Die Brenz ist ein etwa 52 km langer linker und nördlicher Nebenfluss der Donau in Baden-Württemberg und Bayern.

Name Der vorgermanische Name, ungefähr *Brandisa, leitet sich vom keltischen *brannd-i- für 'das Hervorquellen' ab. Die Bedeutung wäre demnach 'Fluss, der aus einer großen Quelle kommt'.

Verlauf mini|links|Einzugsgebiet der Brenz. Innerhalb der schraffierten Fläche existieren nahezu keine Oberflächenabflüsse. Wichtige Trockentäler sind mit Namen versehen. mini|Brenzhöhle hinter dem Brenztopf mini|Itzelberger See mini|Mäander der Brenz im Eselsburger Tal mini|Mündung bei Faimingen Die Quelle der Brenz liegt im Landkreis Heidenheim auf der östlichen Schwäbischen Alb. Ihr Wasser entfließt dem Brenztopf in Königsbronn, einer typischen Karstquelle mit großer Schüttung, die leicht erreichbar an einer Felswand auf etwa liegt.

Der Quelle hinterlegt ist ein umfangreiches, Brenzhöhle genanntes Karsthöhlensystem, dessen Eingang rund 4 m unter der Wasseroberfläche erst 2017–2019 freigelegt wurde.Schon 1903–1905 war hinter dem Königbronner Rathaus der Brenzstollen in den Berg getrieben worden in der Hoffnung, auf einen – Königssee genannten – Quellsee zu stoßen. Die Höhle wurde 2021 bis auf rund 247 m Länge ausgemessen – 2025 erfolgten Vorstöße bis auf 935 m Länge, ohne dass schon ein Ende absehbar wäre.Andreas Uitz: Tauchgang in die Tiefen des Karsts. In: Heidenheimer Zeitung. 19. April 2025, S. 15. Ihr Grund verläuft zwischen −39 und +20 m über dem Quellspiegel.

Das Einzugsgebiet umfasst über 860 km², von denen nur etwas über 60 km² in Bayern liegen, der Rest in Baden-Württemberg. Die Brenz zählt nach ihrem Typus zu den karbonatischen Bächen und kleinen Flüssen.

Bereits kurz nach ihrer Quelle wird die Brenz zum Itzelberger See aufgestaut, an dessen Südende das alte Härtsfeld-Albuch-Wasserwerk steht. Von dort läuft das Brenztal in meist südlicher und südöstlicher Richtung durch den Landkreis Heidenheim und legt sich dort bei Herbrechtingen-Eselsburg in eine 180°-Südschleife. Zwischen Faimingen und Lauingen mündet die Brenz schließlich nach ihren letzten knapp 10 km im bayerischen Landkreis Dillingen an der Donau von links und Westen nach über 52 km langem Weg in die Donau.

Die Brenz mündet etwa 77 Höhenmeter unterhalb ihrer Quelle, weshalb sie mit ihrem mittleren Sohlgefälle von nur etwa 1,5 ‰ recht gemächlich fließt. Vielerorts mäandriert sie noch naturbelassen durch Talwiesen. Abschnittsweise ist sie aber auch kanalisiert, überbaut und begradigt, hauptsächlich im verstädterten Bereich um Heidenheim zwischen Schnaitheim und Bolheim.

In Bolheim versickert ein Teil des Brenzwassers und nimmt eine unterirdische Abkürzung nach dem nahen Herbrechtingen. Das Tal ist an dieser Stelle recht eben, das Sickerwasser läuft von hier auf kürzerer Strecke in einer wasserführenden Schicht, während der Fluss selbst die über 7 km lange Eselsburger Südschleife durchzieht.

Zuflüsse und Seen Teilweise hierarchische Liste der Zuflüsse und class=noviewer|10px Seen, jeweils von der Quelle zur Mündung. Gewässerlänge, Seefläche, Einzugsgebiet und Höhe nach den entsprechenden Layern auf der Onlinekarte der LUBW. Andere Quellen für die Angaben sind vermerkt. Die Einzugsgebiete sind hier nach den Bergwasserscheiden an der Oberfläche angegeben, die unterirdischen der landschaftscharakteristischen Karstquellen können diesen gegenüber sehr verschieden sein.Auswahl.

Ursprung der Brenz unter einem Fels an der rechten Talseite in Königsbronn in der Karstquelle Brenztopf auf .

Leerausbach, von links und Nordwesten auf rund am Kloster Königsbronn in Königsbronn, 1,0 km und ca. 1,1 km². Überlauf der Pfefferquelle, entspringt nur selten (Hungerquelle) auf etwa unter dem Frauenstein im Königsbronner Ortsbereich an der Frauensteinstraße. Ziegelbach, von links und Norden auf etwa an der B 19 in Königsbronn, 2,1 km und 23,9 km². Entfließt auf etwa einer Karstquelle an einem Felsfuß am Unterhang bei Königsbronn-Ziegelhütte. Dieser sehr viel längere Zufluss – die Brenz ist vom Brenztopf bis zum Zufluss des Leerausbachs gerade einmal etwa einen Viertelkilometer lang und der Leerausbach bis zur Einmündung des Ziegelbachs einen halben Kilometer – durchläuft den südlichen Teil des flachen Urbrenztals zwischen Kocher- und Brenzursprung. Hydrographisch ist er zwar der Hauptstrang in diesem Talabschnitt, geographisch setzt er sich flussaufwärts aber in dem noch längeren Seegartenhofgraben fort. Im strengen Sinn beläuft sich der Ziegelbach daher nur auf die rund 190 m von seiner Quellfassung bis zur Einmündung in das talmittige Bett des Seegartenhofgrabens. class=noviewer|10px Durchfließt auf etwa einen Teich an der Ziegelhütte, unter 0,1 ha. Seegartenhofgraben, von links und Norden auf über nahe der Ziegelhütte, ca. 0,8 km und ca. 5,4 km². Entsteht auf etwa unterhalb einer Aufschüttung bei Königsbronn-Birkach.Die gängigen Karten verorten den Ursprung des Seegartenhofgrabens noch wie vor der Aufschüttung, tatsächlich liegt inzwischen weiter südwestlich ungefähr genau auf der Grenze zwischen dem Landkreis Heidenheim und dem Ostalbkreis. Von dort verläuft der Graben zunächst rund 30 Meter südlich und wendet sich dann für gut 50 Meter nach Osten, bis er das ursprüngliche Bett erreicht und wieder nach Süden fließt. Sein Bett übernimmt ab der Einmündung des Ziegelbachs dessen Namen. Der Seegartenhofgraben würde im Fall eines Jahrtausendereignisses auch große Teile des Wassers aus dem Tiefental und somit von der Hubertusquelle sowie deren Überlauf und den weiteren Quellen im Hagental aufnehmen. Pfeffer, von links und Nordnordosten auf am Kloster Königsbronn, 0,5 km und 0,1 km². Entspringt auf etwa unterm Herrenstein und hinter dem Königsbronner Gießereiwerk einer angestauten Karstquelle. Ochsenberggraben, von links und Nordwesten wenig vor dem Ortsende von Königsbronn, 0,4 km und 0,1 km². Auengraben. → (Abgang des Inselgrabens), nach links nach der Unterquerung der Brenzbahn und unmittelbar vor dem folgenden See, in den er dann mündet, um ihn in einem linken Abfluss kurz vor der Rückmündung wieder zu verlassen class=noviewer|10px Durchfließt auf den Itzelberger See vor Königsbronn-Itzelberg, 6,4 ha. ← (Rücklauf des Inselgrabens), kurz nach beiden Seeausflüssen von links auf über in Itzelberg, 0,7 km und 2,3 km². Siebterfussgraben, von rechts und insgesamt Norden auf etwa nach der Getreidemühle gegenüber von Heidenheim an der Brenz-Aufhausens, 1,7 km und 0,8 km². Entsteht auf etwa unterm Umlaufberg Brünneleskopf der Brenz. Geschlungener Auengraben durch das Naturschutzgebiet Brünneleswiesen, der offenbar aus einem heute flussaufwärts nicht mehr verbundenen Nebenarm der Brenz entstand. (Mühlkanal), nach und von rechts in Heidenheim-Schnaitheim, 0,2 km. Badenberggraben, von links und Ostnordosten auf etwa im Gewerbegebiet In den Seewiesen am flussabwärtigen Ende des Sportgeländes am Brenzlauf, 0,5 km und deutlich unter 0,1 km². Entsteht auf etwa neben der Kreuzung der Nattheimer Straße mit der Straße Knupfertal. Flutgraben für den auf ganzer Länge verdolt parallellaufenden Nattheimer Talgraben, s. u. Möhntalgraben, von links und insgesamt Nordosten auf etwa an der Kläranlage zwischen Schnaitheim und Heidenheim, 3,1 km und 31,4 km². Entsteht auf etwa vor dem Damm des gewöhnlich trockenen class=noviewer|10px Hochwasserrückhaltebeckens Möhntal, im Ortsbereich meist verdolter Abwasserkanal zur Kläranlage, der zuletzt den vorigen kreuzt. Nattheimer Talgraben, von links zuletzt verdolt neben dem Badenberggraben an der Querung des Badenberggrabens durch die Straße In den Seewiesen 5,4 km und ca. 21,6 km². Entsteht wenig über westlich von Nattheim im Lindletal an der B 466 nach Schnaitheim nahe der Ramensteinhöhle. Reibertälebach, von links und Südosten auf etwa kurz vor der Lindletalbrücke der A 7, 1,1 km und ca. 4,1 km². Entsteht auf unter neben der K 3032 von Nattheim zur Autobahnausfahrt Heidenheim der A 7 gegenüber der alten Lindenallee. class=noviewer|10px Durchfließt auf etwa das gewöhnlich trockene Hochwasserrückhaltebecken Nattheimer Tal. class=noviewer|10px Passiert einen Teich links am Lauf im Heidenheimer Brenzpark auf unter , 0,1 ha. Stadtbach, nach und von rechts auf unter am unteren Ende des Brenzparks, 0,4 km. Angelegter rechter Nebenlauf. Wedel oder Wedelgraben, von rechts und insgesamt Westen in Heidenheim zuletzt verdolt an der St. Pöltener Straße, 2,9 km und 217,9 km². Fließt auf etwa wenig östlich von Steinheim am Albuch-Söhnstetten aus seinen beiden Oberläufen zusammen. Eseltalgraben, rechter Oberlauf aus dem Westen, 11,9 km und 20,1 km². Entsteht auf etwa am Auslass des gewöhnlich trockenen class=noviewer|10px Hochwasserrückhaltebeckens Eseltal. Unbeständig. Mauertalgraben, linker Oberlauf von Nordwesten, 1,7 km und 33,5 km². Entsteht auf etwa am Auslass des gewöhnlich trockenen class=noviewer|10px Hochwasserrückhaltebeckens Mauertal. Unbeständig. (Zufluss aus dem Zwerchstubental), von rechts und Süden auf etwa zwischen Söhnstetten und Steinheim-Sontheim im Stubental, 1,0 km und 14,1 km². Entsteht auf etwa an der Reishalde am Nordknick des Zwerchstubentals. Unbeständig. Wentalgraben, von links und Nordwesten auf etwa nahe der Unteren Ziegelhütte von Steinheim, 12,0 km inklusive des trockenen Obertals ab dem Essinger Wohnplatz Am Wental (ca. ) und 83,7 km². Führt gewöhnlich allenfalls auf den letzten etwa 2,6 km ab dem östlichen Ortsrand von Steinheim am Albuch (ca. ) Wasser. Das fast immer trockene Obertal Wental ist auf langen Strecken sogar bettlos, in dessen unterem Teil liegt vor Steinheim im „Lauf“ das gewöhnlich trockene class=noviewer|10px Hochwasserrückhaltebecken Wental. Ugentalgraben, von rechts und Südwesten auf etwa in Heidenheim an der Einmündung der Teckstraße in die Wilhelmsstraße (B 466), 5,0 km und 38,2 km². Der Graben beginnt auf etwa etwas oberhalb des gewöhnlich trockenen Hochwasserrückhaltebeckens Ugental und nördlich des Rezenbergs. Haintalgraben, von links und Osten auf etwa zuletzt verdolt unter der Alexanderstraße von Heidenheim, 3,3 km und 10,1 km². Entsteht auf unter am Auslass des gewöhnlich trockenen class=noviewer|10px Hochwasserrückhaltebeckens Haintal. (Zufluss aus der Brunnenmühlenquelle), von rechts in Heidenheim auf etwa nahe der Paul-Hartmann-Straße, unter 0,1 km und unter 0,1 km². Entfließt einem gemauerten Stollen am Fuß des Prallhangs und durchläuft ein Quellbecken direkt neben der Brenz. → (Abgang des Kraftwerkskanals Zoeppritex), nach rechts in Heidenheim am Südende der Gurststraße Darmbach, von links in Heidenheim, über 0,2 km und 0,7 km². Pflusterbach, von links eben schon auf der Gemarkung Heidenheim-Mergelstetten, 0,5 km. Goldquelle, direkt am östlichen Ufer des Pflusterbachs am Fuß der Rappeshalde aus einer Betonfassung unter der B 19. ← (Rücklauf des Kraftwerkskanals Zoeppritex), von rechts in Heidenheim vor der Brücke der Hainenbachstraße, 0,3 km und unter 0,1 km². →← (Abgang und Rücklauf des Triebwerkskanals Wangenmühle), nach und von rechts vor und nach der Straße Wangenmühle, 0,4 km und 0,5 km². → (Abgang des Triebwerkskanals Zoeppritz), nach rechts beim Klärwerk am Südende des Heidenheimer Stadtgebiets. ← (Überlauf des Triebwerkskanals Zoeppritz), von rechts auf etwa in Herbrechtingen-Bolheim. ← (Rücklauf des Triebwerkskanals Zoeppritz), von rechts auf etwa in Herbrechtingen-Bolheim, 1,4 km und 4,0 km². Orstel, von rechts auf etwa am Ortsende von Bolheim, 1,9 km und 1,8 km². Entsteht nach der amtlichen Gewässerkarte auf etwa westlich von Bolheim am Tiefen Weg, die Talmulde des im oberen Bereich gewöhnlich trockenliegenden Bachs noch weiter westlich auf etwa am Wiesengewann Alte Neureut. class=noviewer|10px Durchzieht das Hochwasserrückhaltebecken Orstel auf etwa wenig westlich von Bolheim. Das gewöhnlich trockene Becken wurde 1987 errichtet und kann mit fast 14 m hohem Erddamm bis zu 72.000 m³ Wasser zurückhalten.