen aus.Staatsarchiv Nürnberg, 16-Punkte-Berichte 22, 54. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 719.

1799 gab es in dem Ort acht Untertansfamilien.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 1, Sp. 71. Er gehörte gemäß einer Auflistung von 1830 zu einem „die Brünst“ oder „die Brunst“ genannten, seit dem Mittelalter stellenweise gerodeten umfangreichen Waldgebiet zwischen Leutershausen und Kloster Sulz mit dem Hauptort Brunst. Die Brünst war für ihre gute Rinderviehzucht bekannt; ihre 22 Dörfer galten als reich. Friedrich Oechsle: Beiträge zur Geschichte des Bauernkrieges in den schwäbisch-fränkischen Grenzlanden, Heilbronn 1830, S. 320, Fußnote.Friedrich Benedict Weber: Bemerkungen und Notizen über verschiedene Gegenstände der Landwirthschaft, Leipzig 1815, S. 194.Heinrich Wilhelm Bensen: Kurze Beschreibung und Geschichte der Stadt Rotenburg ob der Tauber, Erlangen 1856, S. 29.

Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde der Altengreuth dem Steuerdistrikt und der Ruralgemeinde Stilzendorf zugeordnet. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. Januar 1972 nach Schillingsfürst eingemeindet.

Baudenkmäler Haus Nr. 2: eingeschossiges Wohnhaus mit zum Teil verputztem Fachwerkgiebel, 17./18. Jahrhundert Haus Nr. 5: zugehörig massive Scheune, 1846 Flachsbrechhaus, um 1800; an der Straße nach Schillingsfürst

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 44 49 45 37 40 30 43 43 31 28 27HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“ und 1885 bis 1987 als „Wohngebäude“. 7 7 6 7 6 7 6 6Quelle

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Wenzeslaus (Weißenkirchberg) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Kreuzerhöhung (Schillingsfürst) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ortsteil von Schillingsfürst Kategorie:Weiler im Landkreis Ansbach